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Kein olles Brot
 

Top-Themen Genusswoche

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Deutschlands erstes Zero Waste Bier kommt aus Frankfurt

Foto: ShoutOutLoud
Foto: ShoutOutLoud
ShoutOutLoud bringt eine neue nachhaltige Initiative an den Start. In England, der Schweiz und Österreich ist es längst bekannt, in Deutschland noch Neuland: Bier aus alten Brotresten. Das wollen Daniel Anthes, Georg Schmidt und Tobias Reul nun ändern.
Was die Engländer bereits als Toast Ale trinken, möchte Daniel Anthes nun auch in Deutschland einführen. Der Vorstandsvorsitzende von ShoutOutLoud hat sich mit Georg Schmidt von BrauStil und Tobias Reul von der Mikrobrauerei Brewids zusammengeschlossen. Aus alten Brotresten der Bäckerei „Zeit für Brot“ brauen sie Bier. Am Donnerstag um 19 Uhr wird das Brotbierfass im BrauStil angestochen.

ShoutOutLoud ist ein gemeinnütziger Verein, der sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Vor kurzem haben die Weltverbesserer einen Foodtruck per Crowdfunding finanziert. In der Resteküche werden nur gerettete Lebensmittel verarbeitet – Obst und Gemüse, das nicht makellos, aber essbar und somit zu schade für die Tonne ist.

Auch in der Bäckerei „Zeit für Brot“ fallen immer wieder rückläufige Brotreste an. Weil etwa die Körnerkruste – ein Vollkornmischbrot – zu schade für den Müll ist, machen die Braumeister Bier daraus. Gebraut wird im Brewids in Oberursel. „Das Mischbrot eignet sich besonders gut, weil es ergiebiger ist, als Weißbrot“, erklärt Anthes, der sich selbst als überzeugten Biertrinker bezeichnet. Das richtige Ergebnis hatten die Brauer recht schnell: „nach nur drei Brau-Testläufen!“, freut er sich. Es sei ein dunkles, schweres Bier geworden, was auch daran läge, dass es aus einem Vollkornbrot gebraut wurde, erklärt Anthes.

Schmidt, Reul und Anthes wollen aber nicht, dass das Brotbier eine Eintagsfliege wird. Sie möchten es dauerhaft anbieten. Ziel ist, es das Bier sowohl bei BrauStil auszuschenken, als auch flaschenweise zu verkaufen.

Damit das funktioniert, binden die Macher das Brotbier momentan in den Brauereialltag ein: „Das gerettete Brot bringt natürlich auch einen logistischen Aufwand mit sich. Außerdem müssen wir unsere Prozesse optimieren und klären, wie oft wir brauen und in den Verkauf gehen können“, sagt Anthes.

Ab Donnerstag wird das Brotbier bei BrauStil ausgeschenkt und flaschenweise zum Mitnehmen verkauft. Die drei Macher planen, bald auch an Supermärkte heranzutreten, um das Bier dort in den Verkauf zu bringen.

BrauStil, Nordend, Oeder Weg 57, Tel. 98669557, Anstich Donnerstag ab 19 Uhr
6. Juli 2018
Katrin Börsch
 
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