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Zwei Weltmeister-Medaillen für Perú Puro
 

Neues aus der Szene

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Schokolade wie ein guter Wein

Foto: Perú Puro
Foto: Perú Puro
Der Frankfurter Schokoladenhersteller PERÙ PURO hat bei den International Chocolate Awards eine Bronze- und eine Silbermedaille abgeräumt. Wenn Gutes tun und Gutes produzieren Hand in Hand gehen.
Keine Verpackung, kein Markenname, keine Herkunft: Bei den World Chocolate Awards entscheiden alleine Geschmack und Aussehen, ob eine Schokolade zur weltbesten Schokolade gekürt wird. Befinden sich Zusätze in der Schokolade, dürfen diese erst gar nicht am Wettbewerb teilnehmen. So braucht eine Schokolade eigentlich nur drei Zutaten: Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker. „Wenn es sich um Milchschokolade handelt, ist noch Milchpulver enthalten. Viele Hersteller verwenden allerdings künstliche Aromen und Zusätze wie beispielsweise Sojalecithin.“, erklärt Arno Wielgoss, Mitgründer von Perú Puro und Gründer der gemeinnützigen Organisation Frederic – Hilfe für Peru.

Im vergangenen Monat konnte der Schokoladenhersteller Perú Puro aus Frankfurt und Würzburg weltweit mit seinen beiden sortenreinen Schokoladen überzeugen. Mit ihrer 52 Prozent-Schokolade konnten Wielgoss und seine Kollegin Frauke Fischer die Bronze-Medaille holen, mit ihrer 70 Prozent-Schokolade sogar die Silber-Medaille. „Allein der Erfolg bei der Europameisterschaft war schon ein grandioses Erlebnis für uns“, sagt Wielgoss. Das Finale des International Chocolate Awards fand am 18. November in Guatemala statt, Wielgoss und Fischer konnten und wollten den Preis aber nicht persönlich entgegennehmen. „Wir wollen den Regenwald schützen, da wäre es blöd für einen Tag nach Guatemala zu fliegen. Auch wenn wir natürlich gerne dabei gewesen wären.“




Perú Puro zeichnet sich durch seinen hohen Kakao-Gehalt aus, in der Kategorie Zartbitter-Schokolade sieht Wielgoss seine Schokolade aber nicht. „Unsere dunkle Schokolade überrascht viele, weil sie so fruchtig und süß ist.“ Genetisch handle es sich bei dem verwendeten Chuncho-Kakao um eine der ältesten Sorten, die es gibt. „Andere Hersteller, und eben besonders die, die in Massen produzieren, haben den immer gleichen Geschmack zum Ziel. Unsere Schokoladen haben Jahrgänge wie ein Wein.“, erklärt der promovierte Agrarökologe. Der Jahrgang 2018 hätte nach Roten Beeren geschmeckt, der Jahrgang 2019 eher nach Zitrusfrüchten.

Produktion mit ‚Tree to bar’

Hinter Perú Puro verbirgt sich aber noch mehr als eine der weltbesten Schokoladen. 40 peruanische Bauern produzieren für das deutsche Unternehmen Kakao, Wielgoss kennt sie alle persönlich und teilweise schon seit 20 Jahren. Dass die Bauern einen fairen Lohn erhalten, der über Fair Trade-Vorgaben hinausgeht, und eine gesicherte Zukunft haben, steht im Zentrum. „Ich habe Kinder aufwachsen sehen, die in die Schulen gehen konnten, die wir finanziert haben. Das ist viel wichtiger als eine Medaille“, sagt Wielgoss.




Wiegloss erklärt, was sie machen, wäre nicht nur ‚Bean to bar‘, also von der Bohne zur Tafel, sondern sogar ‚Tree to bar‘. Die Bauern ernten den Kakao, bringen ihn dann vor Ort zum Fermentieren und Trocknen, bei Schweizer Chocolatiers wird er dann verarbeitet. Demnächst wird Wielgoss wieder einige Zeit bei den Kleinbauern in Peru verbringen, um sie bei der Bio-Zertifizierung und dem Vertrieb des Kakaos zu unterstützen. „Das ist ein bürokratischer Kraftakt. Da ist es wichtig, dass ich dabei bin“, sagt Wielgoss. Ab dem Frühjahr 2020 können Schokoladenfreundinnen und –freunde dann die dritte Schokolade von Perú Puro mit 85 Prozent-Kakaoanteil vorbestellen.

PERÚ PURO, Nordend, Eckenheimer Landstr. 50, info@perupuro.de
 
13. Dezember 2019, 12.45 Uhr
jwe
 
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