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Das ist der Knöller!
 

Neues aus der Szene

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Verfahren gegen Bernd Knöller eingestellt

Foto: Bernd Knöller
Foto: Bernd Knöller
Die Meldung ging vor knapp einem Jahr wie ein Lauffeuer durch die Medien: Ein Gast verstarb nach dem Besuch in Bernd Knöllers Restaurant Riff in Valencia. Doch nun ist die Sache klar: Ein Verschulden des Sternekochs liegt nicht vor, das Verfahren wurde eingestellt.
Es war eine Meldung, wie geschaffen für den Boulevard: Ein in Spanien ansässiger deutscher Sternekoch serviert angeblich selbst gesammelte Morcheln und zwischen 20 und 30 Gäste landen kurz darauf im Krankenhaus, wo eine Dame sogar kurze Zeit später verstirbt. Der Skandal kocht hoch, ganz weit von die bekannte Zeitung mit den vier großen Buchstaben, die Umstände wie Menüpreis so farbenfroh wie kreativ schildert. Knöller muss schließen, öffnet erst Wochen später wieder sein Restaurant und stellt sich dem Verfahren.

Dass außer besagter Dame niemand im Krankenhaus landete, sondern bei den Gästen nur leichte Beschwerden auftauchten, wurde dann nicht mehr gemeldet. Ebenso, woher die Morcheln stammten (nicht selbst gesammelt, sondern aus China) und dass diese von außergewöhnlicher Qualität waren. Aber eben auch leicht giftig, wie es Morcheln ab und an auch im gekochten Stadium sein können (was nur wenige wissen). Gekauft hat Knöller die Pilze bei einem ausgesprochen erfahrenen Händler, bei dem der Sternekoch seit 25 Jahren seine Pilze bezieht.

Der traurige Tod der Frau hat nach eingehender Untersuchung nichts mit dem Verzehr der Speisen/der Morcheln in Knöllers Restaurant zu tun, ein Zusammenhang konnte laut Gerichtsmedizin in keiner Weise nachgewiesen werden und somit wurde das Verfahren gegen Knöller jetzt mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Überwältigt ist Bernd Knöller von der Solidarität seiner Stammkunden. "Obwohl ich das Restaurant seit 26 Jahren betreibe, hatte ich mit so einer Geste nicht gerechnet. Es war wirklich überwältigend! Ich glaube, ich verdanke es vor allem meinen Stammgästen, dass es das Riff heute noch gibt", so Bernd Knöller in einer privaten Mitteilung.

Ausländische Gäste ließen sich zunächst von der Berichterstattung beeinflussen, mieden das Riff und der Gastroführer Repsol strich sofort die bisher zwei von drei möglichen Sonnen, doch der Guide Michelin zeigte Rückgrat und bestätigte ein weiteres Mal den Stern, der bereits seit vielen Jahren über dem Restaurant leuchtet. Aus gutem Grund: Bernd Knöller gehört zu den interessantesten Köchen Spaniens, freut sich nun über diesen Freispruch erster Klasse – und auf ein gutes Jahr 2020.
 
27. Dezember 2019, 06.25 Uhr
Bastian Fiebig
 
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