Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
That's amore!
 

Top-Themen Genusswoche

0

Giulia Super – die Bar zum Verlieben

Foto: Davide DiDio
Foto: Davide DiDio
Innerhalb weniger Wochen hat sich das Giulia Super zu einem echten In-Place für die Barflies der Stadt gemausert. Was die Barkeeper wirklich drauf haben? Lesen Sie selbst!
Das Giulia Super hat sich sicherlich keinen einfachen Standort ausgesucht. Zwar befindet sich die Bar in den eleganten Räumlichkeiten des Le Meridien am Wiesenhüttenplatz, in unmittelbarer Nähe wartet allerdings mit Legacy und Roomers sowie der prämierten Kinly Bar hochklassige Konkurrenz auf. Man mag meinen, der Markt für Szene-Bars wäre hier gesättigt. Aus diesem Grund hat sich das Giulia Super offenbar etwas ganz Einfaches einfallen lassen: Das Preisniveau ist moderater. Ein Cocktail kostet hier zwischen 12 und 14 Euro, bei der Konkurrenz ist da häufig noch Luft nach oben. Dass das zwangsläufig Einbußen bei der Qualität mit sich bringt, ist dabei längst kein Muss.

Optisch kann das Giulia Super auf jeden Fall mithalten: Die Bar ist in Holztönen gehalten, grüne Akzente veredeln den Look. Hier fühlt man sich gut aufgehoben. Dazu trägt nicht nur die gemütliche Sitzecke bei, in der wir Platz nehmen, die Barkeeper sind ebenfalls ausgesprochen aufmerksam und begrüßen mit Wasser und Oliven aufs Haus. Auch die übersichtliche Cocktail-Karte stimmt uns positiv: Die 10 Positionen sind eine Mischung aus spannend klingenden Eigenkreationen und Interpretationen etablierter Klassiker, ansonsten könnten wir natürlich auch nach Drinks fragen, die nicht auf der Karte stehen, versichert uns der Barkeeper. An dieser Stelle muss auch die Weinkarte genannt werden, die einige gute Tropfen bereithält – wir bleiben bei den Cocktails und ordern Basil Martini und Peacreek (je 12 €).

Der Basil Martini besteht aus Ferdinand Gin und Wermut, verfeinert mit Basilikum-Öl. Klingt spannend, bleibt aber eher unspektakulär. Der Wermut tritt allzu alkoholisch hervor und das Öl bildet einen großen See in der Mitte des Glases, sodass davon kaum etwas den Weg zu den Geschmacksnerven findet. Gute Idee, aber an der Umsetzung hapert es noch. Anders verhält es sich beim Peacreek, ein Drink aus Knob Creek Bourbon, aromatisiert mit gerösteten Erdnüssen, Pink Grapefruit und Muscovado-Zucker. Hier spielen die rauchigen und süßlichen Aromen wunderbar zusammen, der Erdnuss-Geschmack bleibt dezent im Hintergrund, während der Muscovado der Grapefruit besondere Süße verleiht.

Jetzt wollen wir doch sehen, was das Giulia Super noch zu bieten hat. Runde Zwei läutet der Why Mango 2.0 (12,50 €) ein, eine Neuinterpretation des Sullivan Drinks Why Mango. Im Glas befinden sich Tequila, Mezcal, eine gefrorene Gurke, Guarana, Calamansi-Balsam, Limettensaft und Ginger Beer. Ja, hier geht es Rund: Frische, Süße, Säure und die Rauchnote gehen gemeinsam eine wunderbare Verbindung ein, die ihren Preis wert ist. Auch Major Tom (11,50 €) bestätigt mit Pisco, Strega, Limettensaft, Zucker, Eiweiß, Amargo Chuncho und Soda unseren Eindruck, dass Giulia Super definitiv etwas zu bieten hat. Der Drink kommt leicht fruchtig und durch den Amaro auch pfiffig-angenehm bitter daher.

Bleibt nur noch zu erwähnen, woher eigentlich der Name der Bar stammt: Der Besitzer – das Giulia Super gehört übrigens zur Sullivan Bar – hatte wohl eine italienische Jugendliebe namens Giulia. Der verflossenen Liebe zu Ehren, fährt er heute den italienischen Automobilklassiker Alfa Romeo Giulia – daher der Name. Wer genau hinschaut findet hier auch einen Platz, der für jene Giulia reserviert ist. Vielleicht lässt sich die Jugendliebe ja noch einmal blicken?!

Giulia Super, Wiesenhüttenplatz 28-38, Tel. 0160-93954296, Öffnungszeiten: Mo-So 18-2 Uhr
5. November 2018
Davide DiDio
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Top-Themen Genusswoche
 
 
Diese Woche beginnt die Cider Week im Vorfeld der Apfelweinmesse Cider World. Das diesjährige Gastland Luxemburg setzt auf nachhaltige Streuobstwiesen und könnte damit auch ein Vorbild für Äppelwoi-County sein. – Weiterlesen >>
Text: Katrin Börsch / Foto: Ramborn
 
 
Im Brückenviertel hat am 1. März das Nihonryori Ken seine Türen geöffnet. Nach dem Sakai ist es jetzt schon der zweite Sachsenhäuser Japaner, der auf japanische Haute Cuisine setzt. – Weiterlesen >>
Text: Katrin Börsch / Foto: Nihonryori Ken
 
 
Wo bleiben die Sterneköchinnen?
0
Nur Umdenken verringert Unterschiede
Der Guide Michelin, einst das Yelp des frühen 20. Jahrhunderts, heute ein Gourmet-Restaurantführer, vergab am 26. Februar in Berlin wieder seine Sterne an 309 deutsche Sterneköche. Auch dieses Mal sind mit zehn Frauen wieder nur wenige weibliche Sterneköche dabei. Woran liegt das? Diese Frage haben wir der ehemaligen Sterneköchin Sybille Schönberger gestellt. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Guide Michelin
 
 
 
Klassisch oder Kunterbunt?
0
Jetzt wird gekreppelt!
Kreppel, Berliner oder doch Krapfen – für die süßen Karnevalskracher gibt es zahlreiche Bezeichnungen und mindestens genauso viele Füllungen. Doch wie mögen sie die Frankfurter am liebsten? – Weiterlesen >>
Text: Sina Eichhorn / Foto: Backstube Kamps
 
 
Land & Genuss-Messe im Februar
0
Jedes Gemüse ist Balkongemüse
Eingeschränkter Platz bedeutet nicht zwangsläufig eingeschränkte Möglichkeiten: Selbst der kleinste Balkon kann sich in einen buntgemischten Gemüsegarten verwandeln. Tipps von Profis gibt es bei der Land & Genuss-Messe. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Land & Genuss
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  42