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Foto: © Lisa Veitenhansl
Foto: © Lisa Veitenhansl

Fathershouse Coffee

Vom Kaffeenerd zum Barista

Das Fathershouse-Coffee-Pop-up in Sachsenhausen hat schon wieder geschlossen. Doch alles halb so wild: Barista und Kaffeeröster Till Benner will auf der Fläche des alten Schreibwarengeschäfts in der Schifferstraße noch in diesem Jahr sein eigenes Café eröffnen.
Einen kleinen Wagen aus Spanholzplatten darauf eine blank polierte rot-weiße Kaffeemaschine und zwei Kaffeemühlen, mehr brauchte Till Benner nicht für sein Pop-up-Café in Sachsenhausen. Für sechs Wochen servierte der Barista und Kaffeeröster jeden Freitag in dem ehemaligen Schreibwarenladen in der Schifferstraße, wo auch künftig sein eigenes Café entstehen soll, übergangsweise Espresso, Cappuccino, Flat White und Co. „Ich hatte die Idee, in der Zeit, in der ich auf die Genehmigung der Bauanträge warte, schon mal Aufmerksamkeit im Viertel zu erregen“, erklärt Benner.

Zum Kaffee gekommen sei er einerseits durch seine kaffeeaffine Familie und andererseits durch seinen Studentenjob in der Frankfurter Kaffeerösterei Hoppenworth & Ploch. „Kaffee war für mich eigentlich immer mehr mein Hobby als eine Berufsoption“, erinnert sich Benner. Noch während seines Studiums als Politikwissenschaftler begann er 2017 in wechselnden Positionen für den Brühmarkt zu arbeiten, bis er nach seinem Studium 2019 dort in Vollzeit als Röster tätig wurde. Zwischenzeitlich leitete Benner die zweite Filiale des Brühmarkt, das Kaffeewerk Espressionist im Erdgeschoss des Tower 185. Auf die Idee, ein eigenes Café zu eröffnen, hätten ihn ein paar Freunde gebracht. Über den Kontakt zum Rawa Amin, dem Inhaber der Bohnerie im Nordend, kam dann die Verbindung zu den Vermietern in der Schifferstraße zu Stande.



Im ehemaligen Schreibwarengeschäft in der Schifferstraße entsteht eine Espressobar. © Till Benner

Eigentlich sollte das Pop-up auch im neuen Jahr weitergehen, doch dann stand das Gesundheitsamt vor der Tür. „Mir war nicht klar, welche unterschiedlichen Regeln es für Event-Catering im Vergleich zu einem Pop-up-Café im Innenraum gibt“, erklärt Benner. Dies betreffe zum Beispiel Vorgaben für den Boden oder die Sanitäranlagen. Alles Dinge, die Benner erst im Zuge der anstehenden Renovierung angehen wollte. Um wieder eröffnen zu können, hätte alles jetzt gemacht werden müssen. Da es danach aussähe, dass die Umbauarbeiten für das neue Café bald beginnen können, habe er sich dann entschlossen, bis auf Weiteres zu schließen, so Benner.

Ein konkretes Datum für die Eröffnung gibt es zwar noch nicht, doch Benner hofft auf einen Termin im Sommer. Geplant sei das Café als Espressobar mit wechselnden Kaffeesorten unterschiedlicher Röstereien. Außerdem will Benner seinen Wagen auch weiterhin für Eventcaterings nutzen. Auf den Namen Fathershouse Coffee sei er durch das Lied „Father’s House“ gekommen, dessen Text ihm persönlich viel bedeute, erklärt er. Sein erstes Café wird aber einen anderen Namen tragen, den Benner vorerst aber noch nicht verraten will.

Fathershouse Coffee, Sachsenhausen, Schifferstraße 12



Sitzecke mit Blick in die Schifferstraße. © Lisa Veitenhansl
 
18. Januar 2022, 16.41 Uhr
Lisa Veitenhansl
 
 
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