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Das Brücke-Kochbuch kommt
 

Neues aus der Szene

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Die Krise überbrücken

Foto: Die Brücke
Foto: Die Brücke
Corona stellt gastronomische Betriebe vor existenzielle Probleme. Manche werden erfinderisch und suchen neben Lieferdienst und Take-Away nach eigenen Wegen. Die Brücke in Sachsenhausen bringt ein Kochbuch heraus.
Eigentlich ist 2020 für Die Brücke in Sachsenhausen ein Jubiläumsjahr. 10-Jähriges wollten die beiden Betreiberinnen Sandra Beimfohr und Nina Karp dieses Jahr in ihrem Café mit Wohnzimmeratmosphäre und ordentlich Kultpotential im Sachsenhausener Brückenviertel feiern. Da wird vorerst nichts draus. Wie alle anderen gastronomischen Betriebe musste die Brücke aufgrund der Corona-Maßnahmen schließen. Im Gegensatz zu vielen dieser Betriebe kommt ein täglicher Lieferdienst oder Take-Away für Beimfohr allerdings nicht in die Tüte: „Wir müssten erst mal alle diese Behältnisse kaufen. Und natürlich wollen wir kein Plastik. Da müssten wir ganz schön investieren. Außerdem kann man auch nicht alle frischen Sachen in so eine Packung stecken. Das ist nicht mehr lecker.“

Damit Sachsenhausen, ihre Freunde und Stammkunden auch in Zeiten von Corona nicht auf echte Brücke-Spezialitäten verzichten müssen, haben Beimfohr und Karp einen bislang vernachlässigten Plan in die Tat umgesetzt: „Wir hatten schon lange vor, ein Kochbuch zu machen. Aber wie das in der Gastronomie halt ist, man arbeitet Tag und Nacht. Jetzt haben wir mal die Zeit und die Zwangspause zum Anlass genommen.“ Herausgekommen ist ein in Eigenregie editiertes und selbstverlegtes Buch mit Rezepten für 24 Gerichte, wie sie sonst im der Brücke serviert würden. „Das Kochbuch ist wie unsere gewohnte Wochenkarte aufgebaut,“ sagt Beimfohr, „nur eben zum selbst Nachkochen. Wir haben Sachen ausgesucht, die unsere Gäste am liebsten mögen, die von Stammgästen gerne nachgefragt werden.“ Alles wird aber nicht verraten. „Unser vegetarischer Nussbraten, der bleibt ein Geheimnis!“

Der Titel „Die Über-Brücke-ung“ ist dabei im doppelten Sinn Programm: Während die verhinderten Gäste, Freunde und Stammkunden kulinarisch not-versorgt werden, soll der Verkauf des Soli-Kochbuchs helfen, das Fortbestehen der Brücke zu sichern. Unterstützt wurden Beimfohr und Karp vom Grafikdesigner Dirk von Manteuffel und 12 befreundeten Künstlerinnen und Künstlern, die Illustrationen zu den einzelnen Rezepten beigesteuert haben.

Bleibt eigentlich nur eine wichtige Frage: Wo gibt es das Buch zu kaufen? Abgesehen vom Vertrieb auf der eigenen Webseite www.diebruecke-frankfurt.de und bei unterstützenden Geschäften (wie Die Wendeltreppe, Tatzelwurm und Blumenbar) gibt es „Die Über- Brücke-ung“ auch aus erster Hand. Denn auch Beimforh und Karp machen beim Take-Away eine Ausnahme: Jeden Samstags gibt es in der Brückenstraße von 13 bis 17 Uhr Kuchen und Getränke aus der Fensterausgabe. Und am kommenden Samstag, den 25. April, wird erstmals auch „Die Über-Brücke-ung“ erhältlich sein.

Die Brücke, Brückenstr. 19, Tel. 069/611304, Sa 13-17 Uhr, „Die Über-Brücke-ung“, 44 Seiten, 25 €




"Rosis Kabeljautopf" von Philip Waechter
 
24. April 2020, 10.45 Uhr
Sebastian Schellhaas
 
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