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Foto: © Redaktion
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Der Restauranttest der Woche

Café Amalia

Im November hat auf dem Sandweg das Café Amalia eröffnet. In ihrem ersten eigenen Café haben sich die Schwestern Seuda Zerouali und Duygu Keles auf ein ganztägiges Frühstücksangebot mit kulinarischen Einflüssen aus der türkischen Küche spezialisiert.
Das Frühstück ist bekanntlich die wichtigste Mahlzeit des Tages – und zwar egal zu welcher Uhrzeit. Das wissen auch Seuda Zerouali und Duygu Keles, die im November das Café Amalia eröffnet haben. Unter dem Motto „Ein gutes Frühstück ist das Fundament allen Glücks“ servieren die beiden Schwestern in dem modern wie schlicht und dennoch gemütlich eingerichteten Gastraum All-Day-Breakfast mit deutlichen kulinarischen Einflüssen aus der türkischen Küche. Die Auswahl ist klein, aber vielversprechend: Neben frischen Simit (Sesamkringel), hausgemachtem Börek, allerlei Kuchen, Gebäck und frischen Croissants in der Glasvitrine auf der steinernen Theke bietet die Speisekarte drei Frühstückskombinationen, eine Sucuk-Pfanne, diverse Rühreivariationen und Muhlama, eine Art türkisches Käsefondue. Weil uns an diesem verregneten Dezembertag draußen die feuchte Kälte in die Knochen kriecht, starten wir mit einem türkischen Frühstücksklassiker, einer heißen, deftig gewürzten roten Linsensuppe. Genau das Richtige, auch ohne mieses Wetter. Zum herrlich käsigen Muhlama bestellen wir aus purer Neugier das vegane Frühstück und werden nicht enttäuscht. Der Tisch füllt sich mit saftig-fleischigen, grünen sowie großen dunklen Oliven, erfrischend abgeschmecktem Humus mit kräftiger Sesamnote, liebevoll arrangierten und leicht marinierten Tomaten- und Gurkenscheiben sowie einem Korb mit warmem selbstgebackenem Fladenbrot. Doch das Beste kommt noch: ein heißes Pfännchen mit einer rein pflanzlichen Version von Menemem, einer würzigen Sauce von Tomaten, grüner Paprika und Zwiebeln. Ein weiteres Schälchen mit fruchtig-herzhaftem gegrilltem Gemüse setzt dem Ganzen die verdiente Krone auf. Vielleicht nicht ganz passend zur kalten Jahreszeit, aber äußerst erfrischend sind die hausgemachten Limonaden mit Apfel und Gurke, Birne und Ingwer oder Gurke und Basilikum. Letztere wird statt mit Basilikum mit einem Stängel Petersilie angerichtet, was tatsächlich besser zur angenehm süßen Limo passt, die folgerichtig wenig nach Basilikum, dafür umso mehr nach Petersilie schmeckt. Türkischer Mokka steht nicht auf der Karte, dafür gibt es Wacker-Kaffee – da kann man nichts falsch machen.

Café Amalia, Ostend, Sandweg 22,Tel. 06994984861, Di-Sa 8.00-17, So 8-17 Uhr, Mo Ruhetag
 
13. Dezember 2021, 09.18 Uhr
Sebastian Schellhaas
 
 
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