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Gollner’s pausiert, Goldstein eröffnet
 

Top-Themen Genusswoche

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„Im Goldsteintal ist das Essen besser“

Foto: René Vigneron
Foto: René Vigneron
Günter Gollner eröffnet im ehemaligen Schützenhaus das Goldstein. In den Landschaftspark bei Wiesbaden bringt er moderne Küche und viel Wein – auf Burg Sonnenberg ist derweil Umbaupause.
Seit die Familie von Hüllesheim im September 2016 ihren Betrieb dort aufgegeben hatte, stand das ehemalige Schützenhaus im Goldsteintal leer,. Jetzt tut sich was im Landschaftspark. Michael Conradi, der Gründer der Plateauschuh-Marke Buffalo, hat das 1911 erbaute Fachwerkhaus gekauft. Als Wirt für eine neue Gastronomie konnte er Günter Gollner gewinnen. Dem passt ein neues Lokal gerade ganz gut in den Plan. Denn Burg Sonnenberg, auf der er seit Jahren das Gollner’s betreibt, wird 2019 aufwendig saniert. „Das war so nicht geplant, aber für uns ist es jetzt nicht schlimm.“ Nach Ende der Umbauarbeiten, für die allein der Bund 250 000 Euro ausgeben wird, soll das Restaurant aber zurückkehren. „Das ist der Deal mit der Stadt“, sagt Günter Gollner. Ende Februar wird das Gollners schließen, dann wechselt das Team ins Goldsteintal, wo im März nahtlos das Soft Opening startet.

Bis dahin ist im Goldsteintal genug zu tun. Das historische Gebäude wurde aufwendig saniert. „Wir haben das natürlich in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt getan“, betont Gollner. „So konnte die Fassade außen erhalten bleiben, aber innen haben wir alles umgedreht.“ Der Gastronom verspricht ein modernes Interieur, alles barrierefrei. Drei Räume sollen Platz für bis zu 150 Gäste bieten. „Außerdem haben wir zwei Terrassen. Wenn man dort Zelte aufstellt, können bis zu 300 Personen bei uns feiern.“ Als besonderes Highlight soll es außerdem zwei Hochzeits-Suiten mit Blick ins Grüne geben. „Da kann man dann nach der Feier direkt ins Bett fallen“, erklärt Gollner. Der Wirt selbst wird sein Bett übrigens auch im Goldsteintal aufschlagen. Zu dem Gebäude gehört eine kleine Wohnung, die er beziehen möchte.

Besonders freut er sich auf den Weinkeller unter seiner neuen Bleibe. „Da haben wir Platz für 12 000 Flaschen geschaffen.“ Schwerpunkte der Weinkarte sollen Österreich, Rheingau und Bordeaux sein. Ersteres liegt an Gollners Herkunft, der Wirt stammt aus der Steiermark, letzteres an seiner Leidenschaft. „Da sind schon jetzt ein paar tolle, alte Flaschen Bordeaux dabei. Neue Welt werden wir dagegen weniger haben.“ Dafür gäbe es zu viel gute Weine in der Nähe, ist Gollner überzeugt. An der Bar soll außerdem Champagner ausgeschenkt werden. Gollner hofft auf viele Veranstaltungskunden. Das Rhein-Main Congress Center sei mit dem Auto nur 10 Minuten entfernt. „Da ist reger Betrieb und die müssen abends ja auch alle irgendwohin.

Kulinarisch möchte er moderne Küche bieten. „Dabei achten wir auch auf Themen wie Gluten oder vegane Ernährung. Wir wollen nachhaltig wirtschaften und dafür auch die Generation gewinnen, die gerade ihren Bachelor oder Master macht.“ Dank hochwertiger Produkte sollen sich Feinschmecker bei ihm wohlfühlen. Er wolle aber ebenso auch keine Spaziergänger abschrecken, betont Gollner. „Wir haben auch Kuchen und ein tolles Gulasch auf der Karte.“ Mit der Hubertushütte gäbe es jedoch bereits ein gutbürgerliches Lokal im Goldsteintal. „Der Betreiber Bernd Ruppert ist ein alter Geschäftspartner von mir.“ Gemeinsam organisieren sie seit elf Jahren die Verpflegung der Brita-Arena des SV Wehen Wiesbaden. „Dem möchte ich da keine Konkurrenz machen. Im Gegenteil, wir überlegen sogar, da auch gemeinsam zu werben. Wissen sie, es gibt viele schöne Täler. Aber die Leute sollen zukünftig doch am besten ins Goldsteintal kommen, denn da ist das Essen besser.“

Das Goldstein, Wiesbaden, Goldsteintal 50
7. Januar 2019
jps
 
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