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Neuer Standort, neuer Koch
 

Hin und Weg

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Das Weinsinn ist im Bahnhofsviertel gelandet

Foto: Jan Stich
Foto: Jan Stich
Nach monatelangem Umzug und Umbau eröffnet das Weinsinn dieses Wochenende in der Weserstraße. Küchenchef ist nun Alexandre Sadowczyk aus dem Atelier Wilma.
Früher war das Bahnhofsviertel vor allem für Tabledance und Drogenhilfe berühmt, jetzt ist mit dem Weinsinn ein Sternerestaurant in das Viertel gezogen. Montagabend wurde auf das Ende der Umzugsarbeiten angestoßen. Viel ist geschehen, seitdem das Restaurant letzten Herbst seine Pforten im Westend geschlossen hatte. Es fing damit an, dass der neue Guide Michelin im November das Sternerestaurant auslistete. Nicht, weil das Essen nicht gut gewesen sei, betont Michelin-Chefredakteur Ralf Flinkenflügel auf Anfrage des JOURNAL FRANKFURT: „Wir haben das neue Restaurant nicht gesehen und konnten es deshalb auch nicht empfehlen.“

Nach dem Stern ging dann kurz vor der Eröffnung auch noch Chefkoch André Rickert. Man habe sich nicht auf eine gemeinsame Vorstellung der Weiterentwicklung des Restaurants einigen können, berichtete Mathias Scheiber. Scheiber leitet das Restaurant gemeinsam mit seiner Frau Milica Trajkovska Scheiber. Zum Glück war just zu dieser Zeit ein weiterer Profi mit Michelin-Segen auf Arbeitssuche. Alexandre Sadowczyk ist nach dem Rausschmiss Riemenschneiders der Küchenchef im Atelier Wilma gewesen. Gerüchten zufolge sei er auch unter der Ägide des schillernden Skandalkoches der gewesen, der tatsächlich den Stern erkocht habe. Mit einem großen Teil seines alten Teams arbeitet der gebürtige Franzose nun im Weinsinn. Der gerade mal 28 Jahre junge Küchenchef hatte zuvor unter anderem in Paris und New York City gekocht.

Bei der Feier am Montag gab das neue Küchenteam eine Kostprobe seines Könnens. Fenchel-Fjord Forelle mit Gurke, Dill und Apfel wusste zu begeistern und auch das Vogelsberger Rind mit einer Art Risotto aus Fregola Sarda fand begeisterte Abnehmer. Dank der neuen, offenen Küche, können die interessierten Gäste bei der Zubereitung genau zuschauen. Generell ist das neue Domizil in der Weserstraße deutlich geräumiger. Im großen Gastraum können 45 bis 60 Gäste bequem sitzen. An den Wänden, selbst in der Küche, hängt Kunst. Eine Baumskulptur von Anselm Baumann zieht sich über zwei Stockwerke durch das Haus. Den Sinn für Wein hat man im Weinsinn natürlich weiterhin. Hunderte verschiedene Flaschen hat Sommelier Dietmar Fritz in seinen neuen Regalen einsortiert. „Von Beginn an legten wir unseren Schwerpunkt auf einheimische Adressen, darunter viele Vertreter der jungen Winzergeneration“, schwärmen die Inhaber.

Direkt gegenüber liegt das Diakoniezentrum Weser 5. Dort finden Obdachlose Notübernachtung und bekommen Hilfe bei der Rückkehr in einen normalen Alltag. Gourmetküche und Straßensozialarbeit, nur wenige Meter voneinander getrennt, das ist die neue Spannbreite im einst verpönten Bahnhofsviertel.

Weinsinn, Bahnhofsviertel, Weserstraße 4, Tel. 56998080, Di–Sa ab 18.30 Uhr



6. März 2018
jps
 
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