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Foto: IGF
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IGF-Aktion vor dem Bund-Länder-Treffen

Grünes Licht für Gastronomiebetriebe?

Im Hinblick auf das nächste Bund-Länder-Treffen am 3. März wollen die IGF sowie der DEHOGA Hessen mit einer Aktion ein positives Zeichen setzen. In mehr als 100 Restaurants, Clubs und Bars in Frankfurt und Offenbach scheint seit dem Wochenende grünes Licht.
Die Initiative Gastronomie Frankfurt e. V. (IGF) sowie der Deutsche Hotel- und Gastronomieverband (DEHOGA) Hessen haben kürzlich ihre Mitgliederbetriebe aufgefordert, ihre Räumlichkeiten mit grünem Licht zu beleuchten und damit ein Zeichen in Richtung Regierung zu setzen. Mit der Aktion verbunden ist eine Forderung der IGF: „Wir haben sichere Orte geschaffen, an denen sich Menschen unter strengen Hygiene-Auflagen begegnen können und wir erwarten jetzt von der Politik eine nachvollziehbare und transparente Öffnungsstrategie, die unserer Branche und unseren vielen Tausend Mitarbeitern wieder Hoffnung gibt“, macht IGF-Vorstand Madjid Djamegari deutlich. Das grüne Licht stehe für die Hoffnung, die die Branche in das Treffen setze und sei zugleich ein Appell an die Politik, gastronomischen Betrieben eine Öffnungsperspektive zu geben. Unterstützung erhält die Aktion zudem von der DEHOGA Hessen und dem Leaders Club.

Auch IGF-Vorstand Matthias Martinsohn äußerte sich zur schwierigen Lage der Gastronomie und betonte noch einmal den wissenschaftlichen Konsens, „dass Restaurantbesuche nicht Treiber der Pandemie sind.“ Dass dieser Branche ein andauerndes Sonderopfer abverlangt werde, sei laut Martinsohn „ein Skandal.“ Seiner Meinung nach müsse man Wege finden, „mit dem Virus zu leben“ und das könne nur bedeuten, „die Menschen schnell zu impfen und anschließend mithilfe von Teststrategien ein halbwegs normales Leben zu führen“, so Martinsohn weiter.

James Ardinast, ebenfalls Mitglied im IGF-Vorstand, fordert derweil einen verbindlichen Fahrplan für mögliche Öffnungsszenarien: „Wir müssen jetzt die Öffnung diskutieren und einen Fahrplan verabschieden, um die Betriebe vor dem Exodus zu bewahren.“ Viele würden weitere Monate ohne Einnahmen nicht überleben, die Angst vor der Pleitewelle sei groß. „Es geht mittlerweile um das nackte Überleben in der Branche“, so Djamegari.

Nicht zuletzt durch die schleppende Auszahlung der Corona-Hilfen sei das Vertrauen in die Politik erschüttert; die Mehrzahl der Betriebe habe laut Djamegari Anfang März noch keine Dezemberhilfe erhalten. Auch IGF-Vorstandsmitglied Goran Petreski betonte: „Wir wollen nicht mehr mithilfe von finanziellen Hilfen über die Runden kommen. Wir wollen arbeiten und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder eine Perspektive geben.“ Ebenfalls aufmerksam macht Petreski auf einen weiteren Negativ-Aspekt, der sich in der Gastronomiebranche derzeit beobachten lasse: Immer mehr Menschen würden der Branche den Rücken kehren und umschulen. „Diesen Prozess wieder umzukehren, wird Jahre dauern“, resümiert Petreski.

Kämpferisch gibt sich so kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz auch der DEHOGA Hessen und wirbt mit dem Slogan: „Wir können. Wir wollen. Wann kriegen wir #grünes Licht?“ für den Re-Start der Gastronomie. Welche Öffnungsperspektiven sich konkret für die Branche ergeben, wird sich jedoch erst kommenden Mittwoch zeigen.
 
1. März 2021, 11.28 Uhr
Margaux Adam
 
 
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