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Meine Sommerfrische-Küche
 
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Meine Sommerfrische-Küche
Foto: Pichler Verlag
Foto: Pichler Verlag
Der Sommer verspricht Leichtigkeit, Wohlbefinden und Zwanglosigkeit – Alexandra Palla liebt den Sommer. Kochen, backen, den Tisch decken und Freunde und Familie bewirten: All das sind integrale Bestandteile eines perfekten Sommers für sie. Mit ihrem Kochbuch „Meine Sommerfrische-Küche“ möchte sie den Leser nach St. Gilgen an den Wolfgangsee versetzen, ohne dass man dafür seine eigenen vier Wände verlassen muss.

Einfache Rezepte, regionale Zutaten und die Mischung aus Tradition und Moderne: All diese Dinge sind Alexandra Palla beim Kochen wichtig. Die Rezepte, die man in diesem Rezeptbuch findet, sind auf die wärmste aller Jahreszeiten ausgelegt und sollen seine Leichtigkeit und Zwanglosigkeit zum Ausdruck bringen. Ihren Sommer verbringt die Kochbuchautorin und Food-Bloggerin am liebsten in St. Gilgen am Wolfgangsee, wo sie ihre Sommerfrischeküche zum Leben erweckt.



Das Buch beginnt mit einer Doppelseite, auf der sie verschiedene Menüideen für heiße Tage und laue Abende vorstellt. Dabei geht sie auf die unterschiedlichsten Anlässe ein: Von „Sommer-Tafeln“ am Seeufer, bei denen sie Gerichte wie Atterseesaiblinge, Mondseelamm oder gebratene Weingartenpfirsische serviert, bis hin zu einem Farewell-Dinner, das mit Beef Tartare, gebratener Reinanke und Salzburger Nockerln am besten zur Geltung kommen soll. Für jeden sommerlichen Anlass gibt es ein Menü. Bevor es zu den Rezeptideen geht, gibt Alexandra Palla wichtige Hinweise, die die Köchin oder der Koch beim Kochen beachten soll. Dazu gehört zum Beispiel, dass alle Rezepte nach Lust und Laune abgewandelt werden können, und dass man Wert auf frische und gute (Bio-)Qualität bei den Zutaten legen sollte. Des Weiteren weist sie auf den häufigen Gebrauch von österreichischen Küchenbegriffen hin, die allerdings im Anhang im sogenannten „Wörterbuch der Sommerfrische(-Küche)“ erklärt werden. Um das perfekte Sommerfeeling vor und während des Kochens zu erwecken, gibt Palla vorab einige Tipps, wie „barfuß gehen“ oder „beim Kochen singen“.



Die Rezeptideen unterteilt Palla in drei große Kapitel: Alm und Beet, Wasser und Land sowie Alm und Wald. Im Kapitel zu Alm und Beet zeigt sie eine Ansammlung an Rezepten, die durch ihre Simplizität zum Nachkochen animieren. Sie zeigt beispielsweise viele verschiedene Salatkreationen, für die sie gerne Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet. Ein großer Pluspunkt für ihre Rezepte sind die simplen und regionalen Zutaten, für die man nicht extra ein Fachgeschäft oder das Internet besuchen muss. Die meisten Rezepte bestehen aus fünf bis sechs Zutaten, die man im Idealfall bereits daheim hat. Besonders appetitanregend wirken die Rezepte zum Linsensalat mit Ziegenweichkäse oder die gebratenen Weingartenpfirsiche. Das Kapitel Wasser und Land beginnt Alexandra Palla mit dem Satz „Wenn ich den See sehe, dann brauch ich kein Meer mehr“. Besagten See besucht sie aufgrund des Fischreichtums gerne, wo sie diesen auch selbst angelt. Den geangelten Fisch verarbeitet sie zum Beispiel gerne in ihrer  Salzkammergut-Bouillabaisse, deren Abbildung im Kochbuch Lust auf Meer macht. Auch die fruchtige Stegpizza, die unter anderem aus Wassermelonenscheiben besteht, besticht durch ihre simple Zubereitung und die einfachen Zutaten. Das Kapitel zu Alm und Wald sei laut Alexandra Palla eine Ansammlung an Rezepten, die genauso einzigartig und beruhigend sein sollen, wie der Duft von Rinde, Holz, Moos und Laub auf feuchten Waldböden es für sie sind. Bei diesen Rezepten macht sie häufig Gebrauch von Eierschwammerl – in Deutschland besser bekannt als „echter Pfifferling“. Die Pilze für ihre Gerichte pflückt sie gerne selbst. Neben diversen Pilzkreationen, stechen Rezepte wie der pikante Käsekuchen mit Chili, wilde Heidelbeerpancakes und Pofesen mit Aussicht heraus. Die Rezepte versetzen einen in ein gemütliches Hüttenfeeling, weil sie durch ihre Wärme und Deftigkeit einen Komfort ausstrahlen.



Das Kochbuch schließt sie mit einem „Best-Of“ ihrer Vorsätze für die Sommerfrische ab. Dazu gehören Dinge wie „ab 18 Uhr keine Handys mehr“ oder „Auf einer Almhütte übernachten ohne Strom, nur ein Brunnen“. Sowohl ihre Rezepte, als auch ihre Selbstversorger-Attitüde im Hinblick auf die benötigten Zutaten, stehen im Zeichen einer digitalen Entgiftung. Die Rezeptideen und die Aufmachung des gesamten Kochbuchs, suggerieren einen entschleunigten Lebensstil – fernab der großstädtischen Hektik und der permanenten Erreichbarkeit in Zeiten von Social Media und Smartphones. Zwanglos, simpel und ohne viel Schnick Schnack – genauso wie die Vorstellung eines grandiosen Sommers.



Meine Sommerfrische-Küche von Alexandra Palla ist im Pichler Verlag erschienen und kostet im Handel 29 Euro.

29. April 2019
sik
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