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Grüner grillen zur Klimagourmetwoche
 

Neues aus der Szene

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Obst und Gemüse auf den Grill

Foto: Nicholas Peloso / Unsplash
Foto: Nicholas Peloso / Unsplash
Steaks und Würstchen kann jeder – wer das Klima retten will, sollte es mal mit veganem Grillen versuchen. Wir haben uns bei den Experten umgehört, wie das schmecken kann.
Klimaschutz muss nicht nur Einschränkung und Verzicht bedeuten. Bei den jährlichen Klimagourmet-Wochen werben über 50 Frankfurter Firmen, Vereine und Initiativen für nachhaltige Ernährung und Genuss. Ein Thema in diesem Jahr ist veganes Grillen. Also nicht nur ohne Fleisch brutzeln, sondern komplett ohne tierische Produkte. Denn knapp die Hälfte der von Menschen verursachten Treibhausgase entstehen bei Tierhaltung und Weiterverarbeitung. Wer das Gemüse selbst isst, schont den Planeten. Für ein Kilo Rindfleisch muss dem Tier zwölf Kilo Soja gefüttert werden. Der Sojabedarf in der Tierhaltung ist heute so gigantisch, dass hektarweise Regenwald abgeholzt wird, um die proteinreiche Bohne anzubauen.

Klimafreundlicher grillen klingt kompliziert, ist es aber nicht. „Ich stehe auf wenig Arbeit“ sagt Cordula Nentwig. „Oft ist vegan sogar schneller. Gemüse hat viel kürzere Garzeiten, da muss man nicht ewig am Grill stehen.“ Nentwig ist Food-Bloggerin. Auf www.frischgewinnt.de wirbt sie für nachhaltige Ernährung. „Mit dem erhobenen Zeigefinger kommt man nicht weit. Deshalb zeige ich lieber mit guten Rezepten, wie lecker gesunde Ernährung sein kann.“ Nachhaltigkeit ist für die Mutter ein Herzensthema. „Ich möchte, dass es meinem Sohn und seiner Generation weiterhin gut geht.“

In der Theorie mangelt es also nicht an guten Argumenten. Wie sieht die Praxis aus? Überraschend! Neben Klassikern wie Maiskolben und Kartoffeln grillt Nentwig auch eine ganz raffinierte Köstlichkeit: Pflaumen im Auberginenmantel. Eine aromatische Paste aus Nüssen und Knoblauch verwandelt die Aubergine in einen salzig-herzhaften Rahmen für die süßen Pflaumen und macht den Tapas-Klassiker vegan. Für geschmacksstarke Antipasti rät Nentwig zu geräuchertem Paprikapulver. Das bringt jene Röstaromen ans Gemüse, die auch das Grillfleisch so lecker machen.

Nicht nur Klima und Tieren nutzt der Griff zum Gemüse. „Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist bei Vegetariern und Veganern geringer“ sagt die Ernährungsexpertin Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale. Langeweile müsse am Grill trotzdem keine aufkommen, ist sie überzeugt und beginnt eine lange Aufzählung: Gemüsespieße und -scheiben, Tofu, Stockbrot, Pilze, Veggieburger, vegane Würstchen, Seitan, Tempeh, gefülltes Gemüse und sogar Obst lasse sich wunderbar grillen. Obst? „Ja, Ananas in Scheiben zum Beispiel. Oder legen Sie mal eine Banane in der Schale auf den Grill. Die wird dann innen sehr weich und süß. Perfekt zu Eis oder Joghurt.“ Generell müsse man den Rost aber gut einölen oder gleich Edelstahl-Grillschalen verwenden, sonst verursacht die Klimarettung auf dem Grill eine ziemliche Sauerei.
Mehr Tipps, Tricks und Rezepte zum Grillen ohne tierische Produkte können beim veganen Grillen am 20. September im Clubgarten „Paradies & Das“ (Mainzer Ring/Edel-Gasch-Straße) ausgetauscht werden. Dort ist auch Cordula Nentwig dabei. Die Veranstaltung ist nur eines von vielen Events der Klimagourmet-Woche.

Übrigens, Klimaschutz geht auch auf Raten. Von einer radikalen Komplettumstellung der Ernährung rät auch Nentwig selbst ab. Aber jedes durch eine Pflaume im Auberginenmantel ersetzte Würstchen hilft – auch dem Körper. „Bei einer Mischkost mit geringem Fleischanteil sind die gesundheitlichen Effekte ähnlich wie bei rein vegetarischer Ernährung“ sagt die Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Franz.
 
10. September 2018, 11.15 Uhr
jps
 
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