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Genuss Magazin Frankfurt Eating out
Von Straßenständen und Go
 
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Von Straßenständen und Gourmetrestaurants
Foto: Katinka Reinhardt
Foto: Katinka Reinhardt
Vietnam bietet eine unerhörte Vielfalt an kulinarischen Genüssen, die man am Besten während einer Rundreise durch dieses faszinierende Land entdecken kann.

Erster Tipp für Ihren Vietnam-Trip: Auf jeden Fall sollte man sich mindestens drei Wochen Zeit nehmen, denn auch dann bleibt noch vieles zu sehen und zu entdecken. Typischerweise starten die meisten Reisenden in Hanoi und reisen nach Saigon. So sind auch alle Reiseführer aufgebaut, doch es ist vernünftiger, die Reiserichtung je nachdem festzulegen, welches Klima (drückende Hitze im Süden oder den etwas kühleren Norden) man zuerst bevorzugt. Es gibt natürlich reichlich Insidertipps, die denn auch völlig von Touristen überfüllt, aber dennoch einen Besuch wert sind – wie unser erstes Restaurant in Saigon. NAME UND ADRESSE ERFRAGEN Hier wurden die besten Straßenköche von Ihren Ständen weggelockt und gemeinsam in einem Restaurant untergebracht, wo jeder Koch nach wie vor seine Spezialität zubereitet. So findet man sich hier umringt von schönen Ständen in einer faszinierenden Atmosphäre, kann aus einer riesigen Karte auswählen oder einfach an jeden Stand gehen und die einzelnen Leckerbissen in Augenschein nehmen. Dieses bei Reisenden besonders beliebte Restaurantkonzept begegnet uns auch noch in Hanoi, wo sich allerdings auch viele Einheimische einfinden.  


Obst auf dem Wasser


Je nachdem, wie mutig man ist oder was man seinem Magen zutraut kann man sich natürlich auch an einem der unzähligen Straßenstände versorgen und auf kleinen bunten Plastikstühlen sitzen. In Vietnam ist rund um die Uhr Essenszeit und somit trifft man hier zu jeder Tageszeit Einheimische mit viel Appetit, da sich das Leben der Vietnamesen primär unter freiem Himmel abspielt. Am Nationalgericht „Pho“ (Vietnamesische Nudelsuppe) kommt man in Vietnam nicht vorbei – nach kurzer Zeit auch unser Lieblingsessen. Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten, meist jedoch mit Rindfleisch, Hühnchen oder Vegetarisch. Highlight einer jeden Rundreise sind sicherlich die vielen regionalen Obst- und Gemüsemärkte.


Eine exotische Variante findet man im riesigen Mekongdelta. Dort finden täglich die berühmten Floating Markets statt. Man fährt an unzähligen, mit Obst und Gemüse beladenen Schiffen entlang, wobei jedes durch eine besondere, an einem Stab aufgehängte Frucht auf sich aufmerksam macht. Die Vielzahl an Obstsorten ist wirklich unbeschreiblich und verführt jeden, der sonst keine Mangos oder Bananen ist. Das Mekongdelta ist der fruchtbarste Teil Vietnams. Bedingt durch das heiße Klima und den Feuchtigkeit spendenden Fluss kann hier sogar drei Mal im Jahr Reis geerntet werden.   


Auf dem Rücken der Motorräder


In jeder größeren Stadt gibt es einen kunterbunten Markt, auf dem alle möglichen Dinge verkauft werden. Insbesondere das Angebot an noch lebenden Fischen und Meeresfrüchten ist hier beeindruckend. Auf unserer Reise entdecken wir in Mui Ne einen kleinen Markt, auf dem uns die Vietnamesen so freundlich begrüßen, dass wir viel zu viel Bananen, Rambutan und Mangos kaufen. Da Obst in Vietnam besser am selben, spätestens jedoch am folgenden Tag verzehrt werden sollte war das keine gute Idee. Woher stammen diese köstlichen Früchte? Einen guten Eindruck erhält man durch eine private Tour in das Landesinnere.


Schön ist eine Tour mit Easyridern: Drei Tage auf dem Motorrad ins Hochland, vorbei an zahlreichen Wasserfällen, Obstplantagen (Banane, Drachenfrucht, Ananas, Erdbeeren, Cashewnüsse), Blumenfeldern, einem grünen Meer aus Reisfeldern und blühenden Kaffeeplantagen, die von abertausenden Schmetterlingen bestäubt werden. Die Motorradführer halten an jeder Stelle, erzählen spannende Geschichten über ihr Land und kennen natürlich die besten Locations und Sehenswürdigkeiten. Ein Muss für jeden Vietnamreisenden, da man so auch einheimische Restaurants kennenlernt, die man ansonsten eher meiden würde.


