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Gutes Kraut vergeht nicht
 
Top-Themen Genusswoche
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Was wird aus dem Estragon?
Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
18 lange Jahre haben Eckhardt und Astrid Keim das Estragon im Nordend geführt. Nun ziehen sich die beiden in den Ruhestand zurück. Wie geht es mit dem allseits beliebten Lokal weiter? Ist es doch seit 35 Jahren eine Institution für Freunde der französischesn Bistroküche.
Zusammen mit seiner Frau Astrid hat Eckhardt Keim das Bistro mit französisch-mediterraner Küche 18 Jahre lang geführt. Der 60-Jährige hat nun beschlossen, sich in den verdienten Ruhestand zurückzuziehen: „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, verabschiede ich mich. Wäre ich zehn Jahre jünger, würde ich das auch noch zehn Jahre weiter machen. 18 Jahre sind keine kurze Zeit im schnelllebigen Frankfurt“. Stammkunden und diejenigen, die das nette Lokal lieb gewonnen haben, können jedoch aufatmen: Der Betrieb wird an die neuen Betreiber Robert Krzeminski und Peter Kochhäuser abgegeben. Sie werden das bewährte Konzept weiterführen. „Wir geben das Lokal gerne an die neuen Betreiber ab“, sagt Keim überzeugt. Den alten Stammkunden könne er unbedingt empfehlen, das Restaurant weiterhin zu besuchen. Schließlich werde Sous-Chef Markus Moser übernommen und die Küchenleistung bliebe so auf gleichbleibend (gutem) Niveau.

Krzeminski und Kochhäuser betrieben 15 Jahre lang das Rosengärtchen auf der Eckenheimer Landstraße, das später zu Unter den Linden umbenannt wurde. „Wir sind seit langen Jahren mit der Familie Keim befreundet. Wenn es mal einen Engpass gab, haben wir uns gegenseitig ausgeholfen“, sagt Kochhäuser. Aus gesundheitlichen Gründen mussten Kochhäuser und Krzeminski, die auch privat ein Paar sind, ihr Lokal verkaufen. Kochhäuser, der durch eine Operation acht Monate lang beruflich aussetzen musste, sagt: „Am Rosengärtchen hing unser Herz, aber die Gesundheit ging einfach vor“. Nachdem er wieder auf den Beinen war, arbeitete er vorübergehend in einem Angestelltenverhältnis: „Das war aber irgendwie nichts. Wir wollten schon gerne wieder einen eigenen Betrieb führen“, erzählt der Gastronom. Als Keim den beiden dann angeboten hat, das Estragon zu übernehmen, war die Freude sehr groß, so Kochhäuser. „Da wir uns schon lange kennen, wissen die Keims, dass das Estragon dadurch in deren Sinne erhalten bleibt“.

Am Konzept des Estragon werde sich nichts verändern: „Wir freuen uns, so eine Institution fortführen zu können“, so Krzeminski. Zurzeit wird die Location renoviert, die Wände bekommen einen neuen Anstrich, die Terrasse wird neu gestaltet und bekommt eine Markise. Kochhäuser und Krzeminski freuen sich auf den 1. September, wenn sie die Eröffnung feiern: „Ab 17 Uhr veranstalten wir eine kleine Party. Es wird Fingerfood geben“, verrät das Gastronomen-Paar.

So ganz aufhören möchte Eckhardt Keim jedoch nicht: Für seinen großen Kreis an Stammkunden planen er und seine Frau ab Oktober, an jedem ersten Samstag im Monat, bei sich zu Hause ein Vier-Gang-Menü für maximal zehn Personen zu veranstalten. Informationen gibt es auf Keims Webseite: www.eckhardt-keim.de

Estragon, Nordend, Jahnstraße 49, Tel. 5978038
17. Juli 2017
Katrin Börsch
 
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