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Gin war gestern
 

Neues aus der Szene

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Deichter Korn aus Dieburg

Foto: Deicht
Foto: Deicht
Korn hat hierzulande einen eher schlechten Ruf, dabei steckt hinter der Spirituose eine langjährige Tradition. Die Gründer von Deicht wollen diese wieder in den Vordergrund rücken.
Die Flasche ist dunkelbraun und erinnert an eine alte Apothekerflasche. Der Korken ist handgestempelt, darauf lediglich der Markenname: Deicht. Ein Design, so schlicht und klar wie sein Inhalt. Denn hinter deicht verbirgt sich Korn. Das mag bei vielen erstmal ein Naserümpfen hervorrufen, denn der Ruf des Brandes ist nicht der Beste. Dabei hat er eine langjährige Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert reicht. Genau diese wollen Benjamin Schultheis und Christopher Beiersdorf wieder aufleben lassen. Die beiden gebürtigen Dieburger haben ihre Jobs aufgegeben und sich seitdem dem Korn gewidmet. Vergangenen September haben sie dann die erste Flasche verkauft. Doch es war ein langer Weg bis dahin, verrät Beiersdorf. „Wir mussten uns viel erarbeiten, ausprobieren und auch Rückschläge einstecken. Die ersten beiden Chargen sind gründlich schiefgegangen.“ Die beiden Hessen, die zuvor in der Unternehmensberatung und im Innovationsmanagement tätig waren, hatten mit Schnapsbrennerei erstmal wenig zu tun. Wie es also dazu kam? Eher zufällig. Sie seien leidenschaftliche Genießer von Delikatessen, die auch gerne mal zusammen was trinken. Bei dem Hype um Gin blieben viele Möglichkeiten unentdeckt.

Wie viele wussten auch sie nicht, dass nicht nur Bier, sondern auch Kornbrand einem Reinheitsgebot unterliegt. Namensgebendes Korn, Hefe und Wasser – mehr dürfe man nicht verwenden. Um den Geschmack noch zu intensivieren, haben sich die Beiden auf Emmerkorn statt dem klassischen Weizen geeinigt. Das Urkorn sei zum einen robuster, gebe dem Ganzen aber auch mehr Geschmack und eine nussigere Note. Das Getreide beziehen sie aus der Region, gebrannt und destilliert wird dann im Münsterland. „Wir wollen zurück zur ursprünglichen Idee von Craft, dem Handgemachten. Deshalb machen wir möglichst viel selbst. Von der Idee bis zur fertigen Flasche, alles trägt unsere Handschrift“, erzählt Schultheis.

Inzwischen sind Schultheis und Beiersdorf Experten auf ihrem Gebiet und haben Freude dabei, auch andere davon zu überzeugen, was Korn kann und wo er eigentlich herkommt. Neben Design und Qualität setzen sie auf Leichtigkeit. Die verstecke sich auch im Namen: denn das Kunstwort Deicht bedeute so viel wie „deine Leichtigkeit“. „Es geht uns ums gemeinsame Genießen und Spaß haben“, erklärt Beiersdorf. Vielleicht schafft es Korn mit dieser Portion Deichtigkeit aus seiner verstaubten Ecke hervorzukommen. Für alle, die neugierig geworden sind, lohnt ein Besuch auf dem Marché de Nuit am Samstag, den 9. Februar. Dort wird das Trio anzutreffen sein.
7. Februar 2019
sie
 
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