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Foto: ©YAYLE
Foto: ©YAYLE

Neu: Craft Beer aus Bergen-Enkheim

Yippie Yippie YAYLE!

Die Frankfurter Craft-Beer-Szene ist noch klein, aber wächst stetig. Der neueste Zuwachs kommt aus Bergen-Enkheim. YAYLE heißt das brandneue Craft-Beer-Lable von Ole Claßen und Sebastian Offelmann.
Plötzlich war er da, der mysteriöse Instagram-Account von YAYLE Craft Beer. 43 Tage lang war nicht mehr als ein Countdown zu sehen. Erst wenige Tag vor dem Ende dann ein Post mit einem Glas mit frisch gebrautem, cremig-trübem, fruchtig-gelbem New England Pale Ale. Wer dahinter steckt und woher das neue Craft-Beer-Label stammt, blieb bis zuletzt ein Geheimnis. Seit letzter Woche ist nun klar: Hinter YAYLE stecken die Frankfurter Ole Claßen und Sebastian Offelmann. Klammheimlich haben sie in Bergen-Enkheim an Rezepturen, Konzept und Design gefeilt und nun mit NAYS Hazy Pale Ale ihre erste YAYLE-Kreation auf den Markt gebracht.

Aus dem Nichts

Claßen und Offelmann waren bislang unbekannte Gesichter in der Craft-Beer-Szene. „Wir kommen quasi aus dem Nichts“, lacht Claßen, der seine ersten Brauerfahrungen vor 20 Jahren während seines Studiums an der Frankfurter Städelschule sammelte. Heute ist er ebenso wie Oppelmann hauptberuflich als Veranstaltungstechniker tätig. Beim Feierabendbier nach einem gemeinsamen Job haben sich die beiden kennengelernt und ihr gemeinsames Interesse für das Bierbrauen entdeckt.

„Wir arbeiten seit 2019 an dem Projekt und wollten eigentlich direkt mit dem Kopf durch die Wand, direkt eine Marke aufziehen, eine Brauerei finden und loslegen“, erinnerst sich Offelmann. Ursprünglich wollten die beiden pünktlich zur Craft Beer Messe im April 2020 durchstarten. Dann kam Corona dazwischen. Am Ende hat das Ganze dann doch etwas länger gedauert. „Aber das war auch gut so. Jetzt kommt alles aus unserer Hand, die Rezepturen, das Konzept und das Design. Die Köpfe haben geraucht und es gab hier und da eine Meinungsverschiedenheit. Das haben wir gebraucht, um ein Produkt kreieren zu können, hinter dem wir beide 1000% stehen“, erklärt Offelmann.




Brauen, testen, nachjustieren - Ole Claßen und Sebastian Offelmann ©YAYLE

Eine eigene große Brauanlage haben die beiden in ihrem „Entwicklungslabor“ in Bergen-Enkheim nicht. Gebraut wird das Bier von der Mainzer Brauerei Kuehn-Kunz-Rosen: „Wir machen kleine Sude, mittlerweile sogar mit einer kleinen computergesteuerten Anlage, tarieren aus, testen und geben unser Rezept dann an unsere Brauerei, die das dann für uns im großen Stil braut“, erläutert Claßen und betont: „Um so ein Bier brauen zu können, muss man sehr akkurat arbeiten. Die Brauerei muss über das das nötige Craft-Beer-Fachwissen verfügen. Mit Kuehn-Kunz-Rosen haben wir da den passenden Partner.“

Wenn im Donut-Laden die Hopfengranate hochgeht

Die erste YAYLE-Kreation, NAYS Hazy Pale Ale, ist ein Art New England Indian Pale Ale. Mit gewohntem Pils, Lager oder Hellem hat das weder in puncto Geschmack noch Optik etwas zu tun. Offelmann: „Einem Freund würde ich sagen. Denk nicht an Bier! Probier einfach ein Getränk, dass du noch nicht kennst.“ Und wie würde das schmecken? „Unser NAYS hat ein samtiges Mundgefühl und transportiert eine Explosion aus Hopfenaromen. Man schmeckt Grapefruit und Zitrusfrüchte, frisch gemähtem Rasen und eine schöne Bitternote rundet das Bier ab. Es riecht förmlich nach Sommer."

Das NAYS kommt in einer 440ml Pfand-Dosen. „Wir füllen ganz bewusst nur in Dosen. Der Punkt ist, eine Dose ist ein kleines Fass. Absolut Luft dicht, keine Oxidation und sehr leicht zu transportieren vom Gewicht und Packmaß.“ Allerdings sei die Dose nur das Transportmittel. Trinken solle man das NAYS aus dem passende YAYLE-Bechern oder einem anderen Glas. „Man trinkt ja auch nicht direkt aus dem Faß!“, so Claßen. Und der extravagante Look? Das auffällige Dosen-Design basiert auf einer Fotografie von Claßen: „Es sieht ein bisschen so aus, als sei im Donut-Laden die Hopfengranate hochgegangen - ist aber ein Blick auf Frankfurt aus Richtung Oberrad.“




„Man trinkt ja auch nicht direkt aus dem Faß!“ ©YAYLE

Yay! Ale!

Der markante Markenname YAYLE geht übrigens nicht nur auf den Ausruf der beiden - „Yay! Ale!“ - nach einem erfolgreichen Brautag zurück, sondern hallt auch in der Begeisterung von Claßen und Offelmann wider, wenn sie über ihr Bier, das Brauen und tropisch-fruchtigen Hopfen fachsimplen. Das ist echtes Herzblut.

Wo die Reise hingeht, sagen die beiden, das sei noch unklar. „Unser primäres Ziel ist, dass wir mit unserem jetzt verkauften Bier, den nächsten Sud finanzieren können.“ Wenn der Plan aufgeht, soll es immer wieder andere Sorten geben. „Wir wollen uns nicht festhalten an einer Sorten, sondern eher ständig im Wandel bleiben. Wir wollen immer etwas neues bringen.“ In diesem Sinne: Yay! Ale!
 
11. Mai 2021, 15.20 Uhr
Sebastian Schellhaas
 
 
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