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No-Shows versenken Restaurant-Schiff
 

Neues aus der Szene

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Backschaft setzt auf Events und Hans Romanov

Foto: Backschaft
Foto: Backschaft
Trotz langer Wartelisten muss die Backschaft den regulären Restaurantbetrieb beenden. Problem: Viele Gäste hatten reserviert, kamen aber nicht. Deshalb gibt es jetzt den Neustart mit Partys, Events und Barbetrieb.
Das Restaurantschiff Backschaft war 2016 die Neueröffnung des Jahres, im letzten FRANKFURT GEHT AUS die Nummer Eins der Eat & Meet Hot Spots und das zweitbeliebteste Restaurant Deutschlands beim Online-Reservierungsdienst Open Table – trotzdem musste die Mannschaft jetzt die Reißleine ziehen. „Der Restaurantbetrieb hat sich leider nicht gerechnet“, sagt Inhaber Gunnar Ohlenschläger. „Damit sich ein solches Projekt tragen kann, braucht es eine Auslastung von mindestens 100 Prozent.“ Theoretisch gab es diese auch. Das Restaurant war oft Wochen im Vorhinein ausgebucht. „Trotzdem hatten wir Abende, da war für 50 Menschen reserviert, aber es kamen gerade mal 28.“ Das kostet, und zwar gleich an mehreren Stellen. Immerhin musste Ohlenschläger für die Gäste, die am Ende gar nicht kamen, andere Gäste abweisen, die vielleicht gekommen wären. Außerdem legt er Wert auf Frische. „Wir können die Waren, die wir für einen vollen Samstag gekauft haben, nicht einfach am nächsten Dienstag auftischen.“

Besonders bitter sei der erste Valentinstag gelaufen. „Damals hatten wir ein eigenes Valentinstag-Menü, das man über Open Table reservieren konnte. Am Ende sind acht Tische leer geblieben.“ Im Jahr darauf wurden dann Tickets für den Valentinstag verkauft, die Gäste mussten ihr Essen im vorher bezahlen. „Da waren dann alle da.“ Laut Ohlenschläger sei die Möglichkeit, Online in Restaurants Tische zu reservieren Fluch und Segen zugleich. „Ohne diese Software hätten wir das auch nicht gemanaget bekommen, die ist schon sehr gut.“ Doch der Anteil an Reservierungen, die hinterher nicht auftauchen, sei bei den online geklickten Gästen deutlich höher, als bei den Gästen, die anrufen oder per Mail anfragen.

Um den Restaurantbetrieb trotzdem aufrecht zu halten, hätte Ohlenschläger die Preise um 10 bis 15 Euro pro Gast anheben müssen. „Das wäre keine Lösung gewesen. Die Leute fanden uns jetzt schon recht teuer für Offenbach.“ Deshalb geht es nun ohne Restaurant weiter.

Weiter mit neuem Konzept

Trotzdem schließt die Backschaft nicht komplett. Stattdessen hat Kapitän Ohlenschläger mit Hans Romanov einen Party-Experten an Bord geholt. Der wird ab 1. April von Freitag bis Sonntag mit dem bisherigen Barchef den Bar-Betrieb und regelmäßige Partys veranstalten. Am 17. März geht es los mit der Künstler-Fete „Station Rose.“ Gastronomische Angebote wird es nur noch im Rahmen bestimmter Feiern geben, wie dem Dinner Cruise oder Chefs Table BBQ.

Die Backschaft ist mit dem No-Show Problem nicht alleine. Landauf landab kämpfen Restaurants mit Gästen, die reservieren, aber nicht erscheinen. Deshalb prüfen immer mehr Gastronomien neue Konzepte. Manche Restaurants verlangen bereits Gebühren für nicht genutzte Reservierungen. Wer zum Beispiel im edlen Opéra am Opernplatz brunchen will, muss vorher verbindlich seine Kreditkartendaten geben.

Backschaft, Offenbach, Mainufer
 
5. März 2019
jps
 
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Leser-Kommentare

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Michael Risse am 6.3.2019, 15:06 Uhr:
Reservieren,und nicht kommen ! Sauerei par excellence. Wobei da das das Wort excellence gar nix zu suchen hat.
Entschuldigung dafür ! Ich habe das schon von vielen Gastronomen gehört,und da kann es nur eine Antwort geben:Kreditkartennummer angeben müssen,und dann auf Laune basierendem Nichterscheinen,50 €uronen pro gemeldetem Gast als Schadensersatz gleich abbuchen.20 Minuten später !! Ich habe schon gehört,das Firmenbosse durch ihr Sekretariat bis zu 4 Restaurants für Kundenbewirtung für einen Abend buchen lassen,um dann in Grossmannsmanier den Larry zu machen,und die Gäste entscheiden zu lassen,wo dann hingegangen wird.Diese Wichtigtuer,als ob denen die Betriebe gehören würden.
Die anderen drei Restaurants bekommen noch nicht mal eine Absage. Es können übrigens auch neidische Kollegen sein,die einen Konkurrenten mit No-Show Reservierungen ruinieren wollen. Das MUSS JETZT EIN ENDE HABEN !!!
 
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