Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Osteria Enoteca
 

Top-Themen Genusswoche

0

Ein Stück Süditalien mitten in Offenbach

Foto: mbf
Foto: mbf
Italien mit allen Sinnen genießen, das verspricht die Osteria Enoteca in Offenbach. Wie viel Dolce Vita da drin steckt und was das Lokal kulinarisch kann, haben wir getestet
Durch große Fenster leuchtet die Osteria Enoteca in die abendlichen Gassen hinaus. Vorbeilaufende schauen neugierig in das voll besetzte Lokal.

Lebendig lautes Treiben als wir das Restaurant betreten. Es duftet herrlich nach mediterranen Kräutern, an den Tischen wird wild durcheinander geredet und in der offenen Küche zischt und dampft es. Von der Decke baumeln Panettone und getrocknete Chilischoten, an den Wänden hängen Fotografien aus der Pate und im Hintergrund schmettert Umberto Tozzi Ti Amo. Alles in allem: Italien pur!

Die Übergänge zwischen Bar, Gastraum und Küche sind fließend. Tische und Stühle stehen teilweise etwas zu eng beieinander, aber die Räumlichkeiten sind klein und lassen es nicht anders zu. Wer still und anonym essen gehen möchte, ist in der Osteria falsch. Aus der Küche tönen italienische Rufe, die Mitarbeiter witzeln untereinander und mit den Gästen.
Die Atmosphäre ist familiär und einladend. In der Speisekarte finden sich eine große Auswahl an italienischen Weinen und Bieren, Antipasti-Variationen, Salaten und Pasta-Gerichten. Pizzen gibt es keine. Wir beginnen den Abend mit zwei Weißweinen, einem süffigen Pinot Grigio (4,50 €) und einem etwas zu säuerlichen Lugana (5,80 €). Dazu werden dampfendes Sesambrot und Oliven gereicht. Die Weingläser sind mit 0,15 l kleiner als gewohnt. Der Service ist aufmerksam, zuvorkommend und schnell. Als Vorspeise gibt es Parmigiana di melanzane (9,50 €) mit hauchdünner Aubergine in Tomatensoße und würzigem Ricotta sowie Insalata „Salento“ (7,50 €). Der Salat enttäuscht mit wenig Raffinesse, das Dressing schmeckt nur nach Essig und die Pinienkerne scheinen nicht geröstet. Es soll aber das einzige Gericht bleiben, das an diesem Abend enttäuscht. Alle Hauptgerichte (Lammkotelett mit frischen Kräutern, Kalbskotelett in Salbeibutter, Risotto mit Kurkuma und hausgemachte Lasagne) auf der Tageskarte waren bis auf die Scaloppine um 19.30 Uhr bereits aus. Für uns sollen es das Kalbsschnitzel (13,50 €) und Pasta Genovese (11,50 €) sein. Die Scaloppine sind äußerst zart und harmonieren gut mit den nussig herben Artischocken, dazu werden Grillgemüse und Kartoffeln gereicht. Die Nudeln in Kalbfleischsauce mit Sellerie und Muskatnuss sind echtes Soulfood und gut abgeschmeckt. Serviert werden die großen Portionen in Tellern, die der Bruder des Inhabers aus Apulien töpfert. Samtig weich runden ein Primitivo (5,20 €) und Chianti (5,80 €) den Abend ab. Für einen sündig süßen Abschluss sorgt das Schokoladensoufflé mit flüssigem Pistazienkern.

In der Osteria Enoteca gibt es gute, italienische Hausmannskost in stylischem Ambiente, perfekt für ein ungezwungenes Date oder einen launigen Abend mit Familie und Freunden. Wie und was man im Sommer draußen speist, möchten wir unbedingt ausprobieren.

Offenbach, Kleiner Biergrund 15, Tel.: 63348810, Mo– So 10.30–14.30 und 17.30–22 Uhr
 
3. Februar 2020, 12.58 Uhr
Mandana Bareh Foroush
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Top-Themen Genusswoche
 
 
Neues Betreiber-Duo im Grünen Wald
0
Gastronomie in sechster Generation
Das Gasthaus Zum Grünen Wald besteht seit über 200 Jahren in Kronberg. Nachdem es in den vergangenen Jahren verpachtet wurde, kehrt das Traditionslokal nun in Familienbesitz zurück. Am 20. Februar wird Neueröffnung gefeiert. – Weiterlesen >>
Text: Sina Eichhorn / Foto: Zum Grünen Wald
 
 
Dining auf der Ambiente 2020
0
Grüner Wind auf dem Esstisch
Nachhaltigkeit ist in aller Munde, auch auf der Ambiente 2020. Der neue Ausstellungsbereich HoReCa (Hotel, Restaurant und Catering) zeigt, was jetzt in der Gastronomie auf den Tisch kommt. Das sind die neuen Trends. – Weiterlesen >>
Text: Sebastian Schellhaas / Foto: Ambiente
 
 
Gyoza auf der Glauburgstraße
0
Eine Fabrik für japanische Teigtaschen
Erlebnisgastronomie im Nordend: Die neueröffnete Gyoza Factory bietet vegane, vegetarische, fleischhaltige und süße Teigtaschen, deren Produktion die Gäste live anschauen können. Die Rezeptur stammt von einem Pariser Sternekoch. – Weiterlesen >>
Text: Katrin Börsch / Foto: kab
 
 
 
Der vegetarische Sternekoch Jan Hoffmann hat sich mit seinem Kochkumpanen und Fast-Namensvetter Karl Martin Hohmann zusammengetan und eröffnet Anfang März ein Casual-Fine-Dining-Konzept in der Kronberger Villa Philippe. – Weiterlesen >>
Text: Katrin Börsch / Foto: kab
 
 
Historisches Gasthaus Bockshaut in Darmstadt
0
Mehr Geschichte geht nicht
Die älteste Gaststätte Darmstadts geht nach mehr als 100 Jahren in neue Hände über. Trotzdem soll in der traditionsreichen Bockshaut alles so bleiben, wie es ist. Aber etwas ändert sich doch. – Weiterlesen >>
Text: Mandana Bareh Foroush / Foto: Mandana Bareh Foroush
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  46