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Foto: © Dirk Ostermeier
Foto: © Dirk Ostermeier

Aus im Nordend

Das Trares schließt

Nach einem Jahr Betrieb und Top-Platzierungen in FRANKFURT GEHT AUS! schließt Betreiber Thierry Felden das Trares zum 23. Juli. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und des Ukraine-Krieges seien für das Fine-Dining-Restaurant im Nordend nicht mehr tragbar.
Die vergangenen beiden Jahre waren für die Gastronomiebranche eine Zerreißprobe. Erst schlug die Corona-Pandemie mit voller Wucht zu, woraufhin viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Branche verließen. Als dann Aufatmen angesagt war, trafen die wirtschaftlichen Folgenden des Ukraine-Krieges die Betriebe. Für das Trares im Frankfurter Nordend sei diese Situation nicht mehr länger tragbar, erklärt Inhaber Thierry Felden zu der Entscheidung, sein Restaurant zum 23. Juli zu schließen.

„Alles ist teurer geworden“, erklärt Felden. Hinzu komme, dass der Juni und die erste Hälfte des Juli umsatzschwach gewesen seien. „Das war für uns wie im Februar und das ist in Frankfurt ein sehr schlechter Monat“, betont der erfahrene Gastronom. Bevor Felden vor rund einem Jahr das ehemalige Restaurant von Koch Christopher Crell übernahm, hatte er bereits einige namenhafte Stationen hinter sich – angefangen bei Erno’s Bistro über die Zusammenarbeit mit Mario Lohninger und die damals mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Villa Merton bis zur Frankfurter Botschaft im Westhafen, Feldens letzter Station vor dem Trares.

Den Wechsel vom Westhaften ins Nordend trat Felden jedoch nicht alleine an. Der damaligen Küchenchef der Frankfurter Botschaft, René Postel, begleitete Felden ins Trares – und das mit einschlägigem Erfolg, wie Bestplatzierungen im vergangenen und aktuellen FRANKFURT GEHT AUS! sowie jüngst zwei weiße Hauben im Gault&Millau belegen. „Das Trares war genau mein Ding, auch von der Art wie René gekocht hat“, so Felden. Konkret bedeutet das: produktorientierte Küche auf hohem Niveau – sowohl à la carte als auch in Menüs – und eine von Felden zusammengestellte Weinbegleitung. „Ich glaube wir haben gezeigt, dass man auch unter dem Sterneniveau sehr gut kochen kann“, betont Felden und ergänzt: „Es war eine super Zeit. Wir haben viel gearbeitet, keine Frage, aber ich hatte ein tolles Team.“

Apropos Team, Postel wird der Frankfurter Gastroszene erhalten bleiben und ab dem 1. August im Restaurant Franziska in der Küche stehen. Auch Felden hat nicht vor die Stadt zu verlassen. Wo genau es für ihn weitergeht, lässt Felden allerdings ebenso offen, wie er noch nicht verrät, wer die Räumlichkeiten des Trares künftig bespielen wird. Wir bleiben dran.

Trares, Nordend, Luisenstraße 7, Tel. 069/94943878, Di-Do 18-23, Fr/Sa 18-23.30 Uhr, So/Mo Ruhetage
 
15. Juli 2022, 11.18 Uhr
Lisa Veitenhansl
 
 
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