eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: Nikola Chmura
Foto: Nikola Chmura

Polnische Küche im Dornbusch

Oma ist die Beste!

Generationsübergreifender Genuss: Im neuen Bistro Aneta bringen Tochter, Mutter und Oma hausgemachte polnische Spezialitäten in den Dornbusch.
Gastronomie ist für Aneta Bielecka nichts Neues, der Ort schon. Vor einigen Jahren hatte sie in Jedlina-Zdrój, einem kleinen historischen Kurort in der Woiwodschaft Niederschlesien, bereits ein eigenes Lokal. Am 19. Januar hat sie nun im Dornbusch ihr Bistro Aneta eröffnet. Hier soll es künftig polnische Köstlichkeiten geben. Auf der Karte stehen Klassiker wie Bigos, einem Eintopf aus Sauerkraut, Pilzen, Fleisch und Trockenobst. Natürlich dürfen auch Pierogi nicht fehlen. Die beliebten Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen wie Sauerkraut und Pilze, Fleisch oder klassisch à la ruskie mit Kartoffeln und Quark kommen wahlweise gesotten oder angebraten auf den Tisch. Dazu gibt es je nach Geschmack Röstzwiebeln, Speck oder Schmand. Außerdem steht natürlich Barszcz auf der Karte, hierzulande besser bekannt als Borschtsch. Die traditionsreiche Rote-Bete-Suppe wird unter anderem mit Uszka serviert. Das sind mit Pilzen gefüllte Teigtaschen, die wegen ihrer Form als Uszka, zu Deutsch „Öhrchen“, bezeichnet werden. Traditionell ist Borschtsch mit Öhrchen ein Weihnachtsgericht. In Aneta’s Bistro gibt es sie jedoch jeden Tag und zwar à la Minute zubereitet. „Wir sagen dann den Gästen, dass es kurz dauert, weil wir die Uszka immer frisch herstellen“, sagt die Tochter der Inhaberin, Nikola Chmura. Um die Wartezeit zu verkürzen gibt es stets einen Gruß aus der Küche: selbstgemachten Schweineschmalz oder Veggi-Schmalz aus Weißen Bohnen nach Art des Hauses mit frischgebackenem Brot.

Zu der festen Karte kommt ein von Dienstag bis Freitag täglich wechselndes Mittagsmenü inklusive Suppe, Hauptspeise und hausgemachtem Kompot (das Frucht-Getränk, nicht die Süßspeise mit Doppel-T!). Damit nicht genug. „Die polnische Küche bietet einfach zu viel Gutes“, betont Chmura, „wir können nicht alles auf die Karte schreiben. Aber wir wollen auch Abwechslung bieten.“ Deshalb gibt es obendrein alle zwei Wochen eine andere Wochenendkarte. Das alles gibt es nicht nur für polnische Gäste, die hier ein Stück Heimat genießen können. „Wir wollen nicht-polnischen Gästen die Vielfalt echter polnischer Küche näherbringen.“ Dabei legen Aneta Bielecka und ihre Küchenhelferin großen Wert auf echtes Küchenhandwerk. Deshalb gäbe es hier auch nichts aus der Tüte. Alles sei nach bewährten Familienrezepten zubereitet. „Das soll schmecken wie bei Oma“, betont Nikola Chmura, „denn bei Oma schmeckt es nun mal am besten.“ Wie praktisch, dass Oma Janina auch mit 83 Jahren noch mithilft. Sie lebt zwar in Polen, schickt aber regelmäßig selbst gemachte Konfitüre und „Nutella“ aus Pflaumenmus und Kakao an das Bistro. Einzig der Kuchen kommt von außerhaus, nämlich von der polnischen Konditorei Saumon.

Für Eltern interessant: Die kleinen Gäste haben ihr eigenes kleines Reich mit kleinem Tisch und Stühlen, einer Tafel zum Malen und Bilderbüchern.

Bistro Aneta, Dornbusch, Eschersheimer Landstr. 275, Di-So 12-20 Uhr, Tel. 95642941
 
6. März 2020, 11.00 Uhr
srs
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Auf und Zu
 
 
 
Ältere Beiträge