Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Yestern.day by Huck eröffnet in Bockenheim
 

Auf und Zu

0

Jutes von jestern

Foto: Huck
Foto: Huck
Die Frankfurter Traditions-Bäckerei Huck eröffnet in Bockenheim einen Laden für Backwaren vom Vortag: Gutes von gestern zum halben Preis. Der Gewinn soll in lokale soziale Projekte investiert werden.
Volle Regale bis Ladenschluss, daran haben wir uns gewöhnt. Besonders bei Backwaren ist der Effekt verheerend, denn wohin mit den Waren, die bis Ladenschluss nicht verkauft wurden? Viele Bäckereien überlassen einen Teil der überschüssigen Waren den Tafeln und anderen karitativen Projekten oder verarbeiten das ein oder andere Brötchen zu Paniermehl. Auch als Rohstoff für die Bio-Gasproduktion findet altes Brot Verwendung. Und dennoch: Laut WWF landet in deutschen Bäckereien knapp ein Drittel der Ware im Müll.

Schluss mit dem Wegwerfen

Auch in den knapp ein Dutzend Outlets der Frankfurter Traditions-Bäckerei Huck bleiben täglich unzählige Brote, Brötchen und Kuchen unverkauft. Trotz der Zusammenarbeit mit der Frankfurter Tafel und anderen sozialen oder an Nachhaltigkeit orientierten Projekten, wie der Verwendung alter Backwaren als Tierfutter, bleiben immer noch täglich bis zu 200 Kilo Backwaren übrig. Das ist Alexander Huck seit Langem ein Dorn im Auge. Zusammen mit seiner Frau Tanja Huck führt er das 1937 gegründete Unternehmen in dritter Generation. „Jeden Tag stehen wir vor übrig gebliebenen Backwaren. Wir suchen kontinuierlich nach Lösungen, diese nicht wegwerfen zu müssen“, beklagt Alexander Huck.

Neues Ladenkonzept

Mit einem neuen Konzept wollen die Hucks ihren Broten und Brötchen nun eine zweite Chance geben. Yestern.day by Huck heißt der neue Laden, der am 11. November in der Landgrafstraße in Bockenheim eröffnet. Ein Bäckereiladen ohne Backstube, dafür mit allerlei Gutem vom Vortag. Das Angebot wechselt täglich, eben je nach dem, was am Vortrag nicht verkauft wurde. Stückchen, Brot und Brötchen gibt es dann zum (fast) halben Preis.

Das ist nicht nur gut für den eigenen Geldbeutel, denn Kern des Konzepts ist, dass der Gewinn an lokale soziale Projekte gespendet wird: „Wir werden mit den Umsätzen im Yestern.day unsere Kosten decken, jeder weitere Euro fließt in regionale soziale Projekte“, betont Thomas Nöth, aus der Geschäftsleitung der Bäckerei Huck. Welche Projekte das im Detail sein werden, steht noch nicht fest. Klar ist aber, die ersten Gewinne werden in eine Spende an KinderEngel RheinMain e. V. fließen.

Thüringer Pilotprojekt

Yestern.day by Huck ist eine Kooperation. Urheber des Konzepts ist Christian Hunold, der mit seiner Ladenbaufirma Bäckereien und Metzgereien in ganz Deutschland ausstattet. In Erfurt eröffnete er Ende 2019 in Zusammenarbeit mit der Bäckerei Bergmann eine erste Filiale. Der Erfolg spricht für sich. Bereits im ersten Monat konnte eine Spende von 1300 Euro an die Thüringer Arbeitsloseninitiative TALISA e. V. überreicht werden.

Kennengelernt haben sich Hunold und die Hucks beim Ausbau einer Huck-Filiale in Sachsenhausen. Hunolds Firma war für den Ladenbau verantwortlich. Die Hucks waren schnell überzeugt. Ihnen wie Hunold geht es mit ihrer Frankfurter Yestern.day-Filiale auch darum, ein Verständnis für den Wert handwerklich produzierter Backwaren zu fördern und zugleich für das große Problem der Verschwendung von Lebensmitteln zu sensibilisieren.

Rezepte für Brotreste

Passend zum Konzept der neuen Huck-Filiale erscheint im Dezember ein Kochbuch von Tanja Huck: „Unser vortägliches Brot. Für Menschen mit Herz für Lebensmittel“. Auf über 170 Seiten zeigt Tanja Huck, was man mit etwas Kreativität alles aus alten Backwaren herstellen kann. Wenn alles nach Plan läuft, wird es gelegentlich sogar das ein oder andere davon bei Yestern.day by Huck zu probieren geben.

Yestern.day by Huck, Landgrafenstraße 3, Bockenheim, Di-Sa 10-16 Uhr, So/Mo Ruhetage
 
10. November 2020, 12.25 Uhr
srs
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Auf und Zu
 
 
Soju Bar eröffnet in der Alten Gasse
0
Koreanischer wird's nicht
In der City hat am 29. Oktober die Soju Bar eröffnet. Das kleine Lokal verfolgt ein koreanisches Bar-Konzept mit Soju und dazugehörigen Anju – es gibt also Schnaps und landestypische Klassiker wie Bossam, Bibimbap und Bulgogi. – Weiterlesen >>
Text: Sebastian Schellhaas / Foto: Shutterstock/me Darat
 
 
Nach langem Umbau wurde am 21. Oktober das Jüdische Museum am Untermainkai wiedereröffnet, inklusive ambitioniertem Gastro-Konzept. Im Flowdeli gibt es koschere, international inspirierte Küche aus regionalen Zutaten. – Weiterlesen >>
Text: Sebastian Schellhaas / Foto: Flowdeli
 
 
Wiedereröffnung bei Eating at Maples
0
Mit Visionen in die Zukunft
Ein gutes halbes Jahr hatte Eating at Maples coronabedingt geschlossen, am 26. Oktober eröffnen Eric und Andrea Reinemann nun wieder ihr Food-Projekt. Dank überarbeitetem Konzept soll gesundes Essen zum Mitnehmen nun noch nachhaltiger und transparenter werden. – Weiterlesen >>
Text: Anna-Lena Eickermann / Foto: Andrea und Eric Reinemann
 
 
 
Neueröffnung des Goose Garden
0
Feinkost fürs Westend
Im Westend soll der Feinkost-Laden neu erfunden werden. Patrik Bruch und Gökhan Kaba von Goose starten das nächste Projekt, Ende des Jahres soll Goose Garden eröffnen. Aktuell wird noch umgebaut und Personal gesucht. – Weiterlesen >>
Text: Anna-Lena Eickermann / Foto: srs
 
 
Neueröffnung am Merianplatz
0
Tukans flog aus, Swaad zieht ein
An der Berger Straße hat sich kulinarisch wieder etwas getan. Seit Anfang September findet man am Merianplatz statt lateinamerikanischer Gerichte des Tukans nun die indische Küche des neu eröffneten Restaurants Swaad. – Weiterlesen >>
Text: Anna-Lena Eickermann / Foto: srs
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  123