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PERÚ PURO nominiert für Nachhaltigkeitspreis 2020
 

Neues aus der Szene

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„Es war noch nie so lecker, Gutes zu tun“

Foto: Arno Wielgoss
Foto: Arno Wielgoss
PERÚ PURO importiert nachhaltig angebauten Urkakao aus Peru und verarbeitet ihn hier zu hochwertigen Produkten weiter. Nun wurde das Frankfurter Start-Up für gleich zwei wichtige Preise nominiert.
„Kakao ist ein Superfood. Voll mit Antioxidantien, stimmungsaufhellenden Stoffen und konzentrationsfördernder Wirkung“, erklärte Frauke Fischer von Perú Puro bereits im Gespräch vor zwei Jahren. Doch so super das Food auch sein mag, so hat es meist einen bitteren Beigeschmack: Denn mit dem Anbau von Kakao geht oft auch die Ausbeutung von Kleinbauern, Kinderarbeit sowie Regenwaldzerstörung einher. „Wer Schokolade für 70 Cent einkauft, akzeptiert auch diese Umstände“, ergänzt Arno Wielgoss. Aus diesem Grund hat er mit Frauke Fischer vor gut vier Jahren das Unternehmen Perú Puro gegründet.

Damit haben es sich die beiden Tropenökologen zum Ziel gemacht, die Kakaobauern vor Ort fair entlohnen und gleichzeitig den Regenwald schützen. Sie importieren den Edelkakao direkt und ohne Zwischenhändler aus dem Bergregenwald Perus und ermöglichen den Bauern so einen direkten Zugang zum Europäischen Markt. „Immer mehr Bauern wollen Teil unserer Kooperative sein“, sagt Wielgoss stolz und ergänzt: „Umso mehr Bauern eingegliedert werden können, umso mehr Regenwald kann letztendlich auch geschützt werden. Umso mehr Kakao-Produkte müssen wir aber natürlich auch vertreiben und das ist durchaus eine Herausforderung.“

Doch es läuft gut in dem kleinen Unternehmen. Angefangen mit Produkten wie Kakaobohnen,-nibs und -tee konnten sie mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne, die im Sommer 2017 lief, ihre erste Schokolade produzieren. Dafür verwenden sie die Bohnen des Ur-Kakaos, der 4000 Jahre alt ist und von dem alle anderen Sorten abstammen. „Die Bohnen enthalten sehr wenige Bitterstoffe und haben einen ganz fruchtig-milden Geschmack“, beschreibt Wielgoss. Neben einer dunklen Schokolade mit 70 Prozent Kakao-Anteil gibt es inzwischen auch eine Milchschokolade mit 52 Prozent. Eine weitere, dritte Sorte soll folgen.

„Wir haben einen Lauf zur Zeit“, freut sich Wielgoss. Und es läuft sogar so gut, dass Perú Puro mit seinen beiden Schokoladen jeweils unter den zehn Finalisten der Weltmeisterschaft der Schokolade ist. Bei dem sogenannten World Chocolate Award müssen sich die einzigen deutschen Vertreter nun gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. „Wir beweisen so, dass man tolle Gourmet-Produkte herstellen kann und Regenwald-Schutz dabei trotzdem machbar ist“, so Wielgoss, für den der Naturschutz weiterhin an erster Stelle steht.

Umso mehr freut ihn die Nominierung für einen weiteren Preis: Den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020. Dieser gilt als Europas wichtigste Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement und würdigt Leistungen zugunsten der Nachhaltigkeit sowie kreative Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Die Jury hat aus über 800 Bewerbern die 30 nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands ausgewählt, die am 22. November in die Endrunde gehen, wenn die Auszeichnungen in Düsseldorf vergeben werden. „Perú Puro setzt auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette und lässt ihn zu hochwertigen Produkten verarbeiten“, so die Erklärung der Jury. Weiter heißt es: „Für Perú Puro sind die Kleinbauern von Beginn an Partner auf Augenhöhe.“

PERÚ PURO, Nordend, Eckenheimer Landstr. 50, info@perupuro.de
10. Juli 2019
sie
 
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