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Kleiner Stand mit großen Plänen
 

Auf und Zu

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Hungry Sons in Höchst

Foto: kab
Foto: kab
Raul und Revin Kapoor, Sajan Lund und Harun Kukukhel sind eigentlich BWL-Studenten, die ab sofort für drei Monate am Höchster Bahnhof einen Streetfood-Stand mit arabischen Sandwiches betreiben.
An der Nordseite des Höchster Bahnhofs steht seit zwei Tagen der Stand der Hungry Sons. Dort gibt es arabische Sandwiches in drei Varianten: mit Hähnchen, mit Rind oder vegetarisch. Dahinter stecken Raul und Revin Kapoor, Sajan Lund und Harun Kukukhel. Die BWL-Studenten haben sich schon in verschiedenen Bereichen ausprobiert. Ursprünglich wollten sie ein Startup im Tech Bereich gründen und haben daneben zeitweise indische Partys veranstaltet. „Irgendwann haben wir dann herausgefunden, dass die Gastro einfach interessanter für uns ist“, erzählt Raul.

Die Idee für arabische Sandwiches kam den Jungs nicht etwa im Orient, sondern in Irland. Raul habe während seines Auslandssemesters so etwas ähnliches schon mal auf der Insel gegessen und war begeistert. Zurück in Deutschland haben die Hungry Sons das Produkt an Unis ausgetestet. „Dann haben wir uns an die Deutsche Bahn gewandt und diesen Stand hier für die nächsten drei Monate bekommen“. Mit einer schweifenden Armbewegung präsentiert Raul seinen Stand stolz. Hinter einer aus Europaletten bestehenden Theke haben die Freunde ihre Edelstahlgeräte aufgebaut, darunter ein Ofen und ein Grill. Auf die Frage, ob es danach mit einem festen Standort weitergehen soll, antworten die Hungry Sons, dass sie eigentlich gerne dort bleiben würden. Sie schätzen das Feedback und den engen Kontakt zur Laufkundschaft. „Ein Laden hätte aber auch seine Vorteile, weil dann der Stress mit dem Auf- und Abbau wegfallen würde“, gibt Sajan zu bedenken.

Direkt gegenüber des Bildungs- und Kulturzentrums sowie des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums hoffen die Jungs vor allem auf Kundenzulauf durch Schüler. Dafür sprechen auch die Preise: Die Baguettes, von denen die Varianten Pinky Chicken, Vulcano Beef und Wonder Veggie zur Auswahl stehen, kosten jeweils 3,50 Euro. Für einen Aufpreis von 50 Cent gibt es Käse oder Ei on top. Indisch angehaucht sind das Hähnchen durch seine Marinade und auch die vegetarische Variante. Die enthält unter anderem Kartoffeln. Vulcano Beef ist eine Art Sucuk. „In das Brötchen kommt Salat, Gurke, Tomate, Harissa und hausgemachte Cocktailsauce, das Fleisch und auf Wunsch noch Käse und Ei“, erklärt Sajan. „Wir wollen jetzt erstmal schauen, wie das hier am Bahnhof angenommen wird. Unser Ziel ist es, irgendwann ein Franchise-Unternehmen aus den Hungry Sons zu machen“, sagt Raul.

Hungry Sons, Höchst Bahnhof, Adelonstraße, 3. April bis 30. Juni, Mo–Sa 11–19 Uhr
5. April 2018
kab
 
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