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Der Ernährungsrat Frankfurt wird zwei Jahre alt
 

Neues aus der Szene

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„Frankfurt braucht endlich eine Ernährungsstrategie“

Foto: Joachim Börner
Foto: Joachim Börner
Mit rund 130 Gästen feierte der Ernährungsrat Frankfurt kürzlich sein zweijähriges Bestehen. Gemeinsam wurde nicht nur Resümee gezogen, sondern auch auf die tragende Rolle von Stadt und Kommunen hingewiesen.
Essen gehört zu unserem Alltag, wie die Luft zum Atmen. Es ist der Treibstoff, der uns und unseren Organismus zum Laufen bringt. Umso wichtiger scheint es da, dass das was wir essen auch gut ist. Mit dem derzeitigen Ernährungssystem geht allerdings einher, dass wir oft viel zu wenig über unsere Lebensmittel wissen. Woher stammen sie? Unter welchen Umständen wurden sie erzeugt, verarbeitet und vermarktet? Für all diese Fragen und Themen hat sich vor gut zwei Jahren der Ernährungsrat Frankfurt gegründet. Das Ziel dahinter: Informieren, Zusammenhänge aufzeigen und über entsprechende Handlungsmöglichkeiten aufklären. Darüber hinaus unterstützt und vernetzt er die betroffenen Akteure in den Branchen wie Logistik, Produktion und Gastronomie, um die Versorgung mit nachhaltigen Lebensmitteln aus der Region zu ermöglichen.

Am 14. August wurde im Lichthof der IHK Frankfurt das Bestehen des Rates gefeiert, der der erste und bislang einzige Ernährungsrat in Hessen ist. „Das zweijährige Bestehen ist bis jetzt ein toller Erfolg“, sagte die Sprecherin, Bärbel Praetorius. So arbeite man mittlerweile mit knapp 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in fünf Arbeitskreisen an verschiedenen Projekten. Eines davon ist noch in der Entwicklung, ein anderes ging bereits an den Start: Der externe Schulgarten im Frankfurter Ostend konnte dieses Jahr eröffnet werden, ein Programm zu Plastikminimierung auf dem Konstablermarkt und in der Kleinmarkthalle steckt noch in der Entwicklungsphase. „Wir haben einiges getan, doch es gibt immer noch viel zu tun“, ergänzt Praetorius und verweist neben dem Thema der Lebensmittelproduktion auf Tierschutz, Co²-Emissionen, Plastik und Nachhaltigkeit.

Unterstützt wird sie dabei auch von ihrem Rats-Kollegen Jörg Weber sowie Felix Prinz zu Löwenstein, dem Vorsitzenden des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Der Hauptgastredner an diesem Abend betonte in seinem Vortrag noch einmal die Rolle der Städte, und verwies dabei auf Kopenhagen, das in dieser Hinsicht beispielhaft vorgehen würde. So sei unter anderem das Essen in den städtischen Kantinen dort zu 90 Prozent in Bio-Qualität. Damit einher gingen „nur positive Effekte: weniger Fleisch und Abfall und dafür mehr Frische.“ Und auch Weber ging in seiner abschließenden Rede auf die Rolle der Stadt ein, insbesondere auf die Verantwortlichkeit der Kommunalpolitik: „Die Stadt Frankfurt braucht endlich eine Ernährungsstrategie sowie eine zentrale Stelle, die das Thema Ernährung bündelt." Denn das verteile sich auf viele verschiedene Sektoren wie Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und auch Planung. Dabei verweist er auf die Unterzeichnung des Milan Urban Food Policy Pacts. Ein Abkommen über städtische Ernährungspolitik, an dem neben Frankfurt 198 weitere Städte weltweit teilnehmen und sich dazu verpflichtet haben, nachhaltige Ernährungssysteme zu entwickeln, die gesunde und erschwingliche Lebensmittel für alle Menschen bereitstellen, die Abfall minimieren und die Biodiversität bewahren.
 
20. August 2019
sie
 
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