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Eating out
 
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48 Stunden Dubai
Foto: Maria Greiner
Foto: Maria Greiner
Das höchste Gebäude der Welt, Shopping-Center der Superlative und die arabische sowie internationale Küche machen Dubai zum touristischen Zentrum der Vereinigten Arabischen Emirate. Zwei Tage Sightseeing und kulinarische Eindrücke in einer Oase mitten in der Wüste.

0:30 Uhr. Hunderte Menschen drängen sich eifrig durch den lang gezogenen Flughafen in Dubai, bestaunen den großen Wasserfall und steuern zielgerichtet auf die riesige Duty Free Shoppingzone zu. Dass es hier bereits nach Mitternacht ist, merkt man nur, wenn man einen Blick in die dunkle Nacht wirft oder die schlafenden Passagiere bemerkt, die sich hinter, unter und neben den Sitzplätzen eine Schlafgelegenheit gesucht haben. Per Taxi, dem günstigsten und schnellsten Fortbewegungsmittel in Dubai, geht es ins Hyatt Regency Dubai, in der Nähe vom Creek mit Blick auf den arabischen Golf. Die 70iger Jahre Fassade trügt, denn sowohl die öffentlichen Bereiche als auch die Zimmer sind modern eingerichtet und laden zum Verweilen ein. Nach einer kurzen Nacht bricht der Tag mit dem Ruf zum Morgengebet an. Trotz warmen Temperaturen versteckt sich die Sonne hinter einer Dunstglocke aus Smog und Wüstensand. Aus einem kleinen Fischerdorf ist eine Oase der modernen Architektur geworden, und diese Entwicklung brachte zahlreiche neue Sehenswürdigkeiten, die es zu erkunden gilt. Entlang des Dubai World Trade Centers und den Emirates Towers führt der Weg zur Dubai Mall.


Das zweitgrößte Shopping Center der Welt mit über 1.200 Geschäften bietet mehr als nur das reine Shopping-Erlebnis. Mit dem größten Aquarium, welches sogar im Guinness Buch der Rekorde steht, einem beeindruckendem Wasserfall und sogar einem eigenen Gold Souk lässt es sich hier gut und gerne einen ganzen Tag aushalten. Wer im Shopping-Wahn den Weg auch noch mal nach draußen findet, der steht unmittelbar vor dem weltweit höchsten Gebäude – dem Burj Khalifa. Der Enthusiasmus wird ein wenig gebremst, wenn man die Preise sieht, um der Aussichtsplattform einen Besuch abzustatten. Umgerechnet 80 Euro (und das ist kein Witz!) für Laufkundschaft und 20 Euro, wenn man sich mindestens zwei Tage vorher anmeldet und auf eine bestimmte Uhrzeit festlegt. Abends wartet halbstündig eine Fontänen-Show auf das Publikum, die stark an Las Vegas erinnert. Ein Geheimtipp für geschwächte Shopping-Mägen in der Dubai Mall ist das Social House. Das Motto: Eat. Drink. Socialize. Große Holztische laden zum Essen mit Freunden ein. Die riesigen Regale an der Wand verraten etwas über die verwendeten Produkte und eine internationale Speisekarte bietet wirklich für jeden etwas. Im östlichen Menü befinden sich kulinarische Köstlichkeiten aus Thailand, Korea, Japan, Indien und Malaysia. Mediterrane Salate, Carpaccio, Nudeln und Pizza stehen für das westliche Speiseangebot. Eine Besonderheit: jedes Gericht wird einzeln gebracht, sobald es fertig und frisch zubereitet ist.


Die Hauptattraktionen der Wüstenstadt sind jedoch die atemberaubenden Luxushotels, die, wenn man nicht gerade dort wohnt oder eine Tischreservierung im Restaurant hat, nur von der Ferne aus zu betrachten sind. Dem Atlantis auf The Palm nähert man sich am Besten mit einem Taxi und kann auf der Rückfahrt die neue Metro ausprobieren, die etwas erhöht einen wunderbaren Blick auf die palmenförmige Insel freigibt. Für anspruchsvolle Genießer warten zwei wirklich außergewöhnliche Restaurants im Burj al Arab. Im Al Mahara, übersetzt die Asternschale, begibt sich der Besucher in die Unterwasserwelt. Umringt von einem riesigen Aquarium kann man vom Tisch aus große und kleine Meeresbewohner beobachten, während man sich in dem preisgekrönten Fischrestaurant kulinarisch verwöhnen lässt. Wer lieber in die Lüfte steigt, der fährt mit dem Express-Panorama-Aufzug in den 27. Stock auf 200 Meter Höhe. Ein unvergleichlicher Ausblick auf The Palm und World Island sowie den Strand von Jumeirah bekommt man während einem Dinner im Al Muntaha („das Ultimative“) dazu.


