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Foto: Osteria Amoroso
Foto: Osteria Amoroso

Ein neuer Italiener an der Alten Oper

Amoroso will auf den Opernplatz

Eine Institution verabschiedet sich und ein stadtbekannter Gastronom füllt die Lücke auf. Für Mai 2017 plant Ciriaco Amoroso ein Restaurant am Opernplatz 8, wo sich bisher noch die Brasserie befindet.Deren Wirt wurde allerdings noch gar nicht gekündigt.
Ciriaco Amoroso weiß genau, wie sein kommendes Restaurant aussehen wird. „Es soll wie im Settimo Cielo werden, nur ein bisschen lockerer.“ Er verspricht eine wechselnde Karte mit guten Speisen aus hochwertigen Zutaten und mittags Hauptgerichte für 13 bis 15 Euro. „Alle sollen sich wohlfühlen, kein Schickimicki. Die Schickimickis sind natürlich auch willkommen, aber wer einfach nur ein Pils trinken möchte, der darf das auch. Mir ist das egal, ob jemand nur ein Bier oder den teuersten Champagner bestellt, wichtig ist, dass beide sich wohlfühlen.“

In seinem Settimo Cielo im Nordend sei diese Koexistenz schon lange gelebte Praxis, schwärmt der Gastronom, der seit mittlerweile 30 Jahren die Frankfurter mit Pasta, Pizza und anderen Leckereien aus der italienischen Küche verwöhnt. Zuletzt wird er dabei tatkräftig von seinem Sohn Gianluca unterstützt. „Familie ist mir wichtig“, betont der Vater. Auf den Opernplatz schiele er schon seit mehreren Jahren. Er kenne den Hausbesitzer gut, die beiden seien schon lange im Gespräch. Im Mai 2017 beginne nun endlich sein Vertrag. Dann steht zuerst die Renovierung an. „Wir wollen eine entspannte Atmosphäre und mediterranes Ambiente schaffen.“

Nur einer weiß über diese Pläne bisher noch nicht viel: Dimitrios Kalyvas, der Inhaber der Brasserie. Das ist das Restaurant am Opernplatz 8, in dessen Räumen Amoroso sein neues Restaurant schon plant. „Ich habe bisher nichts Schriftlich. Ich nehme an, wir werden das dann erst sechs Monate vorher erfahren“, erklärt er kurz angebunden am Telefon. Dass er 2017 die Brasserie schließe, sei für ihn noch gar nicht entschieden. Man hört aus seinem Tonfall raus: Kalyvas würde das eigentlich noch gerne verhindern. Kein Wunder, der Opernplatz gehört wohl zu den begehrtesten Lagen der Stadt. Banker, Opernbesucher und Touristen sorgen hier für einen steten Strom zahlungskräftiger Laufkundschaft.

Und was passiert nun mit Amorosos anderen beiden Restaurants? „Settimo Cielo ist unverkäuflich“, erklärt Amoroso. „Da habe ich meine echte Zukunft gesehen. Super Lage, super Geschäft und die Kunden sind meine Freunde.“ Bedeutet das nun das Aus für die Osteria Amoroso im Nordend, wie es das Top-Magazin bereits vor einigen Tagen verkündet hatte? Ciriaco Amoroso sagt vorerst nur so viel: „Die Kunden der Osteria sollen sich auch am Opernplatz wohlfühlen können.“
 
11. Juli 2016, 11.56 Uhr
jps
 
 
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