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Bareburger
Genuss Magazin Frankfurt
Restaurant-Empfehlung des Tages
– heute aus FRANKFURT GEHT AUS!
Burger, Die Neueröffnungen
Bareburger
Foto: Mike Böhmer
Die 2009 in New York City gestartete Burgerkette Bareburger setzt auf hochwertige Burger, die am Big Apple teilweise für 15 Dollar pro Stück aufgetischt werden. "Die Gründer wollen Gourmet-Burger anbieten und haben es damit vier Jahre in Folge in die Top-Ten-Liste der Burgerläden in NYC des Guide Zagat und Michelin geschafft. Im Jahr 2015 wurden sie von den National Restaurant News in den USA zum Hottest Restaurant Concept gekürt", erzählte der Leiter des Deutschland-Geschäfts Nishant Kohli, als die Redaktion ihn Anfang des Jahres zur geplanten Filiale am Schweizer Platz befragte.
Der gebürtige Frankfurter kam während seines Studiums in den Vereinigten Staaten mit Bareburger in Kontakt und betreut nun die Expansion nach Europa. Nach Frankfurt sollen weitere Länder folgen, seit Jahren gebe es Anfragen beispielsweise aus der Schweiz oder Frankreich. Das Konzept von Bareburger setzt auf "organic & all-natural" - also im weitesten Sinne bio. Die Burger, die in den USA beispielsweise mit Fleisch vom Strauss oder Elch belegt werden, kommen so gut bei den Gästen an, dass es weltweit mittlerweile über 23 Dependancen gibt.
"Der New Yorker Standard bei Burgern ist anders als der Deutsche", behauptet Kohli. "Da ist der Burger kein Fast Food sondern eine vollwertige Mahlzeit in einem Restaurant, in dem man auch mal länger sitzen bleibt." Deshalb gebe es in den Bareburger-Filialen auch eine vollausgestattete Bar, die ebenfalls auf Bio-Soft-Drinks und -Alkoholika setzt - so auch in Frankfurt.
Wie schmeckt's denn nun? - Der Inkognito-Test
Die Bauarbeiten und das große Schild am Schweizer Platz sind ganz offensichtlich nicht unbemerkt geblieben: Bei unserem Eintreffen reihen wir uns zunächst in die Warteschlange ein und werden dann von einer ausgesprochen freundlichen Dame um eine halbe Stunde vertröstet. Als die vorüber ist, hat immer noch niemand einen Tisch für drei Personen freigegeben, also warten wir weitere 20 Minuten, um schließlich auf dem hellblauen Sofa und Holzstühlen am Massivholztisch Platz nehmen zu können. Das Ambiente ist ein guter Mix aus rustikalen und farbenfrohen Elementen, bunte Lampen treffen hier auf Ziegelmauer und Holzschindeln.
Die Karte ist so komplex aufgebaut, dass unsere Bedienung gleich mal einen kleinen Lehrgang anbietet: Man kann sich entweder Stück für Stück seinen eigenen Traumburger zusammenstellen oder auf fertige Kompositionen zurückgreifen und diese natürlich mit diversen "Sides" wie Onion Rings oder Fritten anreichern. Außerdem gibt's Greens (also Salate), Wiches (Sand ...), Shares (Sides in größer) und Shakes. Die Getränkekarte will in Sachen Individualität mithalten und listet für eine solche Location spannende Weine, interessante Softdrinks sowie internationale Fass- und Flaschenbiere auf, die man nicht an jeder Ecke bekommt.
Wir haben Hunger mitgebracht. Es soll ein Salat "Sunny Dayz" (10,95 EUR) sowie die Burger-Variationen:
- SoCal (mit Pute, reifem Cheddar, eingelegten roten Zwiebeln, Guacamole, Alfalfasprossen und Vollkornbröt ... pardon, Vollkorn-Bun, 10,50 EUR)
- El Matador (mit Bison, Manchego, eingelegten Jalapeños, Salat, scharfer Pico de Gallo, Guacamole und Brioche-Bun, 14,25 EUR) und
- Supreme (mit Rindfleisch, Cheddar, Apple Bacon, Pommes, Zwiebelringen, Salat, Special Sauce und Brioche-Bun, 11,95 EUR).
Als "Sides" gehen noch einmal French Fries (3,25 EUR) auf die Rechnung - weshalb in dem gnadenlosen Mix aus Fantasie-Englisch und Deutsch auf einmal der Begriff "Zwiebelringe" auftaucht, bleibt rätselhaft. Dann beginnt das große Warten, denn auch hier hat der Gastronom beschlossen, die notwendige Einarbeitungszeit des Küchenteams gemütlich auf dem Rücken der Gäste auszutragen. So warten wir geschlagene 40 Minuten, und ich kann meine Tochter gerade noch davon überzeugen, dass mein Unterarm wirklich nicht gut schmeckt, als der Salat unseren Tisch erreicht - großzügig portioniert in hübscher Schale mit Feta, roten Zwiebeln, knackigem Romana-Salat und ausgezeichnetem Dressing. Trotzdem schnappt es noch von rechts, doch da kommen zum Glück die Fritten, kulinarisch aufgrund niedrigem Knusper-Faktor leider nur Mittelmaß, allerdings mit hervorragendem Ketchup zum Würzen.
Die Hauptdarsteller des Abends lassen weitere 10 Minuten auf sich warten, sind (wie wir bereits sabbernd am Nebentisch beobachten konnten) ordentliche Brummer und nur für geübte Burgeresser halbwegs stilvoll von Hand zu essen. Der Bison im Matador ist leider arg krümelig geraten und schmeckt auch nicht so würzig wie erwartet, die Kombi ist insgesamt aber schlüssig, weil die "Adds" (was ihr könnt ...) das Ganze pikant bis scharf adeln. Ausgezeichnet ist der Putenburger (klingt doch gleich viel vertrauter), weil perfekt zwischen dem herzhaften Aroma des Käses, der fruchtigen Note der Guacamole und den hier schon erfrischenden Sprossen balancierend, während das Fleisch des Supreme fast schon zu kompakt, dafür aber sehr ausgewogen gewürzt daherkommt und gut mit den fruchtigen Aromen der Beilagen harmoniert. Das war jetzt viel kulinarische Lyrik für drei echte Soulfood-Burger mit hohem Spaßfaktor - und um den geht es hier primär. Der Service unterstreicht das nicht etwa durch die in solchen Etablissements durchaus übliche a) Pseudocoolness oder b) schleimige Freundlichkeit, sondern vielmehr durch natürliches, sehr freundliches Auftreten. So hat Sachsenhausen nun also auch eine internationale, politisch korrekte Burgerbar - es ist eine Gute!
Alexander Hardy
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Location Facts
Adresse: Schweizer Straße 65, 60594 Frankfurt am Main Frankfurt - Sachsenhausen Nord
Telefon: 069/6060795
Kreditkarten: MC/VI/ec-cash
Home: www.bareburger.com/
Kapazität: 50 Sitzplätze drinnen 25 Sitzplätze draussen
Öffnungszeiten: Mo-So 17-22 Uhr
Parken:
RMV: Schwanthalerstraße
Küche: Burger,
Die Neueröffnungen
 

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