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Initiative AltSaxNeu
 

Top-Themen Genusswoche

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Alt-Sachsenhausen will hübscher werden

Foto: Katrin Börsch
Foto: Katrin Börsch
Die Initiative AltSaxNeu setzt sich dafür ein, das Viertel aufzuwerten. Unterstützt wird sie von Bürgermeister Uwe Becker (CDU) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU). Kürzlich hat sie vorgestellt, was seit dem einjährigen Bestehen in Alt-Sachsenhausen erreicht wurde.
Besucher des Partyviertels kennen die Probleme im Viertel: Lärm, Müll und dunkle Ecken führen nicht gerade dazu, dass das Viertel auch tagsüber ein beliebter Ort zum Flanieren oder Kaffee trinken ist. Das will die Initiative AltSaxNeu ändern. Sie möchte mit gezielten Maßnahmen die positiven Seiten des berühmten Apfelweinviertels in den Vordergrund rücken. Die Standortinitiative sehe im Quartier ein liebenswertes, traditionelles und „echt“-Frankfurter Viertel mit der Chance auf eine vielfältige, urbane Gemeinschaft. Sie möchte, dass Alt-Sachsenhausen ein Ort wird, in dem sich Bewohner und Gäste der Stadt gerne aufhalten und das sie sowohl tagsüber als auch nachts zum Bummeln und Feiern aufsuchen.

Die Initiative AltSaxNeu besteht aus engagierten Gastronomen und Kreativen: Denise Omurca ist Betreiberin der Gästegemeinschaft Libertine Lindenberg und Initiatorin für unterschiedliche, vor allem kulturelle Anlaufpunkte im Viertel, unter anderem Der Kleine Mann mit dem Blitz. Uli Schlepper ist Künstler, Kreativer und Event-Manager. Gemeinsam mit Jürgen Vieth hat er den Alt-Sachsenhäusener Weihnachtsmarktes und den Freitagstreffs auf dem Paradiesplatz initiiert und ausgerichtet. Jürgen Vieth betreibt das Oberbayern, Frau Rauscher und den Froschkönig und lebt seit über 30 Jahren im Viertel. Frank Winkler betreibt die historische Schankwirtschaft Daheim im Lorsbacher Thal. Gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Becker (CDU) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) haben sie sich am vergangenen Mittwoch zusammengefunden, um die erreichten Ziele des vergangenen Jahres vorzustellen.

Die Stadt unterstützt die Initiative AltSaxNeu mit einer Förderung. Markus Frank lobt ihr Engagement: „Es ist ein Segen, dass Menschen aus dem Quartier bereit sind, die Dinge anzupacken. Die Initiative hat eine ganze Menge auf den Weg gebracht.“ Das Viertel sei ein Stück Frankfurter DNA. Aus diesem Grunde plane die Stadt, besondere Ampelmännchen an den Fußgängerüberwegen, die ins Viertel führen zu installieren. Bald wird Frau Rauscher als Sinnbild für den Apfelwein den Passanten signalisieren, ob sie gehen oder stehen sollen.




Foto: Stadt Frankfurt

Die Initiative hatte vor einem Jahr einen Ortsdiener eingesetzt. Frank Reichenbach ist sozusagen Viertel-Manager, meistens nachts unterwegs und vermittelt zwischen Gastronomen und Behörden. Er sei quasi der verlängerte Arm der Initiative, sagt Frank Winkler. Außerdem habe man dafür gesorgt, dass dunkle Ecken durch Strahler mit Bewegungsmeldern beleuchtet werden. An einigen Plätzen im Viertel sammle sich immer wieder Sperrmüll an. An vielen Stellen sei der nun von der FES abtransportiert worden. Ein weiteres Ärgernis seien heruntergekommene Fassaden gewesen. Die Initiative habe sich bemüht, mit Hauseigentümern ins Gespräch zu kommen. 18 Fassaden seien bereits erneuert worden, Plakate entfernt und Graffitis überstrichen. Die Initiative fungiere also auch als Plattform für den Kontakt zu Vermietern und Eigentümern. Ein konkretes Problem im Viertel sei auch die hohe Dichte an Shisha-Bars, die nicht für ein vielfältiges Angebot sorgt. Gebe es leerstehende Gastroflächen, dann erarbeite die Initiative zum Beispiel Konzeptangebote und schlage diese den Eigentürmern vor.

In Zukunft plane man, noch mehr Stadtteilevents zu veranstalten. Der Freitagstreff solle wieder eingeführt werden. Der sei besonders für viele im Viertel ansässige Senioren ein beliebter Anziehungspunkt. Zudem werde Uli Schlepper die Führung „Alt Sax by night“ anbieten. Neue Projekte seien die Einrichtung eines Stadtteilbüros, ein Stöffche-Fest und eine Grüne-Soße-Tafel am Grüne-Soße-Tag.
8. April 2019
Katrin Börsch
 
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