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Jahrgang 2010 – der kleine Unbekannte

Weinnews

In den nächsten Wochen und Monaten wird der schwierige und mengenmäßig kleinste Jahrgang seit 25 Jahren in den Handel kommen. Doch was ist an den Unkenrufen dran, das Jahr wäre schwierig bis schlecht?
Tatsache ist, dass Wetterkapriolen bereits im Juni letzten Jahres große Probleme durch Pilzbefall der Reben brachten. Es folgten reichlich Regen und kühle Temperaturen, doch zumindest bei den spät reifende Sorten schließlich ein gewisses "Happy End" in Form eines warmen Spätherbstes.

So konnten sich qualitätsbewusste Winzer besonders auszeichnen, denn schon bei ersten Proben stellte sich heraus, dass der schlechte Ruf des 10ers nicht wirklich berechtigt ist. Früher waren Weine mit knackiger Säure durchaus üblich, und genau so verhält es sich auch diesmal. Durch penible Auslese verfaulter und minderwertiger Beeren und Trauben erzielten Rheingauer Winzer wie Flick oder Hammond vorzügliche Qualitäten in klassischer Manier, die zudem noch ein schönes Lagerpotential mitbringen.

Ein echtes Problem stellt allerdings die geringe Menge dar. So ist es mit Sicherheit kein Marketinggag, wenn die Winzer schon heute raten, sich ausreichend vom aktuellen Jahrgang in den Keller zu legen – es wird nicht viel davon geben. Damit die Weinmacher halbwegs über die Runden kommen, werden außerdem die Preise steigen – auch für den Folgejahrgang . Es gab also selten so viel guten Anlass, Wein zu kaufen.

Viel Spaß dabei! Bastian Fiebig
 
2. April 2011, 19.09 Uhr
Bastian Fiebig
 
 
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