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Angst um die Grüne Soße
 

Neues aus der Szene

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Zweibeinige Störenfriede zertrampeln Kräuter

Foto: Will Bolding/Unsplash
Foto: Will Bolding/Unsplash
Nilgänse sind in Deutschland noch nicht sehr lange beheimatet. Sie bereiten den Oberrräder Grüne-Soße-Gärtnern aktuell immense wirtschaftliche Schäden. Feldschützer sind gefordert.
Wie der Name schon verrät, stammen Nilgänse ursprünglich vom Nil in Afrika. In den Ballungsräumen in und um Frankfurt kommen sie nicht gut an. Sie bevölkern Felder und hinterlassen auf Wegen ihren Kot. Ganz zum Ärger der Kräutergärtner. „Wenn wir mit dem Rasenmäher über die Wiese fahren, ist der oft voll mit Kot“, sagt Kai Abicht, Wirt von „Grüne Soße und Mehr“ in Oberrad. Besonders drastisch zeige sich dieses Phänomen bei der „Grünen Scheune“, unweit der Gerbermühle und dem Fußballfeld von FC Fortuna Sachsenhausen. Die Nähe zum Main ist für die Gänse ein besonders charmanter Ort.

Das hessische Traditionsgericht aus den sieben Kräutern steht unter akuter Versorgungsnot. „Die Gärtner produzieren Felder nur für die Tiere“, sagt Abicht. Damit meint er, dass ganze Felder von den Nilgänsen gefressen werden. Er verkauft mit seinen beiden Mitinhabern Thomas und Jörg seit vier Jahren Grüne Soße. Sie arbeiten eng mit Gärtnern aus der Umgebung zusammen. Gegen die Invasion der Gänse sind sie alle machtlos. Gärtnermeister Rainer Schecker baut die sieben Kräuter in Oberrad für die berühmte Grüne Soße an und klagt ebenfalls über zertrampelte Felder durch die Nilgänse. Neben ihnen sind auch andere Tiere, vor allem Hunde und ihre Besitzer, am immensen Verlust der Ernte Schuld, beklagen die Gärtner. „Es ist sehr kontraproduktiv wenn Hundebesitzer, die Stöckchen auf die Weide schmeißen“, sagt Schecker.

Aber auch menschliche Diebe machen keinen Halt vor den Feldern und stehlen hemmungslos die Kräuter. „Alles wird geklaut, was nicht Niet- und Nagelfest ist“, sagt Schecker. Der wirtschaftliche Schaden durch die massiven Ernteausfälle sei enorm hoch. Viele Gärtner fühlen sich von Behörden, der Politik und einer rücksichtslosen Gesellschaft im Stich gelassen. „Es kann so nicht weiter gehen“, sagt Abicht. Auf Anfrage erklärt die Stadtpolizei des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt, dass „Bedienstete in der Feldschutzlaufbahn natürlich auch in Oberrad nach dem Rechten schauen. Unsere personellen Ressourcen lassen eine Dauerbestreifung in Form einer Standwache nicht zu.“ Die Forderung von Kai Abicht nach Schadensersatz für Ernteausfälle stellt sich dem Ordnungsamt nicht.
7. März 2019
srp
 
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Leser-Kommentare

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Michael Risse am 13.3.2019, 14:58 Uhr:
Wie oft soll/muss ich das noch schreiben:Nilgänse einfangen,in Volieren tierärztlich untersuchen,mit gutem Futter mästen,und wie Fasan,Rebhuhn,etc, küchentechnische verarbeiten,es gibt reichlich Rezepte dafür,und aufessen,zum Beispiel auch für die Bewirtung von Bedürftigen.
Betreffs der lieben Mitmenschen,die da ihr Unwesen treiben:Alle Gärtner zahlen in einen Fond zwecks Anschaffung von abgerichteten Hunden,die auch von Fremden kein Futter annehmen(Vergiftungsgefahr!) und jagen die Leute ,die da nichts zu suchen haben,weg. Feierabend
 
Uwe Looschen am 9.3.2019, 09:20 Uhr:
Vorschlag zur Güte:
Die Nilgänse werden eingefangen und dann via Flugzeug in das Land zurück gebracht, wo diese heimisch sind. Alson entlang des Nils. Jeden Tag geht mind. 1 Flieger gen Süden und könnte gut verpackt eine Nilgans mitnehmen. Alle wären zufrieden, da nicht geschossen werden muß und das Tier weiter leben kann.
Wo ein Wille, da auch ein Weg.
 
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