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Gewürz-Guru Patrick Eisermann
 

Top-Themen Genusswoche

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Der dahin reist, wo der Pfeffer wächst

Foto: Roots Natural
Foto: Roots Natural
Patrick Eisermann ist ein besonderer Globetrotter: Statt nach Traumstränden sucht er auf seinen Weltreisen nach den besten Gewürzen. Am 22. März präsentiert er diese gemeinsam mit Sternekoch Jens Rittmeyer in Frankfurt.
Auf Sansibar schmeckte er ihn zum ersten Mal, den echten Geschmack von Pfeffer. „Ein Geschenk der Natur“, nennt Patrick Eisermann den Pfeffer aus Sansibar. „Der Pfeffer kommt dort natürlich in einem intakten Ökosystem vor. Die Stauden müssen nicht besonders gespritzt werden, der wächst da einfach so“, schwärmt Rittmeyer. Und diese Qualität könne man schmecken. Naturbelassene Gewürze und deren besondere Aromen sind Eisermanns großes Thema. Dafür wandert er bis in die entlegensten Dörfer Nepals. Mit seinem Unternehmen Roots Natural importiert er diese besonderen Gewürze nach Deutschland.

Dabei war er ursprünglich in einer ganz anderen Branche unterwegs. Nach dem Bachelor in Betriebswirtschaftslehre und dem Master in Wirtschaftslogistik ist Eisermann in die Unternehmensberatung gegangen. Dort hat er sechs Jahre lang DAX-Konzerne beraten. „Dort hatte ich viel Verantwortung, viel Belastung und war viel unterwegs“, sagt Eisermann. Das nutze ihm auch heute. Weil er sich schon immer sehr für das Thema Nachhaltigkeit interessierte, habe er sich schließlich gegen eine Karriere in der Beratung entschieden.





Seine erste Gewürz-Reise führte ihn nach Ägypten. Rosmarin, Kreuzkümmel, Paprika werden in dem Land verarbeitet. „Viel davon kam vor dem Krieg aus Syrien.“ Das bürgerkriegszerstörte Land habe eigentlich ein gewaltiges Potential für Gewürze. Seine Reisen führten ihn weiter in den Iran, nach Sansibar und Nepal. Sechs Tage sei er in Nepal zu Fuß gewandert, bis er das Dorf für seinen Pfeffer erreicht hat. „Das hat mir auch nochmal geholfen, die gesellschaftliche Dimension dieser Gewürze zu verstehen.“ Der Grapefruit- und Himalaya-Pfeffer, den er importiert, stamme aus Wildsammlungen. „Da gehen dann Dorfgemeinschaften gemeinsam in den Wald, um den zu suchen.“

„Wir bezahlen unseren Produzenten mehr als gewöhnlich“, betont Eisermann. „Nachhaltigkeit darf seinen Preis haben. Die Arbeit für Anbau, Pflege, Ernte und Sortierung von naturbelassenen Gewürzen verdient eine faire Bezahlung.“ Wer wissen will, was ein Profi mit diesen Gewürzen machen kann, für den hat Eisermann ein ganz besonderes Dinner konzipiert. Am 22. März lädt er zu sich in Bergen-Enkheim ein. Dort wird Sternekoch Jens Rittmeyer (N°4, Buxtehude) ein Sechs-Gänge-Menü präsentieren, dass sich ganz um die Gewürze von Eisermann dreht. Wer Lust auf gebeizte Gelbschwanzmakrele mit Ceylon-Zimt und Limette oder Kerbelwurzel mit Topinambur und Zitronenpfeffer hat, sollte sich schnell unter contact@roots-natural.com melden. Der Preis für den exklusiven Abend, inklusive einer Getränke-Begleitung (Weine oder Alkoholfrei), beträgt 150 Euro. Kennengelernt haben Rittmeyer und Eisermann sich übrigens über Sansibar und Pfeffer.

6-Gänge-Gewürz-Menü mit Sternekoch Jens Rittmeyer, 22. März, 17.30 Uhr, Bergen-Enkheim, Vilbeler Landstraße 71



 
9. März 2020, 14.15 Uhr
Jan Paul Stich
 
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