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Neustart nach Lella Mozzarella
 

Top-Themen Genusswoche

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Dennis Rimonti bringt frischen Wind ins Westend

Foto: Jan Stich
Foto: Jan Stich
Überraschung bei Frankfurts Italienern: Dennis Rimonti ist bei Lella Mozzarella ausgestiegen und plant nun im Westend eine ganz besondere Neueröffnung für den Sommer 2019.
„Es hat keinen Sinn, deine Kinder zu erziehen, sie machen dir doch alles nach.“ Diese alte Weisheit können die Eltern von Dennis Rimonti sicher bestätigen. Papa Salvatore Rimonti hat im wilden Jahr 1968 eine kleine Pizzeria an der schönen Aussicht eröffnet und diese im Laufe der Jahre zum Bistro Salvatore ausgebaut – heute ein großer Italo-Klassiker der Stadt, seit Jahren die Nummer Eins in FRANKFURT GEHT AUS! auf der Topliste „Essen nach Mitternacht.“ Weil er selbst weiß, wie hart der Job ist, hatte der Vater einen Wunsch. „Meine Eltern wollten nicht, dass ich in die Gastronomie gehe“, bekennt Dennis Rimonti. Was tat der Sohn? Machte die Ausbildung zum Koch im Holbein’s, tourte einmal durch Sylt und die väterliche Küche und startete dann mit seinem eigenen Konzept, Lella Mozzarella, erst in Sachsenhausen durch und konnte vor kurzem sogar eine zweite Dependance im Gallus eröffnen.

Umso überraschender, dass Dennis Rimonti nun bei Lella Mozzarella ausgestiegen ist. „Das war nicht leicht. Das ist mein Baby, ich habe ihn zur Welt gebracht, aber ich denke, er kann nun auf eigenen Beinen stehen.“ Nach viereinhalb Jahren habe er einfach mal etwas Anderes machen wollen, bekennt Rimonti mutig. Also hat er mit seinem alten Kumpel Adnan Sejfic eine Gesellschaft gegründet und sich auf offene Ausschreibungen beworben, um am Ende den Jackpot zu gewinnen. Der Immobilienriese Jones Lang LaSalle baut sich eine neue Zentrale an der Bockenheimer Landstraße im Westend mit 400 Quadratmetern Gastronomiefläche im Erdgeschoss.

Ab März beginnt der Innenausbau ihres neuen Restaurants und im Juni 2019 soll eröffnet werden, aber Rimonti ist jetzt schon so aufgedreht, als stünde die Eröffnung unmittelbar bevor. Das neue Konzept soll etwas ganz Anderes werden als Lella Mozzarella oder Bistro Salvatore. Der Markt ist nicht leicht. „Es gibt so viele gute Italiener aktuell“, lobt Rimonti die Konkurrenz. Um dort herauszustechen setzt er auf zwei Dinge: Pasta und Atmosphäre. „Es soll ein zeitloses, gemütliches Wohnzimmer werden, indem jeder sich wohlfühlt.“ Zwischen Bar, Lounge und Restaurantbereich im Italo Chic seien auch alle Gäste willkommen, die nur mal was trinken wollen. Doch wer isst, der darf sich auf Nudeln freuen. „Wir werden unsere Pasta komplett selbst machen. Es wird ein gemischtes Angebot geben, auch mit internationalen Spezialitäten.“

Einerseits soll das neue Restaurant auch Raum für Experimente bieten, andererseits hat Rimonti ein Motto: „Die Leute sollen verstehen, was sie essen.“ Statt Molekularküche und mixologischen Experimenten setzt Dennis Rimonti auf bekannte und unbekannte Klassiker. „Es gibt 3000 verschiedene Sorten Pasta in Italien.“ Von seiner Ravioli-Variation ist er jetzt schon überzeugt, dass sie ein Renner werden wird. „Wir wollen einen frischen Wind ins Westend bringen – aber wenn die Leute ein Steak wollen, dann sollen sie es natürlich auch bekommen.

Und wie soll Rimontis neues Baby heißen? Das will der umtriebige Gastronom jetzt noch nicht verraten. Nur soviel gibt er zu wissen: Es habe mit Italo-Chic zu tun und „es ist der Hammer.“ Dass Rimonti ein Gefühl für nette Restaurantnamen hat, konnte er mit Lella Mozzarella ja bereits beweisen.

Und bis dahin? Steht „Figlio“ Dennis Rimonti mit Papa im Bistro und kümmert sich um den Mittagstisch. „Ich liebe diesen Laden, da bin ich geboren.“ Deshalb will er den väterlichen Laden auch nicht als Labor für sein neues Projekt nutzen. „Das will ich nicht mischen. Hier möchte ich einfach meinen Vater unterstützen.“ Wer also nicht erwarten kann, wie Rimontis neuer Laden im Westend jetzt heißen soll, der hat mittags im Bistro Salvatore zumindest die Chance, regelmäßig nachzufragen – irgendwann wird er es uns ja verraten müssen.
31. Dezember 2018
jps
 
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