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koreanisches Café Kyu Bang
 

Neues aus der Szene

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Kaffee-Zeremonie und Kunsthandwerk

Foto: Anna-Lena Eickermann
Foto: Anna-Lena Eickermann
Im gemütlichen Café Kyu Bang hinter dem Römerberg kann man erstmals koreanische Kaffee-Spezialitäten und Süßspeisen genießen. Das erste koreanische Café der Stadt lädt außerdem zu Kunsthandwerkskursen ein.
Zwischen Kunstgalerien und kleinen Cafés rund um den Römerberg ist nun das erste koreanische Café der Stadt zu finden. Im Kyu Bang in der Fahrgasse bieten Andrew und Janet Kim ihren Gästen koreanische Kaffee-Spezialitäten und Süßspeisen an. Dabei gleicht die Zubereitung des koreanischen Filterkaffees einer kleinen Zeremonie: Minutenlang gießt Janet Kim per Hand gleichmäßig und in einer bestimmten Geschwindigkeit Wasser in den Handfilter. „Das ist der beste Weg, um den natürlichen Geschmack von Kaffee zu extrahieren“, erklärt ihr Mann Andrew Kim. Den handgefilterten Kaffee oder Cappuccino gibt es traditionellerweise mit Zimt, im Kyu Bang wahlweise auch mit Kakaopulver. Um außerdem Abwechslung in den Kaffee-Genuss zu bringen, nutzt das südkoreanische Ehepaar jeden Tag andere Kaffeebohnen. „Heute haben wir brasilianische Bohnen, morgen vielleicht aus Sumatra, Äthiopien oder Kolumbien“, so Kim. Darüber hinaus servieren die Kims auch hausgemachte Tees und frisch gepresste Säfte. „Wir versuchen möglichst alles selbst zu machen“.

Süßspeisen wie in Seoul

Janet und Andrew Kim sind erst vor einem guten Jahr aus Seoul nach Frankfurt gekommen. Der ehemalige Investmentbanker hatte sich auf einer Reise in die Stadt verliebt und war mit seiner Frau kurzerhand nach Deutschland gezogen. „Frankfurt ist nicht zu groß, nicht zu klein, die Menschen sind nett und sprechen Englisch“, schwärmt er und lacht. Janet Kim hatte bereits 15 Jahre ein Café in Seoul und serviert nun auch hier ihren handgefilterten Kaffee. „Wir hatten schon im Februar eröffnet. Dann mussten wir wegen Coroan aber gleich für zwei Monate wieder schließen. Jetzt sind wir zurück.“ Und so kann man nun auch das Angebot an koreanischen Süßspeisen wieder genießen. Janet Kim backt jeden Tag. Außer Käsekuchen gibt es Tiramisu und koreanische Pfannkuchen „Hotteok“, die mit Zimt, Nüssen und Vanilleeis serviert werden. „Unser Angebot wechselt jeden Tag“, betont Andrew Kim. Besonders beliebt ist aber Janet Kims Eis-Spezialität „Bingsoo“, ein typisches koreanisches Dessert. „Das ist eine Mischung aus gecrushtem Eis, Eiscreme, Milch und Reiskuchenstücken (Mochi)“, erzählt Andrew Kim. „Die Eiscreme ist Vanille, manchmal auch Erdbeer oder Mango. Dann kommt ein Topping aus Roter-Bohnen-Paste, die in Korea sehr beliebt ist, Mochi und Früchten wie Erdbeeren, Mango oder Ananas darüber.“ Serviert wird Bingsoo in einer großen Schüssel mit Servierlöffel und kostet je nach Beilagen zwischen 9,50 und 12 Euro. Eine Portion reicht allerdings auch für zwei bis drei Personen. „Koreaner teilen gerne“, so Kim.

Über koreanischen Kaffee und Süßspeisen hinaus können Gäste des Kyu Bang sich auch auf Kunsthandwerk freuen. Denn Kyu Bang ist der koreanische Name für Kunst und Literatur, die von Frauen gemacht wird. „Kyu Bang war das Wohnzimmer der Edelfrauen im Zeitalter der Cho-Sun-Dynastie (1392-1910). Die Edelfrauen mussten viel Zeit in ihren Zimmern verbringen, hatten wenig Freiheiten und begannen damit, sich mit Näharbeiten und Kunsthandwerk zu beschäftigen.“ Janet Kim bietet im Café deshalb nach Voranmeldung auch Patchwork-Kurse an. Wer keine Zeit für einen Patchwork-Kurs hat, kann aber auch einfach für einen guten Kaffee bei Kyu Bang vorbeischauen und diesen zwischen dekorativ angebrachten Patchwork-Kreationen von Janet Kim genießen.

Kyu Bang, Café & Gallery, Innenstadt, Fahrgasse 23, Tel. 60627719, Di-So 11-19 Uhr, Montag Ruhetag.
 
2. September 2020, 11.14 Uhr
Anna-Lena Eickermann
 
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