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Foto: © Red
Foto: © Red

Wiedereröffnung in Sachsenhausen

Neuer Küchenchef im A Casa di Tomilaia

Das legendäre Restaurant am Walther-von-Cronberg-Platz hat wieder geöffnet und was niemand so schnell für möglich gehalten hätte: Es gibt einen neuen Mann am Herd!
Noch vor ein paar Wochen zogen dunkle Wolken über die Stirn von Inhaber Tom Bock, denn er war mit der Küchenleistung und Arbeitsatmosphäre in seinem Restaurant alles andere als zufrieden und entschied sich ein paar Tage später, die Türen der Casa di Tomilaia bis auf weiteres zu schließen. Seine Pressemittteilung endete mit der Feststellung, dass jeder Koch willkommen sei, sich zu bewerben und sollte tatsächlich jemand dabei sein, der seine Idee von Inspiration und Teamwork teilt, dann würde er auch ernsthaft darüber nachdenken, die Schließung rückgängig zu machen.

Das blieb in der Szene nicht unbemerkt und kurze Zeit später standen auf Vermittlung von Stammgästen, die sich mit dem drastischen Schritt nicht abfinden wollten, sowie durch den Flurfunk innerhalb der Kochnetzwerke gleich fünf Bewerber vor der Tür, die nichts sehnlicher wünschten, als den Platz des Küchenchefs in der Casa di Tomilaia mit Leben zu füllen. Und das in schwierigen Zeiten, in denen zahlreiche Gastronomen händeringend Köche suchen. Nach kurzer Zeit und intensiven Gesprächen stand schnell fest, wer der neue Küchenchef sein wird: Er hört auf den Namen Biago Schiliro und hat eine Biografie, die sich nahtlos in die prominenter Vorgänger einfügt. Schiliro arbeitete unter anderem bei Patrick Bittner und in der Vorstandskantine der Landwirtschafts- und Rentenbank, bevor er dann als Chef de Partie zu Carmelo Greco kam, um bei dem bekannten italienischen Sternekoch nach einem kurzen Zwischenspiel im Zenzakan schließlich den Posten als Souschef einzunehmen.

Nun bot sich ihm erstmals die Gelegenheit, in einem regional bekannten Restaurant als Küchenchef zu arbeiten – er nutzt sie mit den Worten „Das ist mein Ding, genau das will ich machen!“. Unterstützt wird Schiliro von Tomas Schön, vielen noch von seiner betörenden Arbeit im Biancalani bekannt. Schön steht derzeit im Herborner Golfclub am Herd, kommt aber einmal im Monat nach Frankfurt, um das Team zu unterstützen und zudem wertvollen Input für das erweiterte Konzept zu liefern: Eine Handvoll marokkanisch inspirierter Gerichte, die sich Tom Bock als großer Freund dieser Küche schon lange gewünscht hat. „Das Royal Mansur in Marrakesch war für mich schon immer ein ungemein spannendes Konzept und ich bin froh, dass wir nun ein paar Gerichte auf der Karte haben, die quasi Tosco-Marokkanisch komponiert sind“. Das Angebot wurde insgesamt behutsam reduziert, bis das Küchenteam im Herbst vergrößert werden kann, doch selbstverständlich stehen die Highlights der toskanischen Küche in der Casa di Tomilaia nach wie vor im Vordergrund.

Beinahe klammheimlich schloss Tom Bock bereits vor ein paar Tagen wieder die Tür zu seinem Restaurant auf – um aus dem Stand mit ausgebuchten Plätzen konfrontiert zu werden, denn es gibt in Frankfurt wohl kaum ein Restaurant, dass auf eine derart treue Stammklientel zählen kann wie die Casa di Tomilaia. So fühlt sich rechtzeitig zum 20. Jubiläum beinahe alles wieder wie früher an, aber nur beinahe: „Es herrscht auf einmal eine sehr inspirierende Atmosphäre und ich freue mich wirklich sehr auf das, was nun kommen wird“. Tom Bock hat ganz offensichtlich sein neues Dreamteam gefunden – und der Blick geht wieder nach vorn!

A Casa di Tomilaia, Sachsenhausen, Walther-von-Cronberg-Platz 7, Tel. 069/68977625, Di-Sa 17-1 Uhr, So/Mo Ruhetage
 
21. Juni 2022, 11.01 Uhr
liv
 
 
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