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Erster Shop in Europa
 
Top-Themen Genusswoche
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Meister Juns Feinschmecker-Nudelsuppe
Foto: Ramen Jun
Foto: Ramen Jun
In Tokio zählt „Ramen Jun“ zu den zehn besten Ramen-Restaurants. Vergangene Woche hat die erste Filiale auf europäischem Boden eröffnet – und zwar hier im Frankfurter Westend. Doch das ist nicht die einzige Adresse, wo man die würzige Nudelsuppe probieren kann.
In Japan ist Ramen eines der beliebtesten Gerichte. Die hauptsächlich aus Weizenmehl bestehenden Nudeln, aber auch die gleichnamige Nudelsuppe, gibt es dort an jeder Straßenecke und zwar in den sogenannten „Ramen-ya“. Außerhalb des Ursprungslandes ist Ramen oft nur als Instant-Suppe bekannt, der Geschmack des Originals ist aber ein ganz anderer. Jeder Ramen-Shop hat sein eigenes Rezept, das streng geheim gehalten wird. Die Suppen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, jede Region Japans ist für einen anderen Geschmack bekannt.

Ramen Jun ist einer dieser Läden und bereits seit 20 Jahren in Nippon vertreten. Dort zählt das Restaurant insgesamt 15 Shops, wovon die Filiale in Tokio zu den Top 10 Adressen der Stadt gehört. Am Wochenende hat Meister Jun (Foto) nun sein erstes Ramen-Restaurant auf europäischem Boden eröffnet – und zwar mitten im Frankfurter Westend. „Wir möchten die japanische Esskultur nach Frankfurt bringen. Viele Japaner aus Frankfurt sind bis jetzt immer nach Düsseldorf gefahren, um japanisch zu essen. Das wollen wir ändern“, sagt der Geschäftsführer und Frankfurter Hiroyuki Kurosu.

Der Shop in der Wilhelm-Hauff-Straße 10 wurde sehr schlicht eingerichtet. In dem schmalen Raum haben bis zu 40 Personen Platz. Auch japanisches Kunsthandwerk kommt in Kurosus Laden nicht zu kurz: Vor der Tür und im Laden hängen Kupferschilder, die von einem Metallkünstler aus Japan stammen. Stäbchen und Schüsseln kommen ebenfalls aus Kurosus Heimatland.

Besonderen Wert legt Meister Jun auf die Herstellung der Brühe: Das Schweinefleisch für die Suppen wird zwei Tage lang im Topf gekocht und ständig umgerührt. So entfaltet sich der einzigartige, aromatische Geschmack der Suppe. Auch auf die Nudeln ist der Besitzer stolz: Sie werden aus regionalen Zutaten und von Hand hergestellt. Die aufwändige Zubereitungsart rechtfertigt auch den Preis von mindestens neun Euro pro Schüssel.

Auf besondere Wünsche wird ebenfalls eingegangen: Jeder Gast kann sich seine Nudeln eher hart- oder weichgekocht wünschen, die Brühe stark oder eher leicht bestellen und zwischen drei Schärfegraden wählen. Wir durften selbst probieren und sind begeistert: Die Brühe schmeckt intensiv, das Fleisch ist zart und die Nudeln auf den Punkt gekocht. Hier stimmt einfach alles und die Portionen machen garantiert jeden satt. Das angebotene Ramen ist von Geschmack und Qualität her kaum zu überbieten – es hat rein gar nichts mit den bekannten Instant-Tüten-Suppen gemein.
Neben mehr als zehn verschiedenen Nudelsuppen bietet Ramen Jun auch diverse Fleisch- und Gemüsegerichte an. Nur die Ausschanklizenz fehlt dem Besitzer noch. Ist diese erteilt, wird es auch echten Reisschnaps aus Japan geben.

Ramen Jun Frankfurt, Westend-Süd, Wilhelm-Hauff-Straße 10, Tel. 15322791, Mo–So 11.30–15.30 und 18–23.30 Uhr, www.ramen-jun.de


Auf den Geschmack gekommen? In diesen Restaurants wird ebenfalls Ramen serviert.

Ramen am Zoo
Home Ramen, seit 2013 in nächster Nähe zum Frankfurter Zoo, wirbt ebenfalls mit einer Vielzahl an verschiedenen Nudelsuppen. Eine Besonderheit sind diverse Gerichte, die in Kombination mit Ramen auf den Tisch kommen können.
Home Ramen, Ostend, Pfingstweidstraße 12, Tel. 40566633, Mo–Fr 11.30–15 Uhr, 17.30–22.30 Uhr, Sa/So 12–22.30 Uhr, www.home-ramen.de

Die Museums-Suppe
Auch das Muku ist seit 2010 eine Anlaufstelle für Ramen-Liebhaber. Das Restaurant hat es sogar geschafft, eine seiner Kreationen in ein extra für die Suppe entstandenes Museum in Yokohama zu bringen. Hierfür hat die traditionelle Brühe mit Speck und Weinsauerkraut einen kräftigen deutschen Einschlag bekommen. Klassische Ramen gibt es hier aber natürlich auch.
Muku, Sachsenhausen, Dreieichstraße 7, Tel. 48445153, Di–Sa 18-23 Uhr und Sa 12–14.30 Uhr, So 17–21 Uhr, www.muku-ramen.com

Ramen von der Stange
Die Frankfurter Restaurantkette MoschMosch, die mittlerweile mehrere Filialen in ganz Deutschland betreibt, bietet ebenfalls fünf verschiedene Ramen-Variationen an, darunter etwa „Glücksgefühle“ mit unter anderem Schweinebauch und Kim-Chi für 9,25 €.
MoschMosch, City, Goetheplatz 2, Tel. 27291565; weitere Filialen: Gallus, Europa-Allee 20, Tel. 13388181; Gutleutviertel, Wilhelm Leuschner Straße 78, Tel. 24003737; Mo–Sa 11–23 Uhr, So und Feiertage 12–22 Uhr, Flughafen, Terminal 1, Tel. 69022176; Terminal 2, Tel. 69028950, Mo–So 8–22.30 Uhr, www.moschmosch.com
22. Juni 2015
Malte Busse
 
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