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Frankfurt gründet dritten Ernährungsrat Deutschlands

Foto: Ernährungsrat Frankfurt
Foto: Ernährungsrat Frankfurt
Am letzten Mittwoch, den 30.08, haben engagierte Bürger der Stadt Frankfurt im Lichthof der IHK den Frankfurter Ernährungsrat gegründet. Die Idee dahinter: Ein regionales, nachhaltiges, klimaschonendes und faires System zur Versorgung der städtischen Bevölkerung zu entwickeln.
„Ernährungsräte gibt es eigentlich schon recht lang. Die ersten wurden Anfang der 90er Jahre in Kanada, Brasilien und England gegründet“, erklärt Ratsgründerin und stellvertretende Conviviums-Leiterin von Slow Food, Bärbel Preatorius, „Und als Rosemarie Heilig 2015 im Rahmen der Expo in Milan zum Thema „Welternährung“ den „Milan Urban Policy Pact unterschrieben hat, war das auch ein Anlass dieses Projekt bei uns in Angriff zu nehmen.“ Der Pact wurde am 15. Oktober von 50 Vertretern europäischer Städte unterzeichnet und soll ein Bekenntnis zu einer nachhaltigen kommunalen Ernährungspolitik sein.

„Die Idee, einen Ernährungsrat für Frankfurt zu gründen, gibt es schon länger unter den vielen Akteuren hier in der Stadt“, so Joerg Weber, Mitbegründer und Geschäftsführer des Vereins Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V., der die Aufgaben einer Geschäftsstelle des Ernährungsrats wahrnimmt. „Mit dem Rat haben wir es zunächst einmal geschafft, alle diese Menschen mit unterschiedlichen Projekten, aber einem gemeinsamen Ziel, zu bündeln und zu vernetzen. Wir wollen es allen Interessierten ermöglichen, sich aktiv im Ernährungsrat zu engagieren, egal, ob Verein, Institution, Privatperson, Firma oder ähnliches. Deshalb haben wir den Ernährungsrat bewusst offen gehalten“, erläuterte Weber die Struktur des Ernährungsrates. Der Rat wird vom Verein „Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.“ getragen. Weber gehört mit anderen Vertreter/innen von Slow Food Frankfurt, Echt Hessisch!, Solawi Frankfurt, Transition Town Frankfurt und dem Social Impact Lab zu den Initiatoren der Gründung. Auch die Stadt begrüßt die Bildung des Frankfurter Ernährungsrats, der unter der Schirmherrschaft von Stadträtin und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig steht. Im besten Falle bleibt es aber nicht nur bei der Schirmherrschaft, hoffen die Gründer, und sprechen damit auch das Thema finanzielle Unterstützung an. Die Stadt Köln fördert zum Beispiel das Projekt in der rheinischen Metropole seit kurzem mit 50.000 Euro pro Jahr. Dafür musste der Rat aber erst einmal knapp eineinhalb Jahre zeigen, was er bewirken kann.

Was aber möchte der Ernährungsrat in Frankfurt erreichen? Er möchte Strukturen schaffen, damit die Erzeugung und der Verbrauch von Lebensmitteln wieder regionaler werden und eine Wende, hin zu einem nachhaltigen, klimaschonenden und fairen Ernährungssystem. Außerdem fordert er eine kommunale Politik für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem. Hierzu haben sich die vielen engagierten Akteure in Frankfurt und Umgebung zusammengefunden – und auch, um die Stadt Frankfurt auf ihrem Weg zur Umsetzung des Urban Food Policy Pacts zu unterstützen.
„Jeder kann mitmachen“, forderte Praetorius alle Frankfurterinnen und Frankfurter auf, sich im Ernährungsrat zu engagieren. Sie sei überzeugt davon, dass sich das Bewusstsein der Menschen in Bezug auf eine gesunde und nachhaltige Ernährung bereits im Wandel befindet – auch, oder gerade in den Städten. Ein Beweis sei zum Beispiel die zunehmende Anzahl von Solawi’s (Betriebe der Solidarischen Landwirtschaft) in Frankfurt. „Die Menschen möchten einfach wissen, woher das Essen auf ihren Tellern stammt“, so Praetorius. „Und wenn man gleichzeitig die regionale Wirtschaft unterstützt und dabei noch Umwelt und Klima schont, umso besser“.
Nichtsdestotrotz gibt es noch viel zu tun: „Bis wir alle Frankfurter Schülerinnen und Schüler zum Beispiel fair und regional ernähren können, gibt es viele dicke Bretter zu bohren“, bemerkt Praetorius. „Das Thema auf die Agenda von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Konsumenten und letztlich auch der Politik zu setzen – dies ist eines der ersten unserer Ziele“, so Weber abschließend.
4. September 2017
kat
 
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