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Foto: Knärzje GmbH
Foto: Knärzje GmbH

Erstes Zero-Waste-Bier Deutschlands

Brotbier gegen Lebensmittelverschwendung

Das Frankfurter Start-up Knärzje braut deutschlandweit das erste biozertifizierte Zero-Waste-Bier aus überschüssigem Brot. Das Brotbier gegen Lebensmittelverschwendung ist seit Kurzem auch in Alnatura-Märkten erhältlich.
„Anstoßen, um Großes anzustoßen“ lautet das Motto des 2019 von Daniel Anthes und Ralf Wagner in Frankfurt gegründeten Start-ups, das sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Brotreste in süffiges Bier zu verwandeln. Passend zum Bestandteil wählte man den Namen Knärzje – der hessische Ausdruck für das Endstück eines Brotlaibs. Seit der Gründung ist bei Knärzje viel passiert: Die Bundesregierung kürte das Start-up zum „Kultur- & Kreativpilot“, ehrte es mit dem „Zu gut für die Tonne“-Bundespreis und das Magazin „Businesspunk“ wählte Daniel Anthes unter die „Top 100, Macher & Kreative 2021“.

„Wir wollen das Thema Lebensmittelverschwendung in den gesellschaftlichen Mainstream bringen und mit unserem Knärzje direkt eine mögliche Lösung in puncto Lebensmittelwertschätzung aufzeigen. Nachhaltigkeit und Genuss gehen so wunderbar Hand in Hand”, ist Gründer und Ideengeber Daniel Anthes überzeugt. In Anbetracht der gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenverknappung sei der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung einer der größten Hebel überhaupt. Anthes und Wagner wollen mit ihrem Knärzje zudem zu „nachhaltigeren Produktions- und Konsummustern anregen.“





Seit dem 9. Februar kann das erste biologisch zertifizierte Zero-Waste-Bier Deutschlands auch über Frankfurt hinaus getrunken werden: Knärzje startete im Zuge einer südwestdeutschlandweiten Listung bei Alnatura in den Lebensmitteleinzelhandel, nun kann man das Bier gegen Lebensmittelverschwendung in 25 Märkten von Frankfurt bis nach Kaiserslautern sowie von Mainz bis nach Heidelberg stationär kaufen. Alnatura sei laut Gründer Daniel Anthes aufgrund der gemeinsamen starken Orientierung an dem Thema Nachhaltigkeit der „ideale Partner“ für den bis dato „größten Schritt“ des Start-ups.

Hergestellt wird das obergärige Bier mit aussortiertem Brot der Biobäckerei Kaiser aus Mainz-Kastel. Beim Brauen ersetzt dieses ein Viertel des normalerweise benötigten Braumalzes. Gebraut wird im Brauhaus Bergmann in Glattbach bei Aschaffenburg, das für seine Biobiere bereits in der Region bekannt ist. Laut Gründer seien derzeit weitere Gespräche mit anderen Supermarktketten kurz vor dem Abschluss.
 
17. Februar 2021, 11.25 Uhr
Margaux Adam
 
 
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