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Traditionsfest wechselt Sponsor
 

Neues aus der Szene

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Auf dem Schweizer Straßenfest fließt neues Bier

Foto: Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße
Foto: Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße
Bis zum Schweizer Straßenfest sind es noch gut drei Monate. Jetzt steht schon fest: Dieses Jahr ist die Frankfurter Binding-Brauerei nicht mehr der Hauptsponsor des Fests. Bürger und Geschäftstreibende empören sich öffentlich.
Futtern, bummeln, trinken – damit assoziiert man gewöhnlich das einmal im Jahr stattfindende Schweizer Straßenfest. Eine Änderung, die dieses Jahr greifen wird, steht jetzt schon fest: Die Binding-Brauerei wird nach langjähriger Zusammenarbeit nicht mehr offizieller Bierpartner und Hauptsponsor des Fests sein. Bei der Binding-Brauerei bedauert man die Entscheidung der Veranstalter, den Bierpartner zu wechseln, sehr. „Denn als Frankfurter Traditionsunternehmen seit 1870 ist uns gelebte Regionalität eine Herzensangelegenheit. So war mit dem Schweizer Straßenfest ein partnerschaftliches Miteinander von zwei Ur-Sachsenhäuser Institutionen entstanden“, sagt Claudia Geisler, Pressesprecherin der Binding-Brauerei. Organisiert wird das Straßenfest von der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße. „Die Binding-Brauerei (Radeberger-Gruppe) war lange Jahre immer ein sehr guter Partner und Hauptsponsor des Festes. Dafür sind wir auch dankbar“, erklärt der zweite Vorsitzende Gregor Meyer.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße organisiert dieses Jahr das 36. Straßenfest und ist stolz auf die „regionale Einkaufsstraße“. Es soll nicht mehr mit Binding zusammengearbeitet werden, sondern mit dem Darmstädter Familienunternehmen Braustüb’l, das bereits mit der Planung für das diesjährige Schweizer Straßenfest betraut ist. Die Aktionsgemeinschaft war auf jährlicher Sponsorensuche und „bei einem ersten gemeinsamen Treffen haben wir sofort gemerkt, dass die Chemie stimmt. In weiteren Gesprächen zeichnete sich ab, dass eine Zusammenarbeit auf dem Schweizer Straßenfest für beide Seiten eine tolle Sache sein könnte“, sagt Wolfgang Koehler, Geschäftsleiter der Darmstädter Privatbrauerei. Grund für den Sponsorenwechsel sei auch, dass die Darmstädter mehr Geld böten und das sei bei den gestiegenen Kosten für Sicherheitskonzepte – wie bei allen Straßenfeste dieser Tage – und aufwendigem Bühnenprogramm dringend nötig.

Diese Entscheidung empört einige Frankfurter Bürger und Lokalitäten, die besorgt sind nun teureres, neues Equipment ordern zu müssen. Über die Jahre konnte Binding gute Konditionen an die Lokale und Vereine, etwa für Theken, Schirme und Biergläser anbieten. „Wenn die Entscheidung so bleibt, machen wir dieses Jahr definitiv nicht mit“, sagt Peter Ruhr von der Sachsenhäuser Karnevalsgesellschaft 1947. „Wir gehen da zum Geld verdienen hin und nicht zum Geld wechseln“, verdeutlicht er. Die Darmstädter Privatbrauerei versichert, dass sich „in den organisatorischen Punkten für Gäste und Standbetreiber zunächst einmal nicht viel ändere.“ Seit bereits einigen Jahren ist die regional orientierte Brauerei auch im Raum Frankfurt aktiv, zum Beispiel auf dem vergangenen Grüne Soße Festival.

Der Entschluss, dass das Bier nun aus dem Umland und nicht von der in Sachenhausen ansässigen Brauerei-Binding ausgeschenkt werden soll, schlägt auch auf Facebook hohe Wellen. Nutzer rufen dazu auf, Protestbriefe an die Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße zu verschicken. Andere sprechen vom „Boykott des Straßenfests“. Das zweitägige Fest Mitte Juni, bietet eine bunte Palette an Essensständen, Live-Acts und vielfältigem Entertainment-Programm. Ob, wie im vergangen Jahr, rund 200.000 Besucher auf dem Fest erscheinen werden, ist noch unklar. Am kommenden Montag laden die Veranstalter ihre Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ein. Die Redaktion hält Sie auf dem Laufenden.

36. Schweizer Straßenfest, 15 und 16. Juni
13. März 2019
Sheera Plawner
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Norbert Günzel am 13.3.2019, 15:52 Uhr:
Na und? Dann sind es vielleicht 378 Besucher weniger. Lebbe geht weiter.......
 
Michael Risse am 13.3.2019, 15:00 Uhr:
Geld regiert die Welt ! Und im Übrigen:Gebt den Bräustübl Leuten eine Chance !
 
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