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Brunch, vegan!
Foto: Verlag Unimedica
Foto: Verlag Unimedica
Laut dem Vegetarierbund ernähren sich hierzulande immer mehr Menschen vegan. Damit diese auch Sonntagmittag was Leckeres essen können, hat Michaela Marmulla ihr Kochbuch „Brunch, vegan!“ veröffentlicht.

Seit 2013 teilt die PR-Managerin Michaela Marmula ihre veganen Rezepte mit der Welt, zuerst nur auf ihrer Facebookseite „Veganilicous“, später auch auf der gleichnamigen Homepage. In ihrem ersten Kochbuch widmet sie sich nun einer vermeintlichen Problemzone veganer Ernährung: Brunch ganz ohne Rührei und Speck, Milchkaffee und Räucherlachs.



Doch es gibt auch für den Sonntagmorgen tolle Alternativen, ganz ohne tierische Produkte. Über 75 Rezepte sind auf den 130 Seiten versammelt. Vorangestellt ist ein kurzer Überblick über die wichtigsten Zutaten zum veganen Kochen. Eine Doppelseite stellt außerdem kurz die nützlichsten Küchenhelfer von Rührbesen bis Spritzbeutel vor. „Mir geht es vor allem darum, möglichst unkomplizierte Gerichte mit natürlichen Zutaten zu kreieren, ohne den ganzen Tag in der Küche zu stehen“, erklärt Marmulla einleitend. Damit ist dieses Kochbuch gerade auch für Menschen mit weniger Küchenerfahrung geeignet, die es mal so ganz ohne Tier probieren möchten.



Dabei macht Marmula auch keinen Halt vor vermeintlichen Heiligtümern der Fleischfresser und präsentiert mit einem veganen Zwiebelmett auf Basis von Reiswaffeln eine überzeugende Alternative, für die kein Schwein sterben musste. Die rote Farbe kommt ganz unblutig von Tomatenmark und für die richtige Konsistenz sorgt Kokosöl. Die veganen Imitate von Fleisch, Milch und Ei-haltigen Gerichten bilden einen klaren Schwerpunkt des kleinen Büchleins. Da gibt es Rührei ohne Ei, Milchshakes ohne Milch und Chili ohne Carne.



Dabei eignen sich die Speisen aus „Brunch, vegan!“ nicht nur für ein verspätetes Frühstück. Der Linsen-Walnuss-Braten oder der deftige Erbseneintopf würden jederzeit auch als Hauptgericht eine gute Figur machen. Besonders verführerisch sehen die Cupcakes aus dem Kapitel „Süß und Lecker“ aus. Ein bisschen Fantasie müssen die veganen Bruncher beim Blättern aber mitbringen, denn die meisten Rezepte kommen ohne Abbildungen aus. Das ist überraschend, weil Marmula im Internet doch eigentlich zu jedem Rezept ein hübsches Bild liefert.



Zum Kochen ist das erstmal nebensächlich, für den Appetit hätten ein paar Bilder mehr aber nicht geschadet. Auch, weil vegane Produkte ohne Ei, Butter, Milch und Co öfter mal ein kleines Konsistenzproblem haben und gerade Vegan-Neulinge oft nicht sicher sind, ob das, was da aus dem Backofen kommt, tatsächlich so aussehen sollte, wie es jetzt aussieht. Die meisten Veganer sind ja doch mit der Optik tierischer Produkte aufgewachsen  – und die, die es nicht sind, brauchen dieses Buch vermutlich gar nicht.



Das Buch „Brunch, vegan!“ von Michaela Marmulla ist im Verlag Unimedica erschienen und für 19,80 Euro im Buchhandel erhältlich.

18. April 2016
jps
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