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Foto: Küchenchef Björn Andreas (l.) und Inhaberin Azuko Iimori (r.) © Iimori Kaiseki
Foto: Küchenchef Björn Andreas (l.) und Inhaberin Azuko Iimori (r.) © Iimori Kaiseki

Das Iimori-Imperium wächst weiter

Französisch-japanische Fusion im Gallus

Die Iimori Gyoza Bar wird zu Iimori Kaiseki. Anstelle japanischer Maultaschen und Ramen steht in den frisch renovierten Räumlichkeiten auf der Mainzer Landstraße zukünftig französisches Fine Dining mit japanischen Einflüssen auf dem Programm.
Fast ein Jahr hat Azuko Iimori an ihrem neuen Restaurantkonzept gefeilt. Iimori Kaiseki heißt der Neuzugang zum Iimori-Imperium, zu dem bislang zwei Lokale in Frankfurt und eines in Paris zählten. Letzteres, das 1958 im ersten Pariser Arrondissement und einen Steinwurf vom Musée du Louvre entfernt eröffnete Takara gilt übrigens als das älteste japanische Restaurant von Paris. In Frankfurt betreibt Iimori seit dreizehn Jahren das für japanisch inspirierte französische Patisserie, Kaffee und japanische Teespezialitäten sowie kleine japanische Speisen von Sushi bis zur Nudelsuppe bekannte Iimori Patisserie und Restaurant in der Braubachstraße. 2016 eröffnete sie dann auf der Mainzer Landstraße die Iimori Gyoza Bar, die 2020 geschlossen und nun als Iimori Kaiseki am Mittwoch, 7. Juli, wiedereröffnet wurde.

Französisches Essen, japanischer Geschmack

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, folgt die Küche im Iimori Kaiseki keinem strengen Kaiseki-Konzept im Sinne einer strikt durchdeklinierten Speiseordnung mit ausschließlich klassischen japanischen Produkten und Gerichten. Stattdessen dreht sich alles um französisches Fine Dining „mit japanischem Umami-Touch“, so Iimori. Anders gesagt sei das Essen französisch, aber der Geschmack japanisch, fasst Iimori zusammen. Der Begriff Kaiseki beziehe sich in diesem Fall weniger auf das eigentliche Essen als auf die Ruhe, die man im neuen Iimori Kaiseki beim Essen haben soll: „Es geht darum, entspannt zu genießen.“ Sushi, Ramen und Co. werde es nicht geben. Serviert werden ausschließlich Menüs (fünf Gänge für 90 Euro, sieben Gänge für 129 Euro) mit Amuse Gueule vorab und zum Schluss Petit Fours. Vegetarische oder vegane Alternativen gibt es noch nicht, seien aber in Planung.




Das aktuelle Amuse Gueule: foie gras - Yuzu - Ankobrioche. © Iimori Kaiseki

Nicht nur kulinarisch hat sich einiges in dem kleinen Lokal im Gallus geändert. Im Gegensatz zum ehemals knalligem Look mit goldenen Stühlen, allerlei bunten Accessoires und weißen Hirschbüsten an Wänden mit Chesterfield-Fototapete wurde der gesamte Gastraum passend zum Fine-Dining-Konzept mit ruhigen, dunklen Farben und zurückhaltender Einrichtung umgestaltet. Durch eine große Glasscheibe kann man nun Küchenchef Björn Andreas und Souschef Takeshi Suzuki beim kleinteiligen Anrichten in der neuen offenen Küche beobachten. Küchenchef Andreas dürfte Freund:innen der feinen Küche in der Rhein-Main-Region bereits ein Begriff sein: Zuletzt war er Küchenchef im SchauMAHL in Offenbach. Im Mai hat dort Sascha Ferstl das Kochzepter übernommen.




Azuko Iimoris Gäste sollen entspannt genießen. © Iimori Kaiseki

Iimori Ichiba

Das neue Iimori Kaiseki ist nicht das einzige neue Projekt von Azuko Iimori. Im Herbst soll in der Nähe zur Konstablerwache eine weiterer Iimori-Laden eröffnen: Iimori Ichiba. Ichiba bedeutet so viel wie Markt. Geplant ist ein zweiteiliges Ladenkonzept: In der einen Hälfte des Ladens wird es ausgewählte japanische Lebensmittel und in der anderen Hälfte japanische Speisen wie Nudelsuppen und Gyoza sowie Kaffee und die bekannten Iimori-Patisserie-Spezialitäten geben.

Iimori Kaiseki, Gallus, Mainzer Landstraße 125, Tel. 069/24753111, Mi-Sa 18-23 Uhr, So/Mo/Di Ruhetage




Takeshi Suzuki beim Anrichten: US Onglet – Morchel – dreierlei Sellerie. © Iimori Kaiseki
 
8. Juli 2021, 13.09 Uhr
srs
 
 
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