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Ein Hauch Italien im Gallus
 

Top-Themen Genusswoche

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Lella Mozzarella die Zweite

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Dennis Rimonti und Khashayar Hosseini haben vergangene Woche die zweite Dependance von Lella Mozzarella eröffnet. Nachdem das Pilot-Projekt in Sachsenhausen ein voller Erfolg war, möchte Rimonti mit dem zweiten Standort am Platz der Republik vor allem das Mittagsgeschäft bedienen.
Dennis Rimonti stammt aus einer Gastronomenfamilie: Sein Vater, Salvatore Rimonti betreibt bereits seit 42 Jahren das stadtbekannte Bistro Salvatore. Der hat eigentlich nie gewollt, dass sein Sohn auch Gastronom wird, doch Dennis konnte sich durchsetzen: „Ich habe als erster Azubi im Holbeins meinen Koch gelernt. Danach war ich auf Sylt im Gogärtchen tätig, bevor ich zurück nach Frankfurt kam und das erste Lella Mozzarella in Sachsenhausen eröffnete“, so Rimonti. „Die Leute haben uns anfangs für verrückt gehalten, als wir mit der Idee kamen, auf der Mörfelder Landstraße, wo es im unmittelbaren Umkreis gleich sieben weitere Italiener gibt, ein Restaurant zu eröffnen“, lacht Rimonti. Doch der Mut habe sich gelohnt und zwar so sehr, dass er und sein Geschäftspartner Kashayar Hosseini mit Lella Mozzarella nun ins Gallus expandiert sind.

Lella ist eine fiktive Person: „Sie ist ein kleines Mädchen, das unsere Geschichten aus Neapel und anderen Orten erzählt und somit ein Stück Italien nach Frankfurt holt“, erklärt Rimonti. Er weiß auch, dass das Niveau in Frankfurt sehr hoch ist: „Ich bin stolz auf meine Kollegen. Wir wollen auch nichts kopieren, sondern unser Ding machen. Nur wenn es authentisch ist, dann wird es auch wirklich gut“, sagt Rimonti.

Im geschmackvoll eingerichteten Lokal auf der Mainzer Landstraße sollen im vorderen Stehbereich, das einem Gewächshaus nachempfunden ist, vor allem hungrige Mittagspäusler bedient werden. Hier könne man mittags zwichen 3,50 Euro und 6 Euro satt werden, verspricht Rimonti. Dafür sorgen Focaccia und Antipasti. Auf der Mittagskarte stehen außerdem vier wechselnde Pastagerichte, die mit Salat und Dessert kombiniert werden können. Nudeln und Pizza werden im hochwertigen Ofen von Marana Forni zubereitet. Stolz präsentiert Rimonti das opulente, runde Gerät: „Dieser Ofen kann gleichzeitig mit Gas und mit Holz betrieben werden!“ In puncto Zutaten legt er großen Wert darauf, dass alles aus Italien stammt. Er kenne alle Erzeuger und Händler persönlich. Der Mozzarellla etwa werde zwei Mal wöchentlich per Spediteur angeliefert. Wer nur kurz einen kleinen Wachmacher braucht, der sei hier auf einen Espresso, der, wie in Italien, schon ab 1 Euro zu haben ist, herzlich willkommen, so Rimonti.

Der an das Gewächshaus angrenzende Restaurantbereich besticht durch seine maritim angehauchte Einrichtung. „Für das komplette Interieur ist Knallgrau verantwortlich“, erklärt Rimonti. Ab 17 Uhr wird die Aperitivo-Bar im Keller eröffnet: „Für die Bar haben wir uns was ganz besonderes ausgedacht“, sagt Rimonti stolz und verspricht nicht zu viel: Betritt man den schlauchförmigen Raum im Untergeschoss, so steht man praktisch in einer Lagune, deren Herzstück ein durch Fels gebrochenes Boot darstellt. An diesem Boot werden Getränke gemixt, Lichtinstallationen sorgen für Wasserreflektionen.

Lella Mozzarella, Mainzer Landstraße 78, Tel. 56803190, Gewächshaus: Mo–Fr ab 10 Uhr, Restaurant: Mo–Fr 11.30–14.30, Mo–So 17.30–22 Uhr, Bar: Mo–So 19–1 Uhr
18. Dezember 2017
Katrin Börsch
 
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