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Küchenbücher für den Gabentisch
 

Top-Themen Genusswoche

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Die Lieblingskochbücher der Journal-Redaktion 2017

Foto: shefkate / adobe stock
Foto: shefkate / adobe stock
In zwei Wochen ist Weihnachten – schon alle Geschenke zusammen? Hier sind einige Buchtipps, die uns in diesem Jahr besonders gut geschmeckt haben.
Nur ein Viertel der Deutschen kauft ihre Weihnachtsgeschenke in den letzten Tagen vor dem Fest, verriet eine Umfrage. Mit Blick auf die völlig überlaufenen Innenstädte kurz vorm Fest scheint es jedoch wahrscheinlicher, dass drei Viertel der Deutschen vielleicht einfach etwas flunkern, um besser organisiert zu wirken. Für alle, die jetzt noch auf der Suche nach tollen Präsenten sind, hier ein paar gute Tipps. Jede Woche besprechen wir für den Genusswoche-Newsletter ein Kochbuch – diese Titel haben uns am besten gefallen:

Alles außer gewöhnlich

Wer seinen Lieben etwas ganz besonderes schenken möchte, dem sei zu Jean-François Mallets „Rezepte aus dem Wald“ geraten. Unter dem Label Phaidon bringt der Edel-Verlag derzeit einen ganzen Haufen extrem hochwertiger Kochbücher auf den Markt, die sich durch großartige Gestaltung, außergewöhnliche Recherche und gute Rezepte auszeichnen. Stellvertretend haben wir das „Kochbuch für Jäger und Sammler“, wie Mallets Werk im Untertitel heißt, ausgesucht. Hier dreht sich alles um Wild, Pilze und Beeren. „Kombinationen von Wild mit süßen Aromen spielen in dem Buch die Hauptrolle“, urteilte unser Tester. „Rehrückensteaks mit Kirschsauce, Rehpastetchen au chocolat oder Wildschweinragout mit Steinpilzen und Mandarine lassen einem schon beim Lesen das Wasser im Munde zusammenlaufen.“

Eigentlich können wir das Wort Superfood in der Redaktion nicht mehr hören. Eine Ausnahme machen wir für „Matcha – kochen und backen mit dem grünen Superfood“ aus dem Jan Thorbecke Verlag. Vom klassischen Tee bis zum aufwendigen Gebäck wird hier gezeigt, was aus dem edlen Teepulver alles werden kann. „Dieses Buch bietet nicht zu viel und nicht zu wenig Info und eignet sich daher besonders für Hobbyköche, die nicht lange um den heißen Brei herumlesen wollen, sondern unverzüglich ans Werk gehen.“

Ein anderer Trend, der sich hartnäckig hält, ist Fingerfood. Wer jetzt an Käse-Igel und Schnittchen denkt, dem sei zu „100 Fingerfoods“ geraten. Sebastian Schauermann und Fabian Björnstjerna zeigen, dass Party-Häppchen viel mehr sein können. Dank großzügiger Inspiration aus den Küchen Asiens, Amerikas und Skandinaviens gibt es dann auch Häppchen mit Muscheln, mariniertem Fisch oder Blueberry Cheesecake Balls.

Prost

Manchmal erreichen uns Bücher, bei denen wir den Titel dreimal lesen müssen, bis wir glauben können, dass er stimmt. „Whiskyland Franken“ von Patrick Grasser war so eins. Klar, Whiskey aus Schottland, Irland, den USA und auch Japan, das kennen wir. Aber Franken? Doch doch, der rebellische Landstrich im Norden Bayerns hat eine reiche Whisky-Kultur und dieses Buch stellt alle wichtigen Tropfen, Produzenten und Botschafter vor. Ein kurzweiliges Büchlein zum Schmökern für alle Whisky-Fans, die glauben, schon alles zu kennen.

Weniger überraschend als Whisky in Franken, aber mindestens so delikat: das Frankfurter Nationalgetränk Apfelwein. Tourismus-Werbung ist selten wirklich lesenswert, doch hier ist dem Arbeitskreis Tourismus FrankfurtRheinMain eine erfreuliche Ausnahme gelungen. „Best of Apfelwein“ bietet einen launigen Überblick vom Apfelblumenkohlsuppen-Rezept bis zur thematischen Stadtrundfahrt, natürlich mit dem Ebbelwei Express. Fazit: „de Hip und de Hop noch'n Schoppe in de Kopp“

Der passende Wein zum Essen ist eine Wissenschaft für sich. Dabei bisher sträflich ignoriert: Vegetarische Küche. Diese Lücke möchte „Wein und Gemüse“ von Ela Rüther und Sebastian Bordthäuser schließen. Das Buch präsentiert vegetarische Rezepte mit ausführlichen Weinempfehlungen, die genau verraten, wie man den richtigen Tropfen zur richtigen Knolle finden kann.

Beilagen – die schönsten Nebensachen der Welt

Aus Nahost erreichen uns ausgerechnet zum Fest der Geburt in Betlehem wieder Schreckensnachrichten. Sicher nicht schuld daran ist die Küche aus dem Orient. „Minze, Couscous und Falafel - Einfach orientalisch“ aus dem Fackelträger-Verlag nimmt uns mit auf eine kulinarische Reise von Marrakesch bis Jerusalem. Hauptdarsteller sind die ganzen Gewürze von Chili über Pul Biber und Sumach bis Salz-Zitrone. „Das Buch und der Einband machen einen stabilen Eindruck und haben sicher ein langes Leben im Bücherregal. Die Rezepte sind leicht verständlich und die ansehnlichen Fotos laden zum Nachkochen ein. Ein nettes Plus: Die Rezepte sind mit Nährwertangaben versehen. Ein Manko gibt es allerdings trotzdem – Desserts sucht man vergeblich.“

Israel ist reich an religiösen Wallfahrtsstätten. In den letzten Jahren pilgern aber auch immer mehr Köche zu den Märkten und Bistrots von Tel Aviv bis Jerusalem. Dass die Reise lohnt, lässt sich in Frankfurt zum Beispiel bei Hubertus Marquardt im Roomers schmecken. Fliegen ist teuer, günstiger ist „Israel koch vegetarisch“ von Tom Franz. „In seinem zweiten Kochbuch möchte er die Vielfalt der vegetarischen Küche mit Rezepten von mediterranen Party-Häppchen über Vorspeisen bis zum Nachtisch präsentieren. Das gelingt ihm auch mit einem Umfang von 175 Seiten und 70 Rezepten.“

Karen Page hat ein ganz besonders Küchenbuch geschaffen. Während die ganze Konkurrenz nur fertige Gerichte anbietet, besteht die vegetarische Aroma-Bibel nur aus Bausteinen. Die simple Struktur des Buches erklärt das Vorwort wie folgt: „Dieses Buch besteht aus Listen. Listen von Zutaten und dazu passenden weiteren Zutaten.“ Unser Tester war begeistert. „Das Buch richtet sich an all jene, die keine Lust darauf haben, nur Rezepte nach zu kochen, sondern neue Kombinationen und Gerichte entwickeln wollen.“

Außer Konkurrenz

Der ultimative Geschenk-Tipp für die, die ansonsten schon alles gegessen haben. Das Insekten Kochbuch von Folke Dammann und Nadine Kuhlenkamp bietet 38 völlig ernstgemeinte Rezeptvorschläge mit Maden, Larven, Heuschrecken und Co. Bon Appetit!
11. Dezember 2017
red
 
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