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DIY in Corona-Zeiten
 

Neues aus der Szene

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Kombucha einfach selber machen!

Foto: Klara Avsenik@unsplash
Foto: Klara Avsenik@unsplash
Wenn es um Trendgetränke geht, führt an Kombucha kein Weg vorbei. Im Handel ist der fermentierte Tee durchaus teuer, dabei lässt er sich zu Hause mit etwas Geschick ganz einfach selbst herstellen.
Fermentation bedeutet zunächst einmal, das Lebensmittel durch den Einfluss von Enzymen, Bakterien oder Pilzen umgewandelt und so haltbar gemacht werden. Dabei entstehen Gase, Alkohol und Säuren – besonderes letztere sind dafür verantwortlich, dass die Lebensmittel nicht so schnell verderben, denn Bakterien mögen das saure Medium nicht. Dadurch ist die Lagerung auch außerhalb des Kühlschranks kein Problem. Schwarzer Tee besteht zum Beispiel aus fermentierten Teeblättern und Bakterien bringen Salami erst dazu, zu reifen.

Bei der Fermentierung entstehen Vitamin B und C, außerdem sind milchsauer vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kefir gut für die Darmflora. Sie stärken das Immunsystem und fördern die Verdauung. Früher wurde durch den Prozess des Fermentierens die Vitaminversorgung im Winter gesichert. Heutzutage kann das Fermentieren den Griff zu Tiefkühlgemüse, Konservendosen oder Importware verhindern. Saisonales Gemüse lässt sich so lange genießen.

Kombucha wird aus gezuckertem Kräutertee, grünem oder schwarzem Tee hergestellt. Bei der Gärung entstehen aus dem zugesetzten Zucker Alkohol und Essigsäure, Milchsäure und Gluconsäure. Dadurch bekommt der Tee einen säuerlichen Geschmack und enthält zwischen 0,7 und 1,3 Prozent Alkohol. Kombucha kommt ursprünglich aus der asiatischen Volksmedizin, in Deutschland ist der Teepilz vor allem in Naturkostläden und Reformhäusern erhältlich. Das Getränk wird oft als Wundermittel gegen verschiedene Krankheiten angepriesen. Ob der fermentierte Tee mehr kann als erfrischen, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Klar ist aber, dass sich das leckere Trendgetränk mit ein bisschen Geschick ganz einfach selbst zu Hause herstellen lässt.

Für die Zubereitung wird der sogenannte „Scoby“ benötigt, ein Teepilz. Dieser kann im Internet bestellt werden. Wichtig: Hände, Gärgefäß und Geräte müssen vor jedem neuen Ansatz gründlich heiß gereinigt werden (keine Keramik verwenden). Jetzt kann es losgehen!

Zutaten
1 Scoby (Teepilz)
0,5 Liter Starterflüssigkeit (besteht aus fertigem Kombucha)
16 EL Zucker
4 Liter Wasser
max. 8 TL schwarze oder grüne Teeblätter
1 Baumwolltuch
1 großes Glas (Gärgefäß)
1 Gummiband
1 Sieb
Zum Verfeinern:
Ingwer, Zitrone, Apfel, Rosmarin oder Basilikum

Anleitung
Zuerst muss das Wasser zum Kochen gebracht werden, dann lässt man die Teeblätter sieben Minuten darin ziehen. In den heißen Tee Zucker geben, dieser dient dem Teepilz später als Nahrung. Nun den Tee auf Raumtemperatur abkühlen lassen – heiße Flüssigkeit schadet dem Pilz! Die „Starterflüssigkeit“ und den kalten gezuckerten Tee in ein Glasgefäß geben. Nachdem die Hände mit einfacher Seife gründlich gewaschen wurden, wird der „Scoby“ in das Kombucha-Tee-Gemisch gelegt. Achtung: Der Pilz darf nicht mit Metall in Berührung kommen. Das Baumwolltuch mit dem Gummiband befestigen. Der „Deckel“ darf nicht luftdicht sein. Optimal ist es, wenn das Glas in einem dunklen Raum bei einer Temperatur von 25 Grad steht. Je länger das Gemisch gärt, desto weniger Zucker verbleibt in der Flüssigkeit.

Nach sieben bis zehn Tagen kann der fertige Kombucha pur getrunken werden - davor sollte man die Flüssigkeit allerdings durch ein Sieb gießen. Wer das Getränk noch verfeinern möchte, kann Ingwer, Zitrone und Äpfel oder Kräuter wie Rosmarin zusammen mit Kombucha in saubere Gläser füllen. Diese müssen dann mindestens drei Tage fest verschlossen bei Zimmertemperatur gelagert werden, anschließend kommen die Gläser in den Kühlschrank. Soll die Flüssigkeit noch länger gelagert werden, empfiehlt es sich, die Früchte und Kräuter zu entfernen. Jetzt geht’s endlich ans Genießen - Cheers!

Tipp: Am besten immer etwas „Starterflüssigkeit“ für das nächste Mal aufheben. Der „Scoby“ kann in ihr in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden.
 
6. April 2020, 07.56 Uhr
Mandana Bareh Foroush
 
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