Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Die Hintergründe des Margarete
 

Top-Themen Genusswoche

0

Wie das Restaurant-Magazin "wir essen" Lust auf mehr macht

Foto: Büro Schramm für Gestaltung
Foto: Büro Schramm für Gestaltung
Ein Heft – eine Zutat – viele Geschichten. Mit dem Magazin "wir essen" beleuchten ein Designbüro aus Offenbach und ein Frankfurter Restaurant die Herkunft unseres Essens, und wie nah es manchmal liegen kann.
Der Sekt an diesem Abend kommt von Rüdiger Flik. Der gute Mann steht hinter zwei Kübeln mit Eiswasser, darin zwei Sorten – ein Riesling und ein Auxerrois, "alles brut und extra-brut", sagt er, "der eine mit Apfelgeschmack im Abgang." So ist es auch. Befragt man ihn, warum er auf die Idee kam in Mainz eine Sektmanufaktur aufzumachen, antwortet er kurz und bündig: "Weil ich fand, dass es keinen guten deutschen Sekt gibt." So lässt er dem guten Ding nun seine Weile, erst in Barrique-Fässern, dann in der Flasche. Auch seine Geschichte würde sich eigentlich gut für ein Magazin eignen, wie es in der vergangenen Woche im Margarete Restaurant vorgestellt wurde.



Mittlerweile haben Simon Horn vom Margarete und das "Büro Schramm für Gestaltung" aus Offenbach schon acht solcher kleinen Schriften herausgebracht. Die letzten widmen sich Dinkelreis und der Wollsau.




Der Reis hat gut 150 Kilometer zurückgelegt. Im unterfränkischen Junkershausen haben dort Christian und Rebekka May einen Bauernhof. Eier haben sie mit nach Frankfurt gebracht, die während der Präsentation schon im Wasserbad dünsten – und eben jenen Dinkelreis, "eigentlich eine einfache Geschichte", meint Christian May. Man müsse den Dinkel immer wieder und wieder schleifen und irgendwann sei er so einfach zuzubereiten wie eben auch jenes Produkt, das oft aus Italien oder Asien zu uns kommt. "Uns geht es um kurze Wege", meint er.





Auch das Wollschwein kommt aus nachhaltiger Landwirtschaft, nämlich vom Bauern Mann aus Groß-Zimmern. Das Fleisch ist nicht nur am Hof zu beziehen, sondern auch in der Frankfurter Kleinmarkthalle (Galerie-Stand 5–8). Bio sei der Hof nicht, so Bauer Mann, denn „bio ist nur ein Siegel. Uns gibt’s länger als bio und die Debatte um artgerechte Haltung.“




Wer durch die Hefte blättert, hat aber gleich vielmehr Lust ein bisschen weiter zu fahren als in eine Markthalle – nämlich zu den Bauern selbst. Das, so sagen die beiden Gestalter Stephie und Sebastian Schramm, sei auch das Ziel der Hefte. Und weil das alles mit viel Herzblut entsteht, müssen sie bei der Präsentation erst einmal ganz vielen Menschen danken. Und dann gibt es einen deutschen Sekt, extra-brut.




>> wir essen
Die Hefte können im Margarete-Restaurant erworben werden, die Ausgaben 7 und 8 kosten zusammen acht Euro. Auch auf der Website des Büro Schramms sind sie zu bekommen. Das Margarete bietet in unregelmäßigen Abständen Koch-Abende zu den Themen der Hefte an.
12. März 2018
Nils Bremer
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Top-Themen Genusswoche
 
 
Der vergessene Vorfahr von FRANKFURT GEHT AUS!
0
Rawülps brachte 68ern den Genuss bei
In einer Woche erscheint die 30. Ausgabe von FRANKFURT GEHT AUS! Grund genug für einen Blick in die Vorgeschichte der Frankfurter Restaurantführer. Heute: „Rawülps!“ aus dem Hause Pflasterstrand. – Weiterlesen >>
Text: Jan Paul Stich / Foto: Jan Stich
 
 
Zwischen neuem historischem Museum und dem Römer hat nun auch das Café Fahrtor seine Pforten geöffnet. Von hier lässt sich bei Kuchen und Apfelsecco entspannt das bunte Treiben in der Innenstadt beobachten. – Weiterlesen >>
Text: kas / Foto: Stadt Frankfurt Robert Halbe
 
 
We fucked up, so you don’t have to
1
Ein Buch vom Scheitern
Die What the Food-Gründerinnen Ekaterina Bozoukova und Nina Rümmele über ihr persönliches Scheitern und die Lehre, die sie daraus ziehen. – Weiterlesen >>
Text: Katrin Börsch / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
 
Im Essen liegt die Kraft
0
Neu in Sachsenhausen: Das AyurSoul
Das vor kurzem neu eröffnete AyourSoul ist sowohl ayurvedischer Conceptstore als auch ein kleines, in den hübschen Laden integriertes Café. Workshops rund um das zeigeistige Thema werden ebenfalls angeboten und Wochenends gibt es Ayurveda Tapas4Friends und einen Ayurveda -Brunch. – Weiterlesen >>
Text: Edita Gendreau / Foto: Edita Gendreau
 
 
Nach zehn Monaten Wartezeit konnte das Kukuvaia auf dem Oeder Weg letzten Freitag endlich eröffnen. Die junge Mannschaft um Nesto Domanis bringt südeuropäische Kaffeekultur ins Nordend. – Weiterlesen >>
Text: Jan Paul Stich / Foto: Jan Stich
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  38