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Kunterbuntes Dinner am 27. Juli
 

Neues aus der Szene

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Drosselbart und Wasserturm: Die Eschersheimer Sorgenkinder

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Die Traditionsgaststätte Drosselbart soll abgerissen werden, der denkmalgeschützte Wasserturm droht zu verkommen. Die Eschersheimer Bevölkerung aber setzt sich aktiv für ihre Wahrzeichen ein. Beim vierten „Kunterbunten Dinner“ will die Initiative L(i)ebenswertes Eschersheim Anwohnerinnen und Anwohner erneut zum gemeinsamen Diskutieren einladen.
Vor zwei Monaten fand die Sitzung des Ortsbeirats 9 statt, in der ein Antrag zum Erhalt der Traditionsgaststätte Drosselbart und des umliegenden Baumbestands vorgetragen wurde. Abgesehen von der FDP, die sich enthielt, stimmten alle weiteren Parteien dafür, das Drosselbart und seine über hundert Jahre alten Kastanien zu erhalten. In den folgenden Wochen erhielt Barbara van de Loo von der Initiative L(i)ebenwertes Eschersheim unzählige Zuschriften von Interessierten, die sich auf unterschiedliche Weisen für den Erhalt einsetzen wollen. „Ich bin begeistert darüber, wie entschieden die Eschersheimer für ihr traditionelles Gartenlokal kämpfen.“, sagt van de Loo. Insgesamt kamen 3000 Unterschriften zum Erhalt des Drosselbarts und der Kastanienbäume zusammen. Zudem habe es zahlreiche Anträge an die Stadt gegeben.

Einen Grund zum Aufatmen gab es bisher aber nicht. Es soll zwar nach wie vor kein fertiger Bauantrag vorliegen, allerdings sollen Gespräche bezüglich einer Stockwerkerhöhung sowie Anbaumöglichkeiten im hinteren Bereich stattgefunden haben. Nur wenige Signale gehen in Richtung eines Erhalts der über 100 Jahre alten Gaststätte. Zudem wurden die Kastanienbäume auf dem Gelände einer Prüfung des Umweltamts unterzogen und für nicht schützenswert befunden. Rosskastanien an sich stellen keine seltene Baumart dar, zudem wiesen die Bäume keinen optimalen Gesundheitszustand auf. Laut Medienberichten führen das Umweltamt, das Bauamt und der neue Eigentümer allerdings Verhandlungen bezüglich des Erhalts der Bäume. Am kommenden Montag um 19 Uhr findet ein Treffen statt bei dem ausschließlich das weitere Vorgehen bezüglich des Drosselbart besprochen wird.

Die Initiative L(i)ebenswertes Eschersheim kümmert sich auch um andere Projekte. Der als technisches Denkmal geschützte Eschersheimer Wasserturm, der der Mainova gehört und von der katholischen Studentenverbindung Moeno Franconia als Versammlungsraum gepachtet wird, habe nach Ansicht vieler Anwohnenden dringenden Sanierungsbedarf, dem die Eigentümer seit Jahren nicht nachkämen. Mainova, Denkmalamt und ein Unternehmen, das den Sanierungsbedarf feststellen sollte, hat diesen im Sommer 2018 als ‚mittelfristig notwendig‘ eingestuft. Was das genau bedeutet, weiß ich nicht“, sagt van de Loo.

Auf dem Gelände des Wasserturms veranstaltet die Initiative L(i)ebenswertes Eschersheim seit 2016 im Juli ein „Kunterbuntes Dinner“. Jeder und Jede, die Lust hat, kann teilnehmen, bringt sein eigenes Essen, seine eigenen Getränke und das eigene Geschirr mit. Am Samstag, den 27. Juli soll das Kunterbunte Dinner zum vierten Mal stattfinden, und neben dem Drosselbart soll auch der Eschersheimer Wasserturm erneut Thema sein. Für das Kunterbunte Dinner erwartet sie rund 120 Besucherinnen und Besucher, und hofft auf einen regen Austausch zwischen engagierten Anwohnern und Aktiven.

Kunterbuntes Dinner, Eschersheim, Eschersheimer Wasserturm, Allendorfer Str. 76, am Samstag, den 27. Juli, 18 Uhr
 
17. Juli 2019, 12.33 Uhr
jwe
 
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Leser-Kommentare

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Thomas Szymanski am 19.7.2019, 12:26 Uhr:
"Auf keinen Fall darf noch mehr in dieser Stadt verschwinden. Diesbezüglich ist leider genug geschehen. - Mike Josef und all die Investoren bauen und bauen, doch schaut man sich die Stadt und die Menschen an, sowie die Tier- und Pflanzenwelt, dann ist wohl klar, dass nun ein Ende sein muss, denn alleine der Frankfurter Stadtwald hat eine Beschädigung von bis zu 95% (laut Hessenschaubeitrag). Die Grüne Lunge beim Günthersburgpark soll wegen der geplanten "Günthersburghöfe" = großes Gebäudekomplex samt Tiefgarage, auch verschwinden, also die Kleingärten dort samt der Tierwelt, seltener Pflanzen, über 2000 Bäume, Fledermäuse und Bienenzucht. - Nun, noch bereit, Alles in Frankfurt/Main zu zubauen? - Wir müssen einsehen, dass es bald zu spät ist, wenn wir jetzt nicht einen Schlussstrich darunter ziehen, und den Wahnsinn anhalten,bzw. beenden!" - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Schauspieler
 
Riacho Fundo am 17.7.2019, 12:45 Uhr:
Was für ein Bohei um diese alte Gaststätte. Abreißen, Bäume fällen und an dieser Stelle ein modernes Wohnhaus bauen, ist die einzige richtige Lösung.
 
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