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Foto: (v.l.) Eunchoung Kim und Hanna Hong © liv
Foto: (v.l.) Eunchoung Kim und Hanna Hong © liv

Die Neueröffnung der Woche

Koreanisches Streetfood in der Altstadt

Große Fensterfront, knallgelbes Interieur und koreanisches Streetfood: Im Kornmarkt zwischen Hauptwache und Paulskirche hat MoMo Roll eröffnet. Nach dem Stammladen in Eschborn ist es die zweite Dependance des gemeinsamen Gastrokonzepts von Hanna Hong und Eunchoung Kim.
Zwischen Beton, Metall, Glas und viel Grau fällt in der Frankfurter Innenstadt jeder Farbtupfer auf. In der vergangenen Woche ist mit dem koreanischen Imbiss MoMo Roll im Kornmarkt zwischen Hauptwache und Paulskirche ein weiterer hinzugekommen. Hinter dem Eckladen mit knallgelben Wänden bis unter die Decke, einer genauso gelben Theke und großen Fensterfronten, durch die das Gelb im Laden schon von Weitem zu erkennen ist, stecken die beiden Freundinnen Hanna Hong und Eunchoung Kim. Der neue Laden in der Frankfurter Altstadt ist die zweite Dependance von MoMo Roll. Das Stammhaus in Eschborn eröffneten die beiden bereits Anfang des Jahres.

Der Weg zu MoMo Roll

Hongs Verbindung zur Gastronomie sei über ihre Eltern zu Stande gekommen, die viele Jahre in Groß-Gerau und später in Eschborn ein koreanisches Restaurant betrieben haben. Sonst habe sowohl sie selbst als auch Kim wenig Berührungspunkte mit der Gastronomie gehabt. Beide studierten BWL und Digitale Medien. „Vor zehn Jahren nach meinem Studium hat mein Vater mich dann gefragt, ob ich nicht Lust hätte das Restaurant in Eschborn zu übernehmen“, erzählt Hong. Zunächst habe Hong die Idee gehabt dort ein Café zu betreiben, doch dafür sei die Fläche zu groß gewesen. Schließlich blieb sie beim koreanischen Restaurant jedoch mit neuem Namen.

Auch das Restaurant in Eschborn trägt den Namen MoMo. Hier sei Hong von dem gleichnamigen Buch von Michael Ende inspiriert worden. „Momo ist eine Geschichte, die ich als kleines Kind sehr gemocht habe. Deshalb habe ich den Namen Momo genommen und deshalb ist unser Logo dieser Wuschelkopf“, erklärt sie. Anfang des Jahres ist dann die erste MoMo-Roll-Dependance in Eschborn wenige hundert Meter vom Restaurant MoMo eröffnet worden. Das „Roll“ im Namen steht dabei für koreanische Kimbap-Rollen. Das koreanische Imbiss-Gericht ist das Herzstück von MoMo Roll.



Koreanisches Street Food zwischen Hauptwache und Paulskirche © liv

Kimbap, Omuk und Croffles

„In Korea gibt es sehr viele Kimbap-Läden“, erklärt Hong, von der Häufigkeit her vergleichbar mit Bäckereien in Deutschland. In den kleinen Läden in Korea werden die Rollen sowohl zum Mitnehmen als auch zum schnellen Essen vor Ort verkauft. Doch obwohl Kimbap auf den ersten Blick aussieht wie großes Sushi, erinnert geschmacklich wenig an den japanischen Klassiker. „Der Reis wird mit Sesamöl und Salz gewürzt und das Innere kann man nach Belieben füllen“, erklärt Hong. Anders als Bibimbap, eine Bowl mit Reis, Gemüse, Fleisch und einem Spiegelei in der Mitte, sei Kimbap in Deutschland noch relativ unbekannt. „Unser Traum ist, dass Kimbap künftig allen ein Begriff ist“, sagt Hong. „Und irgendwann vielleicht auch so bekannt ist, wie Sushi oder Bibimbap.“

Bei MoMo Roll gibt es Kimbap unter anderem mit Rindfleisch in Sojamarinade, mit Thunfisch, Avocado oder scharf mit Omuk, einem weiteren Street-Food-Klassiker aus Korea. Omuk ist eine Art Pfannenkuchen, in dessen Teig Fisch enthalten ist. Aufgespießt wird Omuk klassisch mit heißer Brühe an kleinen Essenswagen am Straßenrand verkauft, erklärt Hong. Genau wie Ddeokbokki, Reiskuchen in scharfer Soße. Dazu gibt es hausgemachte Limonaden, Bubble Tea und Süßes, zum Beispiel Croffles, Waffeln aus Croissantteig, oder Patbingsu, ein koreanisches Dessert mit süßer Bohnenpaste, Eisspänen und Früchten.

MoMo Roll, Altstadt, Kornmarkt 5, Mo-Sa 11-18 Uhr, So Ruhetag
 
9. Dezember 2022, 10.15 Uhr
Lisa Veitenhansl
 
 
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