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Klimagourmetwoche startet
 

Neues aus der Szene

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„Man kann nur überzeugen, wenn es schmeckt“

Foto: Klimagourmet
Foto: Klimagourmet
Zum sechsten Mal lädt die Klimagourmetwoche zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen rund um den Klimaschutz ein. Vom 5. bis 15. September können Interessierte an Kochkursen, Museumsführungen, Verköstigungen und Seminaren in der ganzen Stadt und im Umkreis teilnehmen.
Vor sieben Jahren starteten die Initiatorinnen und Initiatoren von Klimagourmet mit einem Veggie-Day, während die Grünen im Bundestag für diesen Vorschlag nicht nur belächelt, sondern auch angefeindet wurden. „Es kam durchaus vor, dass Leute an unseren Infostand kamen und uns bepöbelten.“, sagt Maike Thalmeier von Klimagourmet. Zwei Jahre später folgten der Namenswechsel zu Klimagourmet und die Ausweitung der Veranstaltung auf eine ganze Woche. „Damals passten die Ausstellungen und Veranstaltungen noch auf eine Postkarte“, sagt Designerin und Klimagourmet-Mitinitiatorin Claudia Stiefel. Die Klimagourmetwoche wuchs über die Jahre, auch weil sich das politische Klima und das Interesse an Nachhaltigkeit in der Bevölkerung und der Wirtschaft änderten. „Mittlerweile kommen Akteure und Akteurinnen von selbst auf uns zu. In den ersten Jahren mussten wir nach Unternehmen suchen, die etwas in dieser Richtung machten“, sagt Thalmeier.

In diesem Jahr findet die Klimagourmetwoche zum sechsten Mal mit rund 50 Veranstaltungen statt. Das Museum für Angewandte Kunst lädt am kommenden Samstag, den 7. September, in das Neue Museum für Bienen zur Drohnen- und Honigwasser-Verkostung ein, am gleichen Tag findet im Zuge des Stadtteilfests Gallus „Backen mit der Sonne statt“ statt. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Kinder, die mit Solaröfen und regionalem Bio-Getreide lernen, wie man mit Sonnenenergie Brot backt. Am 10. September wird im Senckenberg-Museum über die Zukunftskantine von 2040 diskutiert und es darf auch gekostet werden. Am 12. September führt das Stadtlabor des Historischen Museums im Rahmen der Ausstellung „Wie wohnen die Leute?“ durch 100 Jahre urbane Selbstversorgung und Ernst-May-Siedlung.

Der Geist des einstigen Veggie-Days ist im Kern der Klimagourmetwoche erhalten geblieben, denn die Fleischproduktion gehört nach wie vor zu den größten Klimasündern. „14 Prozent des kompletten CO2-Fußabdrucks eines Deutschen gehen auf das Konto der Ernährung. Das Klimagas Methan, der Einsatz von Düngemitteln beim Ackerbau und die großen Menge von Futtermitteln sind nur einige Gründe für den hohen Fußabdruck“, so Paul Fay, stellvertretender Leiter des Frankfurter Energiereferats. Auch Mangelernährung zählt nicht mehr zu den guten Ausreden für Fleischkonsum. So wird Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Frankfurt einen Vortrag über die richtige Nährstoffaufnahme bei fleischloser Ernährung halten: „Vegetarier oder Vegetarierin sein, das hieß vor ein paar Jahren noch trockene Körner essen, das sieht man mittlerweile anders. Man kann Leute aber nur von einer anderen Ernährungsweise überzeugen, wenn es schmeckt.“

Ein besonderer Schwerpunkt ist in diesem Jahr auch dem Thema Fairtrade gewidmet. „Seien wir mal ehrlich, es ist schwierig Leute dazu zu bringen, keine Schokolade mehr zu essen oder Kaffee zu trinken“, sagt Thalmeier. Deshalb setze sich die Klimagourmetwoche in mehreren Veranstaltungen mit der Thematik auseinander, was Fairtrade im Detail bedeutet, und wie die Abläufe in Fairtrade-Betrieben aussehen. Zudem wird wie immer die Wanderausstellung stattfinden, diesmal in den Räumen der Vebraucherzentrale Frankfurt. Besucht werden kann die Ausstellung immer zu den Öffnungszeiten. Neues Ausstellungsstück in diesem Jahr wird ein Drehrad sein, das anzeigt, welche Lebensmittel auch nach ihrem Minderhaltbarkeitsdatum genießbar sind und wie Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Sinne schulen können.

Klimagourmetwoche, 5.–15. September, Infos und Orte unter www.klimagourmet.de, Tel 21239199
 
5. September 2019
jwe
 
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