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Foto: Mi Perú
Foto: Mi Perú

Meerschweinchen stehen unter Tierschutz

Peruanisch essen in Bockenheim

In Bockenheim sorgt neuerdings ein peruanisches Restaurant für mehr kulinarische Vielfalt: Das Mi Perú hat vor kurzem auf der Homburger Straße seine Türen geöffnet.
Bereits seit 2012 veranstaltet der Familienbetrieb Bueno einmal im Monat ein großes peruanisches Essen. Es wurde über einen Verein in der Rödelheimer Straße organisiert, den es nun, möglicherweise aufgrund von sinkenden Mitgliederzahlen, nicht mehr gibt. „Schon bei unseren einmonatigen Essen haben sich immer viele Leute – Peruaner und auch Deutsche – eingefunden, um die Küche, die ja kaum in der deutschen Gastronomie vertreten ist, zu genießen“, erzählt Erica Bueno Cano begeistert. Somit war die Basis für die Eröffnung eines Restaurants schon geschaffen, denn die Klientel war da.

Inhaberin des Mi Perú, Marivel Bueno Palomino, ist leidenschaftliche Köchin. Nach der Schließung des Vereins schloss sie sich mit ihrer Schwägerin Erica Bueno Cano zusammen, um die Anhänger der lateinamerikanischen Küche weiterhin mit Schmankerln aus der Heimat zu versorgen. In Bockenheim fanden sie die passenden Räume für ihr Vorhaben.

Auf die Frage, ob im Mi Perú auch Meerschweinchen auf dem Speiseplan steht, muss Bueno Cano schmunzeln: „Nein, so etwas wird bei uns definitiv nicht angeboten. Meerschweinchen stehen in Deutschland unter Tierschutz“, erklärt die Gastronomin. Alle peruanischen Produkte, die im Restaurant verarbeitet werden, sind aus Spanien importiert. Gäste können sich im Mi Perú beispielsweise auf Ceviche (9 €) – Fisch, mariniert in Limettensaft – freuen. Außerdem wird Causa (6 €), Kartoffelpüree in kuchenähnlicher Form, mit Hähnchen angeboten.

Ein authentisch-peruanisches Getränk ist Chicha Morada (2,50 €), das aus einem Maiskolben-Sud, Zucker, Zitronensaft, Apfelstückchen und Ananas besteht und durch seine rot-schwarze Farbe hervorsticht. Ein weiteres typisches Gericht ist Maiskolben (6 €), der sich geschmacklich von dem hier bekannten Maiskolben unterscheidet: Er ist nicht so süß und wird mit Käse und einer scharfen Créme serviert, die aus Huacatay-Blättern besteht. Diese Pflanze hat die Familie sogar selbst angebaut, indem sie sich die entsprechenden Samen aus Übersee haben einfliegen lassen.

Alle, die gelangweilt sind von asiatischen, italienischen oder deutschen Restaurants, können einen kleinen Ausflug nach Bockenheim machen und sich an das peruanische Essen heranwagen.

Mi Perú, Bockenheim, Homburger Straße 28, Tel. 01573/2128544, Mi–Do 18–22, Fr 18–23, Sa 15–23, So 13–20 Uhr
 
12. Mai 2015, 10.33 Uhr
Katrin Börsch
 
 
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