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Wiedereröffnung bei Eating at Maples
 

Auf und Zu

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Mit Visionen in die Zukunft

Foto: Andrea und Eric Reinemann
Foto: Andrea und Eric Reinemann
Ein gutes halbes Jahr hatte Eating at Maples coronabedingt geschlossen, am 26. Oktober eröffnen Eric und Andrea Reinemann nun wieder ihr Food-Projekt. Dank überarbeitetem Konzept soll gesundes Essen zum Mitnehmen nun noch nachhaltiger und transparenter werden.
Update, 22. Oktober: Die Eröffnung von Eating at Maples kann nicht wie geplant am 26. Oktober stattfinden, sondern musste kurzfristig noch einmal verschoben werden. Eric und Andrea Reinemann planen jedoch, noch im November öffnen zu können.

Schräg gegenüber vom Hauptbahnhof haben Andrea und Eric Reinemann Ende letzten Jahres mit dem Eating at Maples ihr erstes eigenes Food-Projekt eröffnet. Unter dem Motto "flexibel, nachhaltig und transparent" starteten die beiden das ambitionierte Konzept für gesundes Essen zum Mitnehmen, aber auch zum gemütlichen Vorort-Verzehr. Besonders Pendler und Berufstätige sollten hier die Möglichkeit bekommen, gutes Essen ohne lange Wartezeiten, dafür aber in hoher Qualität ohne Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe zu bekommen. Doch kurz nach der Eröffnung kam den beiden, wie so vielen anderen, der Lockdown in die Quere.

Konzepterweiterung

Im Unterschied zu vielen anderen öffneten die beiden nicht schon wieder im Mai, sondern nutzten die Schließung, um ihr Konzept zu überarbeiten und zu erweitern. Die Inhaber haben sich in den letzten Monaten mit mehr Lieferanten der Region vernetzt und bieten nun auch Snacks wie Bio-Popcorn oder Riegel sowie Backwaren ausgewählter Frankfurter Bäckereien an. Zu den täglich frisch zubereiteten Produkten wie Porridges, Salaten und Sandwiches im Kühlregal sind jetzt zum Beispiel Jars und Joghurts dazugekommen. Auch im Wärmeregal soll es ein größeres Angebot geben, so beispielsweise verschiedene Suppen direkt zum Mitnehmen.

Bei der Auswahl der Produkte achten die Reinemanns nach wie vor auf Nachhaltigkeit und Transparenz: Alles wird mit Nähr- und Inhaltsstoffangaben beschriftet. „All diese Angaben transparent zu machen, kostet zwar viel Vorbereitung und Zeit, wir glauben aber, dass Geschmack durch gute Zutaten kommt“, erklärt Eric Reinemann. Zur Konzepterweiterung gehört außerdem das neue Angebot alkoholischer Getränke. Das Eating at Maples soll abends zum Treffpunkt werden, an dem die Leute „neue fancy Drinks“ probieren können.

Feedback-Umsetzung

Das Inhaber-Paar hat sich darüber hinaus bemüht, Feedback von Kunden wahrzunehmen. „Wir betrachten die Zeit vor der Schließung mittlerweile als Testphase, aus der wir viel gelernt haben“, erzählt Andrea Reinemann. So haben die beiden eine Vielzahl an Veränderungen vorgenommen wie zum Beispiel Steckdosen nachgerüstet, ein Mehrweg-Konzept für Verpackungen eingerichtet und Barrieren für Bestellung und Bezahlung abgebaut. „Wir sind ein Frequenz-Standort, deswegen kommt es auf Schnelligkeit und Flexibilität an“, erläutern die Inhaber die Anpassung. Die Reinemanns hoffen nun auf die Etablierung des Konzepts: „Wir müssen schauen, wie die Leute reagieren.“ Feedback soll auch weiterhin eine große Rolle im Eating at Maples spielen.

Ideenreich in die Zukunft

Das Eating at Maples ist bereits ein ambitioniertes und komplexes Konzept: Ein Nachhaltigkeitskreislauf, der durch Müllvermeidung und hochwertige Produkte erzeugt werden soll, Transparenz bei Inhaltsstoffen und Herstellung der Produkte, hauseigene Produktion vieler Speisen und Getränke, Flexibilität und Barrierefreiheit – die Liste ist lang und durch Umbau und Erweiterung der letzten Monate noch länger geworden. Aber scheinbar ist das noch längst nicht alles. „Wir haben noch wahnsinnig viele Ideen“, erzählen die Reinemanns begeistert.

In der Planung haben die beiden eine App und ein digitales Leihsystem, einen Lieferdienst per Lastenfahrrad und Bio-Müll möchten sie perspektivisch in Kompostieranlagen geben. Außerdem können sie sich gut vorstellen, hochwertige Produkte zum Weiterverarbeiten anzubieten, also eine Art kleinen Supermarkt zu integrieren.

Eating at Maples ist also lange noch nicht fertig, aber in seiner momentanen Form sicherlich einen Besuch wert. Und natürlich haben die Inhaber auch ein Konzept in petto um unter Coronabedingungen öffnen zu können. Es gibt extra eingezogene, begrünte Trennwände und QR-Codes auf den Tischen, die sogar Bestellungen per Smartphone ermöglichen. Die Wiedereröffnung ist am 26. Oktober.

Eating at Maples, Bahnhofsviertel, Am Hauptbahnhof 18, Mo-Fr 8-20h Uhr, Sa 8-14.30 Uhr
 
16. Oktober 2020, 10.00 Uhr
Anna-Lena Eickermann
 
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