eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: Fabien Maurin/Unsplash
Foto: Fabien Maurin/Unsplash

Gastgeber im Corona-Jahr 2020

Dramatischer Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Das Statistische Landesamt Hessen hat unlängst eine Gastgewerbestatistik veröffentlicht, in der die Umsätze im Jahr 2020 berechnet wurden. Daraus geht ein Einbruch von 46,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr in Hessen hervor.
Das Gastgewerbe zählt zu den am meisten von der Corona-Pandemie beeinflussten Branchen. Besonders der erneute und immer noch andauernde zweite Lockdown trifft das gesamt Hotel- und Gaststättenwesen hart. Geschlossene Betriebe, ausgebliebene Gäste aus dem Aus- und Inland und abgesagte Veranstaltungen führten laut Statistischem Landesamt in Hessen zu einem „preisbereinigten Umsatzrückgang in Höhe von 46,4 Prozent“ im Vergleich zu 2019 – das bedeutet einen Umsatzeinbruch um fast die Hälfte unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung.

Der Abwärtstrend ließ sich vor allem ab dem ersten coronabedingten Lockdown im März 2020 verzeichnen. In den Folgemonaten bewegten sich die Umsatzrückgänge im hohen zweistelligen Bereich, den Negativ-Rekord mit einem Minus von 77,6 Prozent verzeichnete man im April und bis Ende des Jahres pendelten sich die Umsatzeinbußen im kompletten Gastgewerbe bei insgesamt minus 68,7 Prozent ein.

Im Bereich der Gastronomie verzeichnete man in Hessen ein Jahres-Umsatz-Minus von insgesamt 41,6 Prozent, bei Beherbergungen zeichnete sich ein Schwund um mehr als die Hälfte (54,7 Prozent) ab. Auch hier lag der Tiefpunkt im April mit einem Rückgang von 85,5 Prozent. Die Gastgewerbestatistik untersuchte ebenfalls die Entwicklung bei den im Gastgewerbe tätigen Personen. Insgesamt arbeiteten 2020 im Vergleich zum Vorjahr 16 Prozent weniger Personen in der Branche. Der größte Rückgang sowohl an Vollzeit- als auch an Teilzeit-Beschäftigten wurde im Dezember 2020 gemeldet.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es sich bei der Gastgewerbestatistik um eine Stichprobenuntersuchung mit vorläufigen Werten handelt. Alle monatlich befragten Betriebe hätten einen Jahresumsatz von mindestens 150 000 Euro.
 
22. Februar 2021, 11.31 Uhr
mad
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}