Essen und Gutes tun!


Für viele Vietnambesucher ist Hoi An sicherlich ein Höhepunkt ihrer Reise. Die ehemalige, von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägte Handelsstadt ist wegen der verkehrsberuhigten Innenstadt, unzähligen Lampions und nicht zuletzt durch eine Vielzahl an interessanten Cafes und Restaurant ein beliebtes Ziel. Ein Kleinod, in dem man sich treiben lassen und die Atmosphäre genießen kann. Hier findet man auch das Streets Restaurant Cafe. Nach dem Motto „Good Food Helping Good Kids“ werden hier Straßenkinder zu Köchen und Restaurantfachkräften ausgebildet. Etwas Nachsicht muss man bei so einer Institution natürlich mitbringen, zumindest was den Service anbelangt, das servierte Essen steht der Qualität anderer Restaurants jedoch keinesfalls nach – der Brotkuchen mit Maracuja beispielsweise ist einfach himmlisch. Einige Restaurants in Hoi An bieten Kochkurse an, so etwa das Red Bridge. In kleinen Gruppen kann man hier Tipps und Kniffe erlernen, um etwas von der vietnamesischen Küche mit nach Hause zu nehmen. Neben den landestypischen Frühlingsrollen, werden auch die Zubereitung des Hoi An Beefsalad sowie von Grilled Ocean Fish in Banana Leaves erklärt.


Im Garten der Gewürze


Die vielschichtigste Essensauswahl findet man in Hanoi. Neben den unzähligen Straßenständen und Straßenrestaurants darf ein Besuch in einem der sagenumwobenen Hotels mit Restaurant nicht fehlen. Das Flair Hanois spürt man am besten im Französischen Viertel mit seinen alten Kolonialbauten. Hier liegt das neu renovierte, legendäre Sofitel Metropole Hanoi, in dem schon Charlie Chaplin, Mick Jagger und Roger Moore ihre Nächte im Venedig Asiens verbrachten. Das preisgekrönte Hotel besticht durch den Charme des 19. Jahrhunderts mit alten Rikschas vor der Tür oder nostalgischen Telefonen verbunden mit vietnamesischer Tradition. Wer vietnamesische Küche im außergewöhnlichen Ambiente erleben möchte, besucht das Spices Garden – eines der besten, wenn nicht sogar das beste Restaurant Vietnams. Hier wird man in klassischen Gewändern, dem Ao Dai willkommen geheißen. Allein der Weg zum Spices Garden durch das Hotel ist den Besuch wert: Eine Oase mit dunklen Holzmöbeln, Lampions, frischen Blumen, dezenter Dekoration mit Hülsenfrüchten und Gewürzen, mit landestypischer Livemusik untermalt entführt den Gast in eine andere Welt. Die Qual der Wahl hat man beim Blick auf Menü- und Getränkekarte. Am besten fährt man hier mit einem soliden Mix aus altbewährten und unbekannten Genüssen – und der Spaß kostet nicht mal 80 Euro pro Person inklusive Sauvignon blanc aus Südafrika. Die Variation von Frühlingsrollen, Rind, Lachs, Seafood und Garnelen in unterschiedlichen Zubereitungen zum selbst rollen bietet nach dem Gruß aus der Küche den geeigneten Start. Ein köstliches Wagnis ist der Rabbitsalad, allerdings leicht scharf, was in Vietnam eher selten vorkommt. Im Hauptgang kommt man an der Vielzahl von Meeresgerichten nicht vorbei. Ob Crab Claw mit Tamarindesoße oder Chaca Metropole Style mit Reisnudeln und Kräutern: Man kann hier nur gewinnen. Falls dann noch Platz für ein Dessert sein sollte, verzaubert mit Sicherheit Ananas-Creme brûlée. Nach solch herrlichen Genüssen und Eindrücken bleibt einem die Küche Vietnams als frische, abwechslungsreiche und exotische in Erinnerung – ein faszinierendes, freundliches Land voller Köstlichkeiten!

21. Januar 2013
Katinka Reinhardt
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