Hier steht der Genuss moderner europäischer Küche auf dem Programm. Falls die Entscheidung für ein Restaurant zu schwer fällt, für den bietet das Burj al Arab etwas ganz Besonderes: eine kulinarische Reise, bei der jeder Gang in einem anderen Restaurant eingenommen wird (darunter natürlich auch die zwei Spitzenrestaurants). Ein 5-Gänge-Menü kostet hier 990 AED, das sind umgerechnet etwa 198 Euro und mit Weinbegleitung noch mal hundert Euro mehr. Egal wofür sich der Gaumen entscheidet, man sollte es rechtzeitig tun und vorab reservieren. Da sich das Burj al Arab am Abend immer wieder in eine andere Farbe taucht, lohnt es sich einen Platz zu suchen, von dem aus dieses Spektakel in Ruhe genossen werden kann. Das Madinat Jumeirah, eine riesige Hotelanlage am Strand, ist auch für „Nicht-Bewohner“ zugänglich. Bevor man es sich in einem der landestypischen oder internationalen Restaurants gemütlich macht, lädt ein traditioneller Souk zum Bummeln ein. Auch die kleine Bootstour durch die Anlage des Madinat Jumeirah, stimmt auf ein romantisches Dinner ein.  Einige Restaurants bieten freien Blick auf das Burj al Arab und lassen so einen Abend in Dubai Stadt beeindruckend enden.


 


Am zweiten Tag darf alles etwas traditioneller zugehen. Die Altstadt und Märkte rund um den Creek erinnern an verloren geglaubte Zeiten, als von Übersee Händler in den Hafen fuhren und ihre Geschäfte machten. Alte Holzschiffe mit farbig verzierten Kajüten, die manchmal zwei oder dreireihig am Ufer fest machen, versetzen den Betrachter zurück in diese Vergangenheit. Mit dem Wassertaxi kommt man von einem Ufer zum anderen oder verschafft sich bei einer einstündigen Fahrt einen Überblick über die alten und neuen Gebäude rund um den Creek. Auf dem Gold-, Gewürz- und Textil-Souk reihen sich die Geschäfte aneinander und die Händler werben um die Gunst der Touristen. Besonders beeindruckend ist der Gewürzmarkt: Hier lagern Unmengen von Gewürzen in riesigen Säcken, die mit ihren Aromen die Luft sättigen. Zimtrinde, Kardamom, Kamille oder Muskat – hier gibt es alles im Stück oder fein zermahlen. Erschöpft und fußlahm fällt die Wahl am zweiten Abend auf ein Restaurant im Hotel. Das Shahrzad, ein iranisches Restaurant mit traditionellem Flair, überzeugt schon durch seine Inneneinrichtung: schwere Stühle, verzierte Wände, Ornamente und Balkone, die in die hohe Empfangshalle ragen. Wer dort ein Plätzchen ergattert, fühlt sich wie im Freien, sitzt jedoch im Inneren und kann das bunte Treiben in der Lobby von oben beobachten. Fleisch und Fisch vom Grill, Kebab und delikate Saucen aus frischem Gemüse und getrockneten Früchten – wem das noch nicht reicht, um sich wie im Märchen zu fühlen, für den gibt es landestypische Live-Musik. Ein würdiger Abschluss für zwei Tage Dubai.


Hyatt Regency Dubai


Sharzad


Deira, P.O. Box 5588,


Dubai, United Arab Emirates


Tel: +971 4 209 1234


www.dubai.regency.hyatt.com


 


Social House Dubai


The Dubai Mall


Ground Floor Unit 101 


Dubai, United Arab Emirates


T: +971 4 339 8640


www.socialhousedubai.com


 


Burj al Arab


Al Mahara


Al Muntaha


P.O. Box 74147


Dubai, United Arab Emirates


Tel. +971 4 301777


www.burjalarab.com


 


Madinat Jumeirah


P.O. Box 75157,


Dubai, UAE


Tel: +971 4 366 8888


www.madinatjumeirah.com

9. April 2012
Maria Greiner